
Hotel666 Redaktion
18. März 2010
Ich hatte es eigentlich schon in meiner Kritik zu "Nebelheim", dem letzten Werk von SLARTIBARTFASS schreiben wollen, aber "Funkenfeuer" verstärkt meinen Eindruck noch einmal, das diese Band ein Händchen dafür hat, es sich selber schwer zu machen.
War es auf "Nebelheim" noch der Name, der die ganze Angelegenheit etwas sperrig machte, kommt auf "Funkenfeuer" noch einiges andere hinzu. Denn wo musikalisch zuvor recht durchschnittlich gestohlene FINNTROLL-Riffs zu stolpernden Drums den Großteil der Spielzeit prägten und zwar etwas Potenzial, jedoch keine Hoffnung auf eigenen Charakter zu finden war, ist das neue Werk vor allem eines: schrullig. Dabei fangen SLARTIBARTFASS mit zwei vollkommen belanglosen, von Keyboard, Dudelsack und Didgeridoo-Sounds dominierten Instrumentalstücken an und zögern den eigentlichen Albenbeginn bis "Der letzte Winter" hinaus. Dort offenbart sich dann eine skurrile Neuordnung des Sounds von SLARTIBARTFASS, die sicherlich für ein gerüttelt Maß Hohn und Spott sorgen wird. Was soll man denn auch machen, wenn eine Band auf einmal wie eine Mischung von TANZWUT, IN EXTREMO und frühen EISREGEN zu klingen beliebt? Dabei ist zu Ehren von SLARTIBARTFASS zu sagen, dass sie sich an den Instrumenten nicht unwesentlich verbessert haben. Das die Texte nach wie vor, nun ja, ähm, ebenso Geschmackssache sind wie die Keyboards und die Verwendung des gelegentlich recht penetranten Dudelsacks, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier allmählich so etwas wie ein eigener Charakter entsteht. Teile dieses "neuen Ichs" von SLARTIBARTFASS sind überlange Stücke, in denen zwischen Black Metal, Doom, Folk und sogar kitschigem, tanzbarem Gothic alle Register zumindest anklingen.
Das bedeutet nicht, dass auf "Funkenfeuer" alles gut ist. Der Gesang, die Texte, der Sound der Scheibe bieten nach wie vor Anlass zum Nörgeln – und wer auf Dudelsäcke und Keyboardsalven allergisch reagiert, der sollte hier ohnehin einen weiten Bogen machen. Folk Metaller mit Hang zum Unkonventionellen dürften an Stücken wie "Funkenfeuer" oder dem in schwäbischer Mundart eingekreischten "Schwabenkinder" aber durchaus Gefallen finden. Wichtiger noch: wenn SLARTIBARTFASS in Zukunft den Kitsch etwas reduzieren und die einzelnen Elemente geschickter verbinden, könnte etwas richtig Gutes dabei herauskommen.
War es auf "Nebelheim" noch der Name, der die ganze Angelegenheit etwas sperrig machte, kommt auf "Funkenfeuer" noch einiges andere hinzu. Denn wo musikalisch zuvor recht durchschnittlich gestohlene FINNTROLL-Riffs zu stolpernden Drums den Großteil der Spielzeit prägten und zwar etwas Potenzial, jedoch keine Hoffnung auf eigenen Charakter zu finden war, ist das neue Werk vor allem eines: schrullig. Dabei fangen SLARTIBARTFASS mit zwei vollkommen belanglosen, von Keyboard, Dudelsack und Didgeridoo-Sounds dominierten Instrumentalstücken an und zögern den eigentlichen Albenbeginn bis "Der letzte Winter" hinaus. Dort offenbart sich dann eine skurrile Neuordnung des Sounds von SLARTIBARTFASS, die sicherlich für ein gerüttelt Maß Hohn und Spott sorgen wird. Was soll man denn auch machen, wenn eine Band auf einmal wie eine Mischung von TANZWUT, IN EXTREMO und frühen EISREGEN zu klingen beliebt? Dabei ist zu Ehren von SLARTIBARTFASS zu sagen, dass sie sich an den Instrumenten nicht unwesentlich verbessert haben. Das die Texte nach wie vor, nun ja, ähm, ebenso Geschmackssache sind wie die Keyboards und die Verwendung des gelegentlich recht penetranten Dudelsacks, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier allmählich so etwas wie ein eigener Charakter entsteht. Teile dieses "neuen Ichs" von SLARTIBARTFASS sind überlange Stücke, in denen zwischen Black Metal, Doom, Folk und sogar kitschigem, tanzbarem Gothic alle Register zumindest anklingen.
Das bedeutet nicht, dass auf "Funkenfeuer" alles gut ist. Der Gesang, die Texte, der Sound der Scheibe bieten nach wie vor Anlass zum Nörgeln – und wer auf Dudelsäcke und Keyboardsalven allergisch reagiert, der sollte hier ohnehin einen weiten Bogen machen. Folk Metaller mit Hang zum Unkonventionellen dürften an Stücken wie "Funkenfeuer" oder dem in schwäbischer Mundart eingekreischten "Schwabenkinder" aber durchaus Gefallen finden. Wichtiger noch: wenn SLARTIBARTFASS in Zukunft den Kitsch etwas reduzieren und die einzelnen Elemente geschickter verbinden, könnte etwas richtig Gutes dabei herauskommen.
Ich hatte es eigentlich schon in meiner Kritik zu "Nebelheim", dem letzten Werk von SLARTIBARTFASS schreiben wollen, aber "Funkenfeuer" verstärkt meinen Eindruck noch einmal, das diese Band ein Händchen dafür hat, es sich selber schwer zu machen.
War es auf "Nebelheim" noch der Name, der die ganze Angelegenheit etwas sperrig machte, kommt auf "Funkenfeuer" noch einiges andere hinzu. Denn wo musikalisch zuvor recht durchschnittlich gestohlene FINNTROLL-Riffs zu stolpernden Drums den Großteil der Spielzeit prägten und zwar etwas Potenzial, jedoch keine Hoffnung auf eigenen Charakter zu finden war, ist das neue Werk vor allem eines: schrullig. Dabei fangen SLARTIBARTFASS mit zwei vollkommen belanglosen, von Keyboard, Dudelsack und Didgeridoo-Sounds dominierten Instrumentalstücken an und zögern den eigentlichen Albenbeginn bis "Der letzte Winter" hinaus. Dort offenbart sich dann eine skurrile Neuordnung des Sounds von SLARTIBARTFASS, die sicherlich für ein gerüttelt Maß Hohn und Spott sorgen wird. Was soll man denn auch machen, wenn eine Band auf einmal wie eine Mischung von TANZWUT, IN EXTREMO und frühen EISREGEN zu klingen beliebt? Dabei ist zu Ehren von SLARTIBARTFASS zu sagen, dass sie sich an den Instrumenten nicht unwesentlich verbessert haben. Das die Texte nach wie vor, nun ja, ähm, ebenso Geschmackssache sind wie die Keyboards und die Verwendung des gelegentlich recht penetranten Dudelsacks, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier allmählich so etwas wie ein eigener Charakter entsteht. Teile dieses "neuen Ichs" von SLARTIBARTFASS sind überlange Stücke, in denen zwischen Black Metal, Doom, Folk und sogar kitschigem, tanzbarem Gothic alle Register zumindest anklingen.
Das bedeutet nicht, dass auf "Funkenfeuer" alles gut ist. Der Gesang, die Texte, der Sound der Scheibe bieten nach wie vor Anlass zum Nörgeln – und wer auf Dudelsäcke und Keyboardsalven allergisch reagiert, der sollte hier ohnehin einen weiten Bogen machen. Folk Metaller mit Hang zum Unkonventionellen dürften an Stücken wie "Funkenfeuer" oder dem in schwäbischer Mundart eingekreischten "Schwabenkinder" aber durchaus Gefallen finden. Wichtiger noch: wenn SLARTIBARTFASS in Zukunft den Kitsch etwas reduzieren und die einzelnen Elemente geschickter verbinden, könnte etwas richtig Gutes dabei herauskommen.
War es auf "Nebelheim" noch der Name, der die ganze Angelegenheit etwas sperrig machte, kommt auf "Funkenfeuer" noch einiges andere hinzu. Denn wo musikalisch zuvor recht durchschnittlich gestohlene FINNTROLL-Riffs zu stolpernden Drums den Großteil der Spielzeit prägten und zwar etwas Potenzial, jedoch keine Hoffnung auf eigenen Charakter zu finden war, ist das neue Werk vor allem eines: schrullig. Dabei fangen SLARTIBARTFASS mit zwei vollkommen belanglosen, von Keyboard, Dudelsack und Didgeridoo-Sounds dominierten Instrumentalstücken an und zögern den eigentlichen Albenbeginn bis "Der letzte Winter" hinaus. Dort offenbart sich dann eine skurrile Neuordnung des Sounds von SLARTIBARTFASS, die sicherlich für ein gerüttelt Maß Hohn und Spott sorgen wird. Was soll man denn auch machen, wenn eine Band auf einmal wie eine Mischung von TANZWUT, IN EXTREMO und frühen EISREGEN zu klingen beliebt? Dabei ist zu Ehren von SLARTIBARTFASS zu sagen, dass sie sich an den Instrumenten nicht unwesentlich verbessert haben. Das die Texte nach wie vor, nun ja, ähm, ebenso Geschmackssache sind wie die Keyboards und die Verwendung des gelegentlich recht penetranten Dudelsacks, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier allmählich so etwas wie ein eigener Charakter entsteht. Teile dieses "neuen Ichs" von SLARTIBARTFASS sind überlange Stücke, in denen zwischen Black Metal, Doom, Folk und sogar kitschigem, tanzbarem Gothic alle Register zumindest anklingen.
Das bedeutet nicht, dass auf "Funkenfeuer" alles gut ist. Der Gesang, die Texte, der Sound der Scheibe bieten nach wie vor Anlass zum Nörgeln – und wer auf Dudelsäcke und Keyboardsalven allergisch reagiert, der sollte hier ohnehin einen weiten Bogen machen. Folk Metaller mit Hang zum Unkonventionellen dürften an Stücken wie "Funkenfeuer" oder dem in schwäbischer Mundart eingekreischten "Schwabenkinder" aber durchaus Gefallen finden. Wichtiger noch: wenn SLARTIBARTFASS in Zukunft den Kitsch etwas reduzieren und die einzelnen Elemente geschickter verbinden, könnte etwas richtig Gutes dabei herauskommen.
6.5
10
10
