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Meshuggah - Obzen


Hotel666 Redaktion

06. Mai 2008

Wow, so heftig haben mir Meshuggah seit Chaosphere (1998) nicht mehr in den Arsch getreten! Der Opener 'Combustion' ballert wie ein Mathematiker auf Speed los und die ultrafett produzierten 8-Saitigen (!!!) Gitarren metzeln alles in Grund und Boden. Dennoch ist es der eingängigste Song, den die Band in den letzten Jahren geschrieben hat. Das Organ von Jens Kidman ist wie immer unmenschlich und hyperaggressiv, aber dies ist seine beste Arbeit seit 10 Jahren! Endlich kann man auch wieder Tomas Haakes mächtiges Drumspiel hören, das auf Catch 33 (2005) experimentellerweise durch einen Drumcomputer ersetzt wurde. Nach diesem Überschallsong geht es erstmal etwas langsamer weiter, aber Songs wie 'Lethargica' und 'Bleed' profitieren davon enorm. Hypnotische Gitarrenläufe begegnen einem auf 'Obzen' häufig und man ertappt sich dabei, wie man zu träumen beginnt. Beim Titeltrack verrenkt man sich beim Zuhören fast das Gehirn, was sich im Laufe der Platte immer öfter wiederholt. Das geht leider etwas zugunsten der Eingängigkeit. Dennoch überzeugen die Jungs auf ganzer Linie. Die kranken Basslinien (bei Meshuggah übrigens ein 6-Saiter) in 'This Spiteful Snake' hören sich an, als würde Godzilla an der Golden Gate Bridge rumzerren. 'Pravus' beginnt mit verstörenden Melodien und steigert sich zu einem düsteren Inferno. Die Platte endet mit 'Dancers In A Discordiant System', nach dessem Genuss man sich endlich einweisen lassen kann. Der Titel beschreibt dieses fast 10-minütige Irrenhausepos perfekt.

Fazit: Alles in allem ist 'Obzen' die beste Meshuggah Platte der letzten Jahre, allerdings sollten die alten Schweden in Zukunft mehr in Richtung des Openers gehen, denn sie sind am Besten, wenn man auch mal etwas nachvollziehen kann. Aber die Zeiten von Destroy Erase Improve (1995) sind vorbei, die Band schaut stetig nach vorn und jetzt sind sie wieder auf dem richtigen Weg....
Wow, so heftig haben mir Meshuggah seit Chaosphere (1998) nicht mehr in den Arsch getreten! Der Opener 'Combustion' ballert wie ein Mathematiker auf Speed los und die ultrafett produzierten 8-Saitigen (!!!) Gitarren metzeln alles in Grund und Boden. Dennoch ist es der eingängigste Song, den die Band in den letzten Jahren geschrieben hat. Das Organ von Jens Kidman ist wie immer unmenschlich und hyperaggressiv, aber dies ist seine beste Arbeit seit 10 Jahren! Endlich kann man auch wieder Tomas Haakes mächtiges Drumspiel hören, das auf Catch 33 (2005) experimentellerweise durch einen Drumcomputer ersetzt wurde. Nach diesem Überschallsong geht es erstmal etwas langsamer weiter, aber Songs wie 'Lethargica' und 'Bleed' profitieren davon enorm. Hypnotische Gitarrenläufe begegnen einem auf 'Obzen' häufig und man ertappt sich dabei, wie man zu träumen beginnt. Beim Titeltrack verrenkt man sich beim Zuhören fast das Gehirn, was sich im Laufe der Platte immer öfter wiederholt. Das geht leider etwas zugunsten der Eingängigkeit. Dennoch überzeugen die Jungs auf ganzer Linie. Die kranken Basslinien (bei Meshuggah übrigens ein 6-Saiter) in 'This Spiteful Snake' hören sich an, als würde Godzilla an der Golden Gate Bridge rumzerren. 'Pravus' beginnt mit verstörenden Melodien und steigert sich zu einem düsteren Inferno. Die Platte endet mit 'Dancers In A Discordiant System', nach dessem Genuss man sich endlich einweisen lassen kann. Der Titel beschreibt dieses fast 10-minütige Irrenhausepos perfekt.

Fazit: Alles in allem ist 'Obzen' die beste Meshuggah Platte der letzten Jahre, allerdings sollten die alten Schweden in Zukunft mehr in Richtung des Openers gehen, denn sie sind am Besten, wenn man auch mal etwas nachvollziehen kann. Aber die Zeiten von Destroy Erase Improve (1995) sind vorbei, die Band schaut stetig nach vorn und jetzt sind sie wieder auf dem richtigen Weg....

Label
V.Ö.
07. März 2008
Laufzeit
52:41

8.5
10

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