Zum Hauptinhalt springen

Rough Silk - A New Beginning


Hotel666 Redaktion

30. Mai 2009

Ja, es gibt sie immer noch… ROUGH SILK, die progessiven Power-Metaller aus dem Großraum Hannover - wenn auch von der Urbesetzung der seit mittlerweile zwanzig Jahren aktiven Combo nur noch Ferdy Doernberg übrig ist. Der hat allerdings ein paar junge Talente um sich gescharrt und will es nun noch mal wissen.

Den meisten Metal-Heads dürfte Herr Doernberg wohl als Keyboarder von Axel Rudi Pell ein Begriff sein, oder aber eben als der Typ, der ständig mit irgendwelchen Kapellen durch die Weltgeschichte tourt und diese an der Tischhupe, aber auch an der Klampfe zu unterstützen.

Auf „A New Beginning“ tobt er sich dafür nun so richtig aus. Nicht nur, dass er die Scheibe im eigenen Studio selbst produziert hat, er knallt dem Hörer alles vor den Latz, was er aus allen möglichen Instrumenten wie auch seinen Stimmbändern rauszuholen vermag und präsentiert das Ganze in einer aberwitzigen Kombination aus allem, was man irgendwie unter Rockmusik subsummieren kann. Das hat durchaus seinen Reiz, ist streckenweise aber auch verdammt anstrengend.

Manche Songs gehen sehr straight, ja fast punkig nach vorne los, sind teilweise sogar so primitiv, dass sie nach mehrmaligem Hören direkt nerven, andere sind hingegen derart vertrackt und überraschen durch nahezu groteske Breaks, gar Stilwechseln, dass sie bisweilen etwas zerfasert daherkommen. Auch ist Ferdy Doernberg nicht gerade ein Ronnie James Dio. Mal klingt er ganz gewaltig wie Udo Dirkschneider, mal wie Peavy, und mal irgendwie halt. Ich denke mal, dass gerade die Vocals manchen Hörern Probleme bereiten werden.

Was die Platte hingegen zu etwas wirklich Besonderem macht, ist eben der Ideenreichtum. Zum einen, weil hier wirklich alles an Stilen verbraten wird: vom Blues- bzw. HardRock über Power- und Speed-Metal bis hin zu Thrash-Attacken, ja sogar ein paar Death-Metal-Details… Dann mal wieder was doomiges, was punkiges oder sogar modern-metallisches.
Zum anderen aufgrund der ungewöhnlichen Instrumentierung: Slideguitar, Hammond-Orgel, Lap-Steel oder Trompete sind nun mal keine typischen Metal-Instrumente, und doch passen sie an den entsprechenden Stellen in die Songs wie die Faust in den Mastdarm!

Definitiv eine abgefahrene Scheibe, wenn auch nicht gerade für den Otto-Normal-Metaller. Eher für Freaks, die immer schon mal wissen wollten, was passiert, wenn man GRAVE DIGGER mit DREAM THEATER kreuzt…
Ja, es gibt sie immer noch… ROUGH SILK, die progessiven Power-Metaller aus dem Großraum Hannover - wenn auch von der Urbesetzung der seit mittlerweile zwanzig Jahren aktiven Combo nur noch Ferdy Doernberg übrig ist. Der hat allerdings ein paar junge Talente um sich gescharrt und will es nun noch mal wissen.

Den meisten Metal-Heads dürfte Herr Doernberg wohl als Keyboarder von Axel Rudi Pell ein Begriff sein, oder aber eben als der Typ, der ständig mit irgendwelchen Kapellen durch die Weltgeschichte tourt und diese an der Tischhupe, aber auch an der Klampfe zu unterstützen.

Auf „A New Beginning“ tobt er sich dafür nun so richtig aus. Nicht nur, dass er die Scheibe im eigenen Studio selbst produziert hat, er knallt dem Hörer alles vor den Latz, was er aus allen möglichen Instrumenten wie auch seinen Stimmbändern rauszuholen vermag und präsentiert das Ganze in einer aberwitzigen Kombination aus allem, was man irgendwie unter Rockmusik subsummieren kann. Das hat durchaus seinen Reiz, ist streckenweise aber auch verdammt anstrengend.

Manche Songs gehen sehr straight, ja fast punkig nach vorne los, sind teilweise sogar so primitiv, dass sie nach mehrmaligem Hören direkt nerven, andere sind hingegen derart vertrackt und überraschen durch nahezu groteske Breaks, gar Stilwechseln, dass sie bisweilen etwas zerfasert daherkommen. Auch ist Ferdy Doernberg nicht gerade ein Ronnie James Dio. Mal klingt er ganz gewaltig wie Udo Dirkschneider, mal wie Peavy, und mal irgendwie halt. Ich denke mal, dass gerade die Vocals manchen Hörern Probleme bereiten werden.

Was die Platte hingegen zu etwas wirklich Besonderem macht, ist eben der Ideenreichtum. Zum einen, weil hier wirklich alles an Stilen verbraten wird: vom Blues- bzw. HardRock über Power- und Speed-Metal bis hin zu Thrash-Attacken, ja sogar ein paar Death-Metal-Details… Dann mal wieder was doomiges, was punkiges oder sogar modern-metallisches.
Zum anderen aufgrund der ungewöhnlichen Instrumentierung: Slideguitar, Hammond-Orgel, Lap-Steel oder Trompete sind nun mal keine typischen Metal-Instrumente, und doch passen sie an den entsprechenden Stellen in die Songs wie die Faust in den Mastdarm!

Definitiv eine abgefahrene Scheibe, wenn auch nicht gerade für den Otto-Normal-Metaller. Eher für Freaks, die immer schon mal wissen wollten, was passiert, wenn man GRAVE DIGGER mit DREAM THEATER kreuzt…

V.Ö.
20. März 2009
Laufzeit
61:36

7.5
10

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?