KHNVM - Visions Of A Plague Ridden Sky
Kommen wir nun zum dritten Release der aktuellen Veröffentlichungsreihe von Neckbreaker Records und da hat Martin was ganz Feines am Start. Die Rede ist von Khnvm, die sicherlich viele Old Skull-Lunatics unter euch kennen werden. Zu gut war ihr letzter Stoff, als dass ihr nicht zumindest schon mal von diesem Höllenorchester gehört hättet. Mastermind Showmik Das a.k.a. Obliterator (Gitarre/Bass/Vokillz) hat sich für den aktuellen Release, die EP "Visions of a Plague Ridden Sky", als Session-Drummer Alex Simpson (Incinerate) herangeholt und für die Percussion den israelischen Künstler Matan Goldstein engagiert. Im aktuellen, also auch live spielenden Line Up, sind dann wieder, wie beim letzten Longplayer, Martyr (Bass) und Cassian (Drums) am Start. So viel zur Info, denn ihr seid sicherlich sehr gespannt, wie Showmik den Tritonus des infernalischen Longplayers "Portals To Oblivion" nun weitergesponnen hat :).
Ohne große Einführung schreddern Khnvm mit ihrem Pulverizing Death Metal auch gleich gnadenlos los und zeigen abermals, dass sie dem Himmel mit feuriger Wut den Krieg erklärt haben! Dort dürfte bei diesem akustischen Inferno, welches sich wieder im Dunstkreis von Bands wie Incantation, Hate Eternal, Morbid Angel, Immolation, Sinister, Dead Congregation, Krisiun, Vital Remains, Nile und Deicide am wohlsten fühlt, auch mächtig der Angstschweiß laufen! Aber für eine Flucht ist es bereits zu spät, den Khnvm preschen bereits durch die Tore und entweihen diesen Ort mit aller Macht und lassen keine Gnade walten! Geht jetzt aber nicht davon aus, dass dieses Massaker stumpf, roh und unkontrolliert abläuft. Wer die Band bereits kennt oder die eben genannten Bands las, wird sich schon denken können, dass es hier zwar sehr brachial und zerstörerisch zugeht, aber dieses dabei leicht technisch, ohne dass es in Gefrickel ausartet, und variabel von statten geht und das Ergebnis ist wieder sehr prächtig ausgefallen. Konnte ich bereits eine Verbesserung im Songwriting vom ersten zum zweiten Longplayer ausmachen, hat sich diese Entwicklung auf dem Weg zur aktuellen EP "Visions of a Plague Ridden Sky" eindeutig fortgesetzt :). Dieses begrüße ich sehr, denn so konnte die Band im Vergleich zum sehr geilen Vorgänger noch einen draufsetzen. Es erwartet euch eine intensive und packende Reise, geprägt von teuflischer Raserei, doomigen Momenten und walzigem Groove, die durch ihre technische und sehr songdienliche Verspieltheit und sehr griffigen und sofort wirkenden Rhythmen mich persönlich sehr zu überzeugen und mitzunehmen weiß :). Richtig geiler, heftiger und düsterer Old School Death Metal mit Hirn, der sich aber niemals verkopft an sich selber ergötzt und vom spielerischen Können her zu jedem Moment top ist. Ich finde es auch sehr spannend, den Songs zu lauschen und ihrem Fluss zu folgen, da so viel Interessantes passiert. Zu erwähnen sind auch die, wie die ganze Musik an sich, mit Hingabe zelebrierten und toll ausgearbeiteten geilen Soli, auch mal akustisch gespielt, welche schnell zur Luftgitarre greifen lassen. Generell sitzt hier jeder Part und fügt sich passgenau in diesen höllischen Strom ein, dessen Kraft Khnvm in kompakten Brachialnummern manifestiert. Kommen wir nun aber auch noch, wenn es um Abwechslung geht, zu dem zu Beginn erwähnten Matan Goldstein. Erinnert ihr euch noch an das World Music-mäßige erste Lied des letzten Longplayers? Showmik scheint großen Gefallen daran gefunden zu haben, denn auf dieser EP befinden sich gleich zwei Instrumentale, die diesen Weg in Zusammenarbeit mit Matan zu meiner Freude fortsetzen. Es erwartet euch ein Sound, den ich als Laie im vorderasiatischen Raum verorten würde und für meinen Geschmack nicht nur toll klingt, Abwechslung in das blasphemische Gezimmer bringt, sondern auch wirklich sehr atmosphärisch und spannend ist :). Herrlich! Davon darf es beim nächsten Mal ruhig noch mehr geben. Eine tolle Abrundung und Unterstützung dieses famosen Todesbleiwerks :).
Die Hölle hat sich auch abermals in Showmiks Stimme manifestiert. Mit dieser entlässt er seine Texte, die die Themen Tod, ein Leben nach dem Tod, Leid, Religion und Spiritualität oder Existenzialismus beleuchten und zum Nachdenken anregen möchten. Immer wieder ein interessanter Bereich, den er textlich im Rahmen des deathmetallischen Rahmens passend zur Musik und ihrer düsteren, anfeuernden und blasphemischen Atmosphäre umgesetzt hat. Sein kraftvolles und schön knurriges und kratziges Gegrunze presst sich voller Inbrunst aus ihm heraus. Dies wird immer wieder durch kehlig-krächzige Schreie unterstützt, wodurch sich im Gesamten eine tiefschwarze, brachiale und morbide, blasphemische, finstere und nach Schwefel stinkende Kraft im Raum manifestiert, welche im Einklang mit der Musik den Äther verpestet :). So macht Death Metal doch Freude.
Eindeutige Fortschritte sind auch in der Produktion auszumachen. Meine Güte, was für ein geiler und fetter Sound, der genau das Richtige für diese EP und das verbesserte und ausgefeiltere Songwriting ist, sowie den bereits erwähnten erhöhten Percussion-Anteil :). Dafür ging es für die Drums in das Usama Siddiq Studio (Berlin) und für die Saiteninstrumente und den Gesang zog es Showmik in das Berliner Studio Obliterator. Die nachfolgenden Produktionsschritte erfolgten abermals durch Charles Elliot (Abysmal Dawn) im Tastemaker Studio und das Endergebnis stellt den Sound von "Portals To Oblivion" eindeutig in den Schatten. Alles wirkt nun dichter, kompakter, voluminöser, fokussierter, dynamischer, differenzierter und dadurch enorm kraftvoll, organischer und einnehmender, wodurch sich die intensive Kraft, die düstere und aggressive Stimmung und die Magie dieser Songs sehr gut entfalten kann. Ich finde es auch sehr geil, dass die Produktion so schön natürlich aus den Boxen zimmert, was gerade den Drums gut tut, und nicht in einem sterilen Plastikbrei untergeht. Jedes Instrument und der Gesang bekommen genug Raum zur Entfaltung, um ihren Anteil an diesem musikalischen Rausch leisten zu können. Top :).
Richtig baff war ich ja beim ersten Anblick des phänomenalen Artworks und bin auch immer noch sehr angetan von diesem Kunstwerk. Der Hammer! Verantwortlich dafür ist Mitchell Nolte, der wirklich Großartiges für Khnvm und "Visions of a Plague Ridden Sky" erschaffen hat. Ich glaube besser können der Titel, der zugehörige Text und die Musik generell visuell nicht umgesetzt werden :). Was erwartet euch? Ihr seht im Vordergrund einen vom Siechtum befallenen, betenden und in sich gegangenen Priester, der sich wahrlich inmitten seiner Vision des Pest behafteten Himmels befindet. Von einem rot glühenden Planeten ausgehend breitet sich ein höllischer Strudel in Form von Dämonen mannigfaltiger Ausprägung, Wahnsinn, Horror und Krankheit aus, der über die Menschheit herfällt und diese dem körperlichen und geistigen Zerfall überlässt! Der Wahnsinn!Nicht nur inhaltlich, sondern auch malerisch :). Das Ganze erinnert mich total an diese immens ausgearbeiteten Höllendarstellungen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Dieser detaillierte Malstil und dann diese vielen intensiven Orange- und Rottöne im Kontrast zu den dunkler gestalten gequälten Menschen in vorderen Bereich... was für ein Genuss! Das Bild würde ich wirklich gerne mal im Original anschauen und bestaunen :). Das Layout hat übrigens FINAdesigns übernommen, was schon von vornherein eine tolle Optik versprach. Ihr Können hat sie abermals unter Beweis gestellt, als sie für die CD, das Inlay und die Bookletrückseite gekonnt Vergrößerungen des Covers in Szene setzte. Im Booklet positionierte sie zur Umrahmung der Texte und der Credits und als Untergrund für diese, plus der Bandbiographie und den Bandphotos, geschossen von Emanuel Oropesa und Mina Wallace, Ausschnitte der pestgequälten Opfer und es sieht echt sehr stimmungsvoll aus. Martin hat sich natürlich auch nicht lumpen lassen und serviert uns zu diesem pervertiertem Abendmahl noch ein Shirt und ein Longsleeve mit dem Artwork, was in dem großen Format sicherlich umwerfend aussieht.
Khnvm werden euch auf ihrem dritten Release, der EP "Visions of a Plague Ridden Sky", mit ihrem Pulverizing Death Metal abermals sofort in Ekstase versetzen, denn diesem mitreißenden, feurigen, technisch angehauchten Todesblei der alten Schule könnt und wollt ihr euch nicht entziehen! Anhören und perfekt eingestimmt abtauchen in den Abyssos unseres Geistes!
9 Punkte!
Spielzeit: 25:51
Ohne große Einführung schreddern Khnvm mit ihrem Pulverizing Death Metal auch gleich gnadenlos los und zeigen abermals, dass sie dem Himmel mit feuriger Wut den Krieg erklärt haben! Dort dürfte bei diesem akustischen Inferno, welches sich wieder im Dunstkreis von Bands wie Incantation, Hate Eternal, Morbid Angel, Immolation, Sinister, Dead Congregation, Krisiun, Vital Remains, Nile und Deicide am wohlsten fühlt, auch mächtig der Angstschweiß laufen! Aber für eine Flucht ist es bereits zu spät, den Khnvm preschen bereits durch die Tore und entweihen diesen Ort mit aller Macht und lassen keine Gnade walten! Geht jetzt aber nicht davon aus, dass dieses Massaker stumpf, roh und unkontrolliert abläuft. Wer die Band bereits kennt oder die eben genannten Bands las, wird sich schon denken können, dass es hier zwar sehr brachial und zerstörerisch zugeht, aber dieses dabei leicht technisch, ohne dass es in Gefrickel ausartet, und variabel von statten geht und das Ergebnis ist wieder sehr prächtig ausgefallen. Konnte ich bereits eine Verbesserung im Songwriting vom ersten zum zweiten Longplayer ausmachen, hat sich diese Entwicklung auf dem Weg zur aktuellen EP "Visions of a Plague Ridden Sky" eindeutig fortgesetzt :). Dieses begrüße ich sehr, denn so konnte die Band im Vergleich zum sehr geilen Vorgänger noch einen draufsetzen. Es erwartet euch eine intensive und packende Reise, geprägt von teuflischer Raserei, doomigen Momenten und walzigem Groove, die durch ihre technische und sehr songdienliche Verspieltheit und sehr griffigen und sofort wirkenden Rhythmen mich persönlich sehr zu überzeugen und mitzunehmen weiß :). Richtig geiler, heftiger und düsterer Old School Death Metal mit Hirn, der sich aber niemals verkopft an sich selber ergötzt und vom spielerischen Können her zu jedem Moment top ist. Ich finde es auch sehr spannend, den Songs zu lauschen und ihrem Fluss zu folgen, da so viel Interessantes passiert. Zu erwähnen sind auch die, wie die ganze Musik an sich, mit Hingabe zelebrierten und toll ausgearbeiteten geilen Soli, auch mal akustisch gespielt, welche schnell zur Luftgitarre greifen lassen. Generell sitzt hier jeder Part und fügt sich passgenau in diesen höllischen Strom ein, dessen Kraft Khnvm in kompakten Brachialnummern manifestiert. Kommen wir nun aber auch noch, wenn es um Abwechslung geht, zu dem zu Beginn erwähnten Matan Goldstein. Erinnert ihr euch noch an das World Music-mäßige erste Lied des letzten Longplayers? Showmik scheint großen Gefallen daran gefunden zu haben, denn auf dieser EP befinden sich gleich zwei Instrumentale, die diesen Weg in Zusammenarbeit mit Matan zu meiner Freude fortsetzen. Es erwartet euch ein Sound, den ich als Laie im vorderasiatischen Raum verorten würde und für meinen Geschmack nicht nur toll klingt, Abwechslung in das blasphemische Gezimmer bringt, sondern auch wirklich sehr atmosphärisch und spannend ist :). Herrlich! Davon darf es beim nächsten Mal ruhig noch mehr geben. Eine tolle Abrundung und Unterstützung dieses famosen Todesbleiwerks :).
Die Hölle hat sich auch abermals in Showmiks Stimme manifestiert. Mit dieser entlässt er seine Texte, die die Themen Tod, ein Leben nach dem Tod, Leid, Religion und Spiritualität oder Existenzialismus beleuchten und zum Nachdenken anregen möchten. Immer wieder ein interessanter Bereich, den er textlich im Rahmen des deathmetallischen Rahmens passend zur Musik und ihrer düsteren, anfeuernden und blasphemischen Atmosphäre umgesetzt hat. Sein kraftvolles und schön knurriges und kratziges Gegrunze presst sich voller Inbrunst aus ihm heraus. Dies wird immer wieder durch kehlig-krächzige Schreie unterstützt, wodurch sich im Gesamten eine tiefschwarze, brachiale und morbide, blasphemische, finstere und nach Schwefel stinkende Kraft im Raum manifestiert, welche im Einklang mit der Musik den Äther verpestet :). So macht Death Metal doch Freude.
Eindeutige Fortschritte sind auch in der Produktion auszumachen. Meine Güte, was für ein geiler und fetter Sound, der genau das Richtige für diese EP und das verbesserte und ausgefeiltere Songwriting ist, sowie den bereits erwähnten erhöhten Percussion-Anteil :). Dafür ging es für die Drums in das Usama Siddiq Studio (Berlin) und für die Saiteninstrumente und den Gesang zog es Showmik in das Berliner Studio Obliterator. Die nachfolgenden Produktionsschritte erfolgten abermals durch Charles Elliot (Abysmal Dawn) im Tastemaker Studio und das Endergebnis stellt den Sound von "Portals To Oblivion" eindeutig in den Schatten. Alles wirkt nun dichter, kompakter, voluminöser, fokussierter, dynamischer, differenzierter und dadurch enorm kraftvoll, organischer und einnehmender, wodurch sich die intensive Kraft, die düstere und aggressive Stimmung und die Magie dieser Songs sehr gut entfalten kann. Ich finde es auch sehr geil, dass die Produktion so schön natürlich aus den Boxen zimmert, was gerade den Drums gut tut, und nicht in einem sterilen Plastikbrei untergeht. Jedes Instrument und der Gesang bekommen genug Raum zur Entfaltung, um ihren Anteil an diesem musikalischen Rausch leisten zu können. Top :).
Richtig baff war ich ja beim ersten Anblick des phänomenalen Artworks und bin auch immer noch sehr angetan von diesem Kunstwerk. Der Hammer! Verantwortlich dafür ist Mitchell Nolte, der wirklich Großartiges für Khnvm und "Visions of a Plague Ridden Sky" erschaffen hat. Ich glaube besser können der Titel, der zugehörige Text und die Musik generell visuell nicht umgesetzt werden :). Was erwartet euch? Ihr seht im Vordergrund einen vom Siechtum befallenen, betenden und in sich gegangenen Priester, der sich wahrlich inmitten seiner Vision des Pest behafteten Himmels befindet. Von einem rot glühenden Planeten ausgehend breitet sich ein höllischer Strudel in Form von Dämonen mannigfaltiger Ausprägung, Wahnsinn, Horror und Krankheit aus, der über die Menschheit herfällt und diese dem körperlichen und geistigen Zerfall überlässt! Der Wahnsinn!Nicht nur inhaltlich, sondern auch malerisch :). Das Ganze erinnert mich total an diese immens ausgearbeiteten Höllendarstellungen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Dieser detaillierte Malstil und dann diese vielen intensiven Orange- und Rottöne im Kontrast zu den dunkler gestalten gequälten Menschen in vorderen Bereich... was für ein Genuss! Das Bild würde ich wirklich gerne mal im Original anschauen und bestaunen :). Das Layout hat übrigens FINAdesigns übernommen, was schon von vornherein eine tolle Optik versprach. Ihr Können hat sie abermals unter Beweis gestellt, als sie für die CD, das Inlay und die Bookletrückseite gekonnt Vergrößerungen des Covers in Szene setzte. Im Booklet positionierte sie zur Umrahmung der Texte und der Credits und als Untergrund für diese, plus der Bandbiographie und den Bandphotos, geschossen von Emanuel Oropesa und Mina Wallace, Ausschnitte der pestgequälten Opfer und es sieht echt sehr stimmungsvoll aus. Martin hat sich natürlich auch nicht lumpen lassen und serviert uns zu diesem pervertiertem Abendmahl noch ein Shirt und ein Longsleeve mit dem Artwork, was in dem großen Format sicherlich umwerfend aussieht.
Khnvm werden euch auf ihrem dritten Release, der EP "Visions of a Plague Ridden Sky", mit ihrem Pulverizing Death Metal abermals sofort in Ekstase versetzen, denn diesem mitreißenden, feurigen, technisch angehauchten Todesblei der alten Schule könnt und wollt ihr euch nicht entziehen! Anhören und perfekt eingestimmt abtauchen in den Abyssos unseres Geistes!
9 Punkte!
Spielzeit: 25:51
Kommen wir nun zum dritten Release der aktuellen Veröffentlichungsreihe von Neckbreaker Records und da hat Martin was ganz Feines am Start. Die Rede ist von Khnvm, die sicherlich viele Old Skull-Lunatics unter euch kennen werden. Zu gut war ihr letzter Stoff, als dass ihr nicht zumindest schon mal von diesem Höllenorchester gehört hättet. Mastermind Showmik Das a.k.a. Obliterator (Gitarre/Bass/Vokillz) hat sich für den aktuellen Release, die EP "Visions of a Plague Ridden Sky", als Session-Drummer Alex Simpson (Incinerate) herangeholt und für die Percussion den israelischen Künstler Matan Goldstein engagiert. Im aktuellen, also auch live spielenden Line Up, sind dann wieder, wie beim letzten Longplayer, Martyr (Bass) und Cassian (Drums) am Start. So viel zur Info, denn ihr seid sicherlich sehr gespannt, wie Showmik den Tritonus des infernalischen Longplayers "Portals To Oblivion" nun weitergesponnen hat :).
Ohne große Einführung schreddern Khnvm mit ihrem Pulverizing Death Metal auch gleich gnadenlos los und zeigen abermals, dass sie dem Himmel mit feuriger Wut den Krieg erklärt haben! Dort dürfte bei diesem akustischen Inferno, welches sich wieder im Dunstkreis von Bands wie Incantation, Hate Eternal, Morbid Angel, Immolation, Sinister, Dead Congregation, Krisiun, Vital Remains, Nile und Deicide am wohlsten fühlt, auch mächtig der Angstschweiß laufen! Aber für eine Flucht ist es bereits zu spät, den Khnvm preschen bereits durch die Tore und entweihen diesen Ort mit aller Macht und lassen keine Gnade walten! Geht jetzt aber nicht davon aus, dass dieses Massaker stumpf, roh und unkontrolliert abläuft. Wer die Band bereits kennt oder die eben genannten Bands las, wird sich schon denken können, dass es hier zwar sehr brachial und zerstörerisch zugeht, aber dieses dabei leicht technisch, ohne dass es in Gefrickel ausartet, und variabel von statten geht und das Ergebnis ist wieder sehr prächtig ausgefallen. Konnte ich bereits eine Verbesserung im Songwriting vom ersten zum zweiten Longplayer ausmachen, hat sich diese Entwicklung auf dem Weg zur aktuellen EP "Visions of a Plague Ridden Sky" eindeutig fortgesetzt :). Dieses begrüße ich sehr, denn so konnte die Band im Vergleich zum sehr geilen Vorgänger noch einen draufsetzen. Es erwartet euch eine intensive und packende Reise, geprägt von teuflischer Raserei, doomigen Momenten und walzigem Groove, die durch ihre technische und sehr songdienliche Verspieltheit und sehr griffigen und sofort wirkenden Rhythmen mich persönlich sehr zu überzeugen und mitzunehmen weiß :). Richtig geiler, heftiger und düsterer Old School Death Metal mit Hirn, der sich aber niemals verkopft an sich selber ergötzt und vom spielerischen Können her zu jedem Moment top ist. Ich finde es auch sehr spannend, den Songs zu lauschen und ihrem Fluss zu folgen, da so viel Interessantes passiert. Zu erwähnen sind auch die, wie die ganze Musik an sich, mit Hingabe zelebrierten und toll ausgearbeiteten geilen Soli, auch mal akustisch gespielt, welche schnell zur Luftgitarre greifen lassen. Generell sitzt hier jeder Part und fügt sich passgenau in diesen höllischen Strom ein, dessen Kraft Khnvm in kompakten Brachialnummern manifestiert. Kommen wir nun aber auch noch, wenn es um Abwechslung geht, zu dem zu Beginn erwähnten Matan Goldstein. Erinnert ihr euch noch an das World Music-mäßige erste Lied des letzten Longplayers? Showmik scheint großen Gefallen daran gefunden zu haben, denn auf dieser EP befinden sich gleich zwei Instrumentale, die diesen Weg in Zusammenarbeit mit Matan zu meiner Freude fortsetzen. Es erwartet euch ein Sound, den ich als Laie im vorderasiatischen Raum verorten würde und für meinen Geschmack nicht nur toll klingt, Abwechslung in das blasphemische Gezimmer bringt, sondern auch wirklich sehr atmosphärisch und spannend ist :). Herrlich! Davon darf es beim nächsten Mal ruhig noch mehr geben. Eine tolle Abrundung und Unterstützung dieses famosen Todesbleiwerks :).
Die Hölle hat sich auch abermals in Showmiks Stimme manifestiert. Mit dieser entlässt er seine Texte, die die Themen Tod, ein Leben nach dem Tod, Leid, Religion und Spiritualität oder Existenzialismus beleuchten und zum Nachdenken anregen möchten. Immer wieder ein interessanter Bereich, den er textlich im Rahmen des deathmetallischen Rahmens passend zur Musik und ihrer düsteren, anfeuernden und blasphemischen Atmosphäre umgesetzt hat. Sein kraftvolles und schön knurriges und kratziges Gegrunze presst sich voller Inbrunst aus ihm heraus. Dies wird immer wieder durch kehlig-krächzige Schreie unterstützt, wodurch sich im Gesamten eine tiefschwarze, brachiale und morbide, blasphemische, finstere und nach Schwefel stinkende Kraft im Raum manifestiert, welche im Einklang mit der Musik den Äther verpestet :). So macht Death Metal doch Freude.
Eindeutige Fortschritte sind auch in der Produktion auszumachen. Meine Güte, was für ein geiler und fetter Sound, der genau das Richtige für diese EP und das verbesserte und ausgefeiltere Songwriting ist, sowie den bereits erwähnten erhöhten Percussion-Anteil :). Dafür ging es für die Drums in das Usama Siddiq Studio (Berlin) und für die Saiteninstrumente und den Gesang zog es Showmik in das Berliner Studio Obliterator. Die nachfolgenden Produktionsschritte erfolgten abermals durch Charles Elliot (Abysmal Dawn) im Tastemaker Studio und das Endergebnis stellt den Sound von "Portals To Oblivion" eindeutig in den Schatten. Alles wirkt nun dichter, kompakter, voluminöser, fokussierter, dynamischer, differenzierter und dadurch enorm kraftvoll, organischer und einnehmender, wodurch sich die intensive Kraft, die düstere und aggressive Stimmung und die Magie dieser Songs sehr gut entfalten kann. Ich finde es auch sehr geil, dass die Produktion so schön natürlich aus den Boxen zimmert, was gerade den Drums gut tut, und nicht in einem sterilen Plastikbrei untergeht. Jedes Instrument und der Gesang bekommen genug Raum zur Entfaltung, um ihren Anteil an diesem musikalischen Rausch leisten zu können. Top :).
Richtig baff war ich ja beim ersten Anblick des phänomenalen Artworks und bin auch immer noch sehr angetan von diesem Kunstwerk. Der Hammer! Verantwortlich dafür ist Mitchell Nolte, der wirklich Großartiges für Khnvm und "Visions of a Plague Ridden Sky" erschaffen hat. Ich glaube besser können der Titel, der zugehörige Text und die Musik generell visuell nicht umgesetzt werden :). Was erwartet euch? Ihr seht im Vordergrund einen vom Siechtum befallenen, betenden und in sich gegangenen Priester, der sich wahrlich inmitten seiner Vision des Pest behafteten Himmels befindet. Von einem rot glühenden Planeten ausgehend breitet sich ein höllischer Strudel in Form von Dämonen mannigfaltiger Ausprägung, Wahnsinn, Horror und Krankheit aus, der über die Menschheit herfällt und diese dem körperlichen und geistigen Zerfall überlässt! Der Wahnsinn!Nicht nur inhaltlich, sondern auch malerisch :). Das Ganze erinnert mich total an diese immens ausgearbeiteten Höllendarstellungen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Dieser detaillierte Malstil und dann diese vielen intensiven Orange- und Rottöne im Kontrast zu den dunkler gestalten gequälten Menschen in vorderen Bereich... was für ein Genuss! Das Bild würde ich wirklich gerne mal im Original anschauen und bestaunen :). Das Layout hat übrigens FINAdesigns übernommen, was schon von vornherein eine tolle Optik versprach. Ihr Können hat sie abermals unter Beweis gestellt, als sie für die CD, das Inlay und die Bookletrückseite gekonnt Vergrößerungen des Covers in Szene setzte. Im Booklet positionierte sie zur Umrahmung der Texte und der Credits und als Untergrund für diese, plus der Bandbiographie und den Bandphotos, geschossen von Emanuel Oropesa und Mina Wallace, Ausschnitte der pestgequälten Opfer und es sieht echt sehr stimmungsvoll aus. Martin hat sich natürlich auch nicht lumpen lassen und serviert uns zu diesem pervertiertem Abendmahl noch ein Shirt und ein Longsleeve mit dem Artwork, was in dem großen Format sicherlich umwerfend aussieht.
Khnvm werden euch auf ihrem dritten Release, der EP "Visions of a Plague Ridden Sky", mit ihrem Pulverizing Death Metal abermals sofort in Ekstase versetzen, denn diesem mitreißenden, feurigen, technisch angehauchten Todesblei der alten Schule könnt und wollt ihr euch nicht entziehen! Anhören und perfekt eingestimmt abtauchen in den Abyssos unseres Geistes!
9 Punkte!
Spielzeit: 25:51
Ohne große Einführung schreddern Khnvm mit ihrem Pulverizing Death Metal auch gleich gnadenlos los und zeigen abermals, dass sie dem Himmel mit feuriger Wut den Krieg erklärt haben! Dort dürfte bei diesem akustischen Inferno, welches sich wieder im Dunstkreis von Bands wie Incantation, Hate Eternal, Morbid Angel, Immolation, Sinister, Dead Congregation, Krisiun, Vital Remains, Nile und Deicide am wohlsten fühlt, auch mächtig der Angstschweiß laufen! Aber für eine Flucht ist es bereits zu spät, den Khnvm preschen bereits durch die Tore und entweihen diesen Ort mit aller Macht und lassen keine Gnade walten! Geht jetzt aber nicht davon aus, dass dieses Massaker stumpf, roh und unkontrolliert abläuft. Wer die Band bereits kennt oder die eben genannten Bands las, wird sich schon denken können, dass es hier zwar sehr brachial und zerstörerisch zugeht, aber dieses dabei leicht technisch, ohne dass es in Gefrickel ausartet, und variabel von statten geht und das Ergebnis ist wieder sehr prächtig ausgefallen. Konnte ich bereits eine Verbesserung im Songwriting vom ersten zum zweiten Longplayer ausmachen, hat sich diese Entwicklung auf dem Weg zur aktuellen EP "Visions of a Plague Ridden Sky" eindeutig fortgesetzt :). Dieses begrüße ich sehr, denn so konnte die Band im Vergleich zum sehr geilen Vorgänger noch einen draufsetzen. Es erwartet euch eine intensive und packende Reise, geprägt von teuflischer Raserei, doomigen Momenten und walzigem Groove, die durch ihre technische und sehr songdienliche Verspieltheit und sehr griffigen und sofort wirkenden Rhythmen mich persönlich sehr zu überzeugen und mitzunehmen weiß :). Richtig geiler, heftiger und düsterer Old School Death Metal mit Hirn, der sich aber niemals verkopft an sich selber ergötzt und vom spielerischen Können her zu jedem Moment top ist. Ich finde es auch sehr spannend, den Songs zu lauschen und ihrem Fluss zu folgen, da so viel Interessantes passiert. Zu erwähnen sind auch die, wie die ganze Musik an sich, mit Hingabe zelebrierten und toll ausgearbeiteten geilen Soli, auch mal akustisch gespielt, welche schnell zur Luftgitarre greifen lassen. Generell sitzt hier jeder Part und fügt sich passgenau in diesen höllischen Strom ein, dessen Kraft Khnvm in kompakten Brachialnummern manifestiert. Kommen wir nun aber auch noch, wenn es um Abwechslung geht, zu dem zu Beginn erwähnten Matan Goldstein. Erinnert ihr euch noch an das World Music-mäßige erste Lied des letzten Longplayers? Showmik scheint großen Gefallen daran gefunden zu haben, denn auf dieser EP befinden sich gleich zwei Instrumentale, die diesen Weg in Zusammenarbeit mit Matan zu meiner Freude fortsetzen. Es erwartet euch ein Sound, den ich als Laie im vorderasiatischen Raum verorten würde und für meinen Geschmack nicht nur toll klingt, Abwechslung in das blasphemische Gezimmer bringt, sondern auch wirklich sehr atmosphärisch und spannend ist :). Herrlich! Davon darf es beim nächsten Mal ruhig noch mehr geben. Eine tolle Abrundung und Unterstützung dieses famosen Todesbleiwerks :).
Die Hölle hat sich auch abermals in Showmiks Stimme manifestiert. Mit dieser entlässt er seine Texte, die die Themen Tod, ein Leben nach dem Tod, Leid, Religion und Spiritualität oder Existenzialismus beleuchten und zum Nachdenken anregen möchten. Immer wieder ein interessanter Bereich, den er textlich im Rahmen des deathmetallischen Rahmens passend zur Musik und ihrer düsteren, anfeuernden und blasphemischen Atmosphäre umgesetzt hat. Sein kraftvolles und schön knurriges und kratziges Gegrunze presst sich voller Inbrunst aus ihm heraus. Dies wird immer wieder durch kehlig-krächzige Schreie unterstützt, wodurch sich im Gesamten eine tiefschwarze, brachiale und morbide, blasphemische, finstere und nach Schwefel stinkende Kraft im Raum manifestiert, welche im Einklang mit der Musik den Äther verpestet :). So macht Death Metal doch Freude.
Eindeutige Fortschritte sind auch in der Produktion auszumachen. Meine Güte, was für ein geiler und fetter Sound, der genau das Richtige für diese EP und das verbesserte und ausgefeiltere Songwriting ist, sowie den bereits erwähnten erhöhten Percussion-Anteil :). Dafür ging es für die Drums in das Usama Siddiq Studio (Berlin) und für die Saiteninstrumente und den Gesang zog es Showmik in das Berliner Studio Obliterator. Die nachfolgenden Produktionsschritte erfolgten abermals durch Charles Elliot (Abysmal Dawn) im Tastemaker Studio und das Endergebnis stellt den Sound von "Portals To Oblivion" eindeutig in den Schatten. Alles wirkt nun dichter, kompakter, voluminöser, fokussierter, dynamischer, differenzierter und dadurch enorm kraftvoll, organischer und einnehmender, wodurch sich die intensive Kraft, die düstere und aggressive Stimmung und die Magie dieser Songs sehr gut entfalten kann. Ich finde es auch sehr geil, dass die Produktion so schön natürlich aus den Boxen zimmert, was gerade den Drums gut tut, und nicht in einem sterilen Plastikbrei untergeht. Jedes Instrument und der Gesang bekommen genug Raum zur Entfaltung, um ihren Anteil an diesem musikalischen Rausch leisten zu können. Top :).
Richtig baff war ich ja beim ersten Anblick des phänomenalen Artworks und bin auch immer noch sehr angetan von diesem Kunstwerk. Der Hammer! Verantwortlich dafür ist Mitchell Nolte, der wirklich Großartiges für Khnvm und "Visions of a Plague Ridden Sky" erschaffen hat. Ich glaube besser können der Titel, der zugehörige Text und die Musik generell visuell nicht umgesetzt werden :). Was erwartet euch? Ihr seht im Vordergrund einen vom Siechtum befallenen, betenden und in sich gegangenen Priester, der sich wahrlich inmitten seiner Vision des Pest behafteten Himmels befindet. Von einem rot glühenden Planeten ausgehend breitet sich ein höllischer Strudel in Form von Dämonen mannigfaltiger Ausprägung, Wahnsinn, Horror und Krankheit aus, der über die Menschheit herfällt und diese dem körperlichen und geistigen Zerfall überlässt! Der Wahnsinn!Nicht nur inhaltlich, sondern auch malerisch :). Das Ganze erinnert mich total an diese immens ausgearbeiteten Höllendarstellungen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Dieser detaillierte Malstil und dann diese vielen intensiven Orange- und Rottöne im Kontrast zu den dunkler gestalten gequälten Menschen in vorderen Bereich... was für ein Genuss! Das Bild würde ich wirklich gerne mal im Original anschauen und bestaunen :). Das Layout hat übrigens FINAdesigns übernommen, was schon von vornherein eine tolle Optik versprach. Ihr Können hat sie abermals unter Beweis gestellt, als sie für die CD, das Inlay und die Bookletrückseite gekonnt Vergrößerungen des Covers in Szene setzte. Im Booklet positionierte sie zur Umrahmung der Texte und der Credits und als Untergrund für diese, plus der Bandbiographie und den Bandphotos, geschossen von Emanuel Oropesa und Mina Wallace, Ausschnitte der pestgequälten Opfer und es sieht echt sehr stimmungsvoll aus. Martin hat sich natürlich auch nicht lumpen lassen und serviert uns zu diesem pervertiertem Abendmahl noch ein Shirt und ein Longsleeve mit dem Artwork, was in dem großen Format sicherlich umwerfend aussieht.
Khnvm werden euch auf ihrem dritten Release, der EP "Visions of a Plague Ridden Sky", mit ihrem Pulverizing Death Metal abermals sofort in Ekstase versetzen, denn diesem mitreißenden, feurigen, technisch angehauchten Todesblei der alten Schule könnt und wollt ihr euch nicht entziehen! Anhören und perfekt eingestimmt abtauchen in den Abyssos unseres Geistes!
9 Punkte!
Spielzeit: 25:51
Label
V.Ö.
23. Juni 2023
Laufzeit
25:51
Tracklist
Awakening The Inner Alchemy I 03:04
Visions Of A Plague Ridden Sky 04:46
Hourglass Of Decadence I 02:12
From The Depths Of Duat 04:03
Grand Evisceration 03:58
Hourglass Of Decadence II 01:39
Awakening The Inner Alchemy II 06:09
Visions Of A Plague Ridden Sky 04:46
Hourglass Of Decadence I 02:12
From The Depths Of Duat 04:03
Grand Evisceration 03:58
Hourglass Of Decadence II 01:39
Awakening The Inner Alchemy II 06:09
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