Gravehammer - Bones To Harvest
Beim unheiligen Klabautermann, wohin will mich denn dieser arg zerfallene, maritime Geselle bringen? Ich war ja noch nie in Kiel und kenne mich dementsprechend nicht aus. Die Kieler Woche ist ja im Sommer, Holzbein Kiel wird sein Vereinsheim definitiv nicht in dieser unheimlichen Gegend haben und Kieler Sprotten gibt es auch bei uns zu kaufen. Auch wenn es hier schon sehr nach verrottenden Meerestieren riecht. Der helle Vollmond lässt mich erahnen, dass ich mich anscheinend in der hintersten Ecke eines alten Friedhofs befinde. Habe ich gerade Knochen zertreten und kommt der Gestank von dem nach Gedärmen aussehenden Siff, auf dem ich eben fast ausrutschte? Da! Ein geöffnetes Mausoleum, aus dem nicht nur ein schwefelig gelbes Licht scheint, sondern auch famose Geräusche in die Nacht dringen, welche mir sehr zu gefallen wissen! Ich trete ein und sehe ein Banner an der Wand hängen. Gravehammer! Wie geil, dann kann ich gleich zu "Bones To Harvest", ihrem ersten Longplayer, gratulieren, der Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde :). Nach zwei coolen Demos, einer sehr geilen EP, die es auch als Split mit den sehr zu empfehlenden Khaos aus Memmingen gibt, und einer Split-7" mit den Berliner Sickos Carnal Tomb, wurden die Rufe der Todesblei-Maniacs nach einer kompletten Scheibe immer lauter und sie wurden dem Klumpfüßigen sei Dank auch gehört und in die Tat umgesetzt.
Dann will ich euch mal nicht weiter auf die Folter spannen und euch näherbringen, was Arillus (Bass/Gesang), J.S. (Drums), T.W. (Gitarre) und M.B. (zusätzlicher Gesang/Texte/Akustikgitarre) so erschaffen haben, um die Sonne zu verdunkeln und jegliches Weihwasser in stinkende Kloaken zu verwandeln :). Es sei euch auch gleich gesagt, dass das hier ist kein Todesblei für Schöngeister ist, denn die Band nimmt den Spruch ihres Aufnähers "Death Metal- hässlich wie die Nacht" wörtlich und kredenzt uns wahrlich rottigen und sehr modrigen Todesblei der alten Schule :). Wer von euch diesen Musik geworden Nekropolenhorror noch nicht kennt, stellt sich am besten eine gottlose Mischung aus Incantation, den deutschen Poison, Morbid Angel, Sadistic Intent, der ersten Tiamat, Beherit, Blasphemy, Grotesque, Sadistik Exekution, early Asphyx (Crush The Cenotaph/Embrace The Death), Necrosanct, frühen Sarcófago und Bathory, Samael (bis zum Debüt), Cianide, Hellhammer, Kaamos, Sodoms "Obsessed By Cruelty", Molested, Funebrarum, Winter, Autopsy, ganz alten Sepultura, Excoriate, Carnage, Nihilist, Necrovore und Incubus "God Died On His Knees") vor und fängt erst mal tierisch an zu sabbern. Aber nicht nur dieser Auflistung wegen, denn das, was diese Ghoule, inklusive eines leichten punkigen Flairs, daraus brauen ist ein abartig stinkender Kadaverbrei, der nicht nur der illustren Friedhofsgesellschaft, und damit meine ich nicht die menschlichen Besucher, sehr munden wird! In der Ferne sehe ich nämlich schon einige Old Skull-Sickos, bestückt mit knöchernen Tellern und Besteck, dem herrlichen Gestank und den pechschwarzen Wolken, die aus dem Kessel der Verwesung wabern, folgen. "Bones To Harvest" ist aber auch wirklich ein herrlicher Brocken muSICK geworden, dessen Düsternis und Brutalität euch in einen wahren Rausch versetzen und eurer todesbleiernes Herz zum Rasen bringen wird :)! Diese Melange aus dämonenhafter Raserei, doomigen Momenten so schwer wie ein Grabstein, Akustikgitarrenparts und einem walzigen Groove, der einer Knochenmühle gleich alles zermalmt, ist wirklich beachtlich, packt euch vom ersten Ton an und schüttelt euch bis zum Ende heftig durch, denn die Intensität dieser derben Klumpen, die eine absolute Düsternis ausstrahlen, nimmt zu keinem Moment auf dieser Scheibe ab! Ermöglicht wird dies durch ein sehr gelungenes, mitreißendes, abwechslungsreiches und auf den Punkt gebrachtes Songwriting, welches mit dem pechschwarzen Herzblut der Band getränkt ist, das aus allen Poren ihrer Körper rinnt, während sich J.S., T.W., M.B. und Arillus voller Hingabe ihrem Metal ov Death hingeben!
Letzterer quält neben dem Bass auch noch seine Stimmbänder für die Band und das wahrlich gekonnt. Von einer blasphemischen Energie angetrieben, öffnet er seinen rottigen Schlund und entledigt sich seiner von Dämonen durchdrungenen und zersetzten Innereien durch herrlich abartiges, brutales und düsteres Gekotze, Gegrunze, Geröhre und Geschrei! Das Ganze geschieht mit einer beeindruckenden Heftigkeit, die trotz alledem recht akzentuiert klingt, auch wenn die einzelnen Wörter nicht komplett erkennbar sind. So speit er mit Wonne und sehr effektiv Gift und Galle in unsere geschundenen Gehörgänge. Dazwischen dringen immer wieder gequälte Schreie und Rufe, die ich jetzt mal M.B. zuordne, aus der Dunkelheit empor, die so klingen als sei ein in einer Gruft verirrter Mensch auf der aussichtslosen Suche nach einem Ausgang, wohl wissend, dass die einzige Befreiung nur der Tod durch die dort lebenden Kreaturen des Horrors sein wird. So entsenden sie mit Hall unterlegt sehr gelungene Texte, die weder plump noch klischeehaft wirken, über Qual, Pein, Folter, Horror, Wahnsinn, Zerfall, Verwesung, Macht und Tod in unsere Welt und lassen, in Kombination mit der muSICK, dabei eine bedrohliche, erschlagende und gnadenlose Stimmung entstehen, wie sie für Death Metal nicht passender sein könnte.
Arillus ist übrigens auch am Sound der Scheibe mit beteiligt, denn er hat die zwischen 2022 und 2023 in Schwerin und Kiel entstandenen Aufnahmen selber vollzogen und hat auch gleich noch das Engineering übernommen, bevor es zum Mixen und Mastern zu Alex Pojda ins Holodeck ging. Und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. Ich musste mich aber erst an die Produktion gewöhnen. Das lag aber am sehr häufigen Hören ihrer EP "Primordial Principles..." und daran, dass ich mir dachte, dass es vom Sound her nicht Besseres für die Songs geben könnte. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn "Bones To Harvest" dröhnt wirklich mächtig gewaltig aus den Boxen heraus und hüllt eure Umgebung sofort mit einem tiefschwarzen Pesthauch ein! Im Ganzen tönt die Produktion nicht mehr ganz so nach dumpfen Keller, dafür aber um einiges kompakter, erdiger, wuchtiger und kräftiger, ohne dabei auch weiterhin nur den geringsten Anschein zu machen, glattpoliert oder modern zu klingen und zu wollen :). Hier regiert der Old School-Spirit wirklich akkurat mit eitriger Faust, ohne altbacken oder kraftlos zu wirken und hat für mich was von einer Mischung aus den Cianide-Sachen und Excoriates "On Pestilent Winds..." :). Ein schön natürlicher, düsterer und bedrohlicher Sound voller Energie, der die einzelnen Kräfte der Beteiligten jetzt hörbar differenzierter erklingen lässt und besser zu einer angriffslustigen Einheit bündelt, auf dass jeder Ton, der eure Ohren erreicht, wie ein Schlag mit dem Grabstein gegen diese ist!
"Bones To Harvest" ist aber nicht nur musikalisch ein modriger Leckerbissen, sondern macht auch optisch so einiges her, wodurch die Scheibe auch hier bestens präsentiert und abgerundet wird. Was gibt es zu sehen? Bei allen drei Tonträgertypen erwartet euch ein absolut genial gezeichneter S/W-Schädel inklusive eines Restes der Wirbelsäule von The Field Alchemist, dessen Detailreichtum wirklich beeindruckend. Ich auf alle Fälle bin wirklich davon beeindruckt :). Von Nägeln, Pfeilen und vor allem von einem Schwert durchbohrt, wirkt es durch die Perspektive fast so, als würde der Schädel vor Schmerzen aufschreien. Sehr cool. Wie soeben erwähnt, glänzt das Bild durch seine detaillierte Darstellung und es lohnt wahrlich, genauer hinzugucken. Dann erkennt ihr nämlich, dass aus dem Oberkiefer kein Siff heruntertropft, sondern dass viele Ketten, an denen Skelette hängen, zu sehen sind. Eines ist sogar in einem Käfig gefangen. Das Ganze macht echt Eindruck ud passt durch die Kombination aus Schroffheit und ausgearbeiteter Präsentation top zum Sound der Band. Genauso wie das Bandlogo von Grumor Graphics, das schön knöchern, scharfkantig und modrig aussieht. Cool ist auch die integrierte Knochenflöte, die nur darauf wartet, Totenmusik ertönen lassen zu können und eine Verbindung zum Death Metal knüpft. Bei der CD, die als schwarzes Digipack über Rotten Misery erscheint, wirken die Zeichnungen, das Bandlogo und der Albumtitel durch ihren weißen Untergrund so, als wären sie wie beim einem alten Fanzine per Cut + Paste aufgeklebt worden. Schöne Idee :). Auf der Hüllenrückseite gibt es neben der Tracklist noch ein paar gezeichnete Nägel von The Field Alchemist. Klappt ihr die Hülle auf, erscheint rechts die CD mit einer weiteren, ebenso geilen Schädelvariante als Aufdruck, die unterhalb der CD, wenn ihr sie entfernt, dann komplett zu sehen ist. Dieses Mal durch einen Harken aufgespießt, dient er nun als Heimstätte für allerlei Pflanzen, Spinnen und Würmer :). Gibt es übrigens als Shirtmotiv ;). Linksseitig befindet sich unter dem rostroten Booklet eine Nahaufnahme einer Schädeldecke. Diese gehört zu einem Ziegenbockschädel, der zusammen mit Knochen und Ketten immer wieder als S/W-Photographie im Booklet erscheint und echt geil rüberkommt. Geschossen von Aplysian Art, ebenso so das stimmungsvolle Bandphoto, in dem die Musiker nur unscharf im Hintergrund zu sehen sind, da Sense, Schädel und Knochen hier die Hauptrolle spielen. Im ansprechenden Booklet, Layout von T.W., gibt es neben den Photos, den Texten, den Credits und dem Bandlogo auch noch weitere passende The Field Alchimist-Zeichnungen. Das Magnetband, welches über lecker Kellerassel Records erschien, geht optisch mit dem Digipack und dessen Booklet konform. Es fehlen nur die die Ziegenschädelphotos und die zweite, gezeichnete Schädelvariante. Aber auch so ist die Aufmachung weiterhin geil und es gelang auch sehr gut, alles ins kleinere Format zu übertragen. Das auf 100 Stück limitiere knochenweiße Tape ist u.a. mit dem Bandlogo bedruckt und sieht echt klasse aus. Dazu liegt auch noch ein Bandlogobutton bei. Kann sein, dass das Tape schon ausverkauft ist. Müsst ihr mal gucken. Auf alle Fälle sind noch die LPs, veröffentlicht über Fucking Kill Records, erhältlich. Interessanterweise ist hier die Hülle weiß. Dadurch geht zwar der Cut + Paste-Charakter verloren, was aber gerade durch die Schädelzeichnung im Großformat locker ausgeglichen wird. Den Rundling an sich gibt es zu je 100 Exemplaren in Schwarz und einer sehr cool aussehenden schwarz-braunen Marmorierung. Edel. Es gibt übrigens auch noch eine sehr limitierte Testpressung mit roter Hülle. Die Hülle ist aus ordentlichem Karton und es gibt ein Insert. Wer das Label kennt, weiß, das hier alles in bester Qualität ist. Ihr habt also die Qual der Wahl, diesen Herzblut-Death Metal-Kracher jeweils in bester Herzblutqualität euer eigen nennen zu können :).
Gravehammer setzen mit ihrem ersten Longplayer "Bones To Harvest" ihre muSICKalische Tradition weiterhin fort und servieren euch düsteren, eitrigen, blasphemischen, intensiven und brutalen Old Skull Death Metal, der es in sich hat und alle Maniacs, denen nach rottigen und mitreißenden Friedhofsklängen ist, sofort in ihren Bann ziehen wird! Wer hier nicht ein gammeliges Ohr riskiert und sofort begeistert zuschlägt, ist selber Schuld.
Crush The Cenotaph... 9 Punkte!
Spielzeit: 45:03
Dann will ich euch mal nicht weiter auf die Folter spannen und euch näherbringen, was Arillus (Bass/Gesang), J.S. (Drums), T.W. (Gitarre) und M.B. (zusätzlicher Gesang/Texte/Akustikgitarre) so erschaffen haben, um die Sonne zu verdunkeln und jegliches Weihwasser in stinkende Kloaken zu verwandeln :). Es sei euch auch gleich gesagt, dass das hier ist kein Todesblei für Schöngeister ist, denn die Band nimmt den Spruch ihres Aufnähers "Death Metal- hässlich wie die Nacht" wörtlich und kredenzt uns wahrlich rottigen und sehr modrigen Todesblei der alten Schule :). Wer von euch diesen Musik geworden Nekropolenhorror noch nicht kennt, stellt sich am besten eine gottlose Mischung aus Incantation, den deutschen Poison, Morbid Angel, Sadistic Intent, der ersten Tiamat, Beherit, Blasphemy, Grotesque, Sadistik Exekution, early Asphyx (Crush The Cenotaph/Embrace The Death), Necrosanct, frühen Sarcófago und Bathory, Samael (bis zum Debüt), Cianide, Hellhammer, Kaamos, Sodoms "Obsessed By Cruelty", Molested, Funebrarum, Winter, Autopsy, ganz alten Sepultura, Excoriate, Carnage, Nihilist, Necrovore und Incubus "God Died On His Knees") vor und fängt erst mal tierisch an zu sabbern. Aber nicht nur dieser Auflistung wegen, denn das, was diese Ghoule, inklusive eines leichten punkigen Flairs, daraus brauen ist ein abartig stinkender Kadaverbrei, der nicht nur der illustren Friedhofsgesellschaft, und damit meine ich nicht die menschlichen Besucher, sehr munden wird! In der Ferne sehe ich nämlich schon einige Old Skull-Sickos, bestückt mit knöchernen Tellern und Besteck, dem herrlichen Gestank und den pechschwarzen Wolken, die aus dem Kessel der Verwesung wabern, folgen. "Bones To Harvest" ist aber auch wirklich ein herrlicher Brocken muSICK geworden, dessen Düsternis und Brutalität euch in einen wahren Rausch versetzen und eurer todesbleiernes Herz zum Rasen bringen wird :)! Diese Melange aus dämonenhafter Raserei, doomigen Momenten so schwer wie ein Grabstein, Akustikgitarrenparts und einem walzigen Groove, der einer Knochenmühle gleich alles zermalmt, ist wirklich beachtlich, packt euch vom ersten Ton an und schüttelt euch bis zum Ende heftig durch, denn die Intensität dieser derben Klumpen, die eine absolute Düsternis ausstrahlen, nimmt zu keinem Moment auf dieser Scheibe ab! Ermöglicht wird dies durch ein sehr gelungenes, mitreißendes, abwechslungsreiches und auf den Punkt gebrachtes Songwriting, welches mit dem pechschwarzen Herzblut der Band getränkt ist, das aus allen Poren ihrer Körper rinnt, während sich J.S., T.W., M.B. und Arillus voller Hingabe ihrem Metal ov Death hingeben!
Letzterer quält neben dem Bass auch noch seine Stimmbänder für die Band und das wahrlich gekonnt. Von einer blasphemischen Energie angetrieben, öffnet er seinen rottigen Schlund und entledigt sich seiner von Dämonen durchdrungenen und zersetzten Innereien durch herrlich abartiges, brutales und düsteres Gekotze, Gegrunze, Geröhre und Geschrei! Das Ganze geschieht mit einer beeindruckenden Heftigkeit, die trotz alledem recht akzentuiert klingt, auch wenn die einzelnen Wörter nicht komplett erkennbar sind. So speit er mit Wonne und sehr effektiv Gift und Galle in unsere geschundenen Gehörgänge. Dazwischen dringen immer wieder gequälte Schreie und Rufe, die ich jetzt mal M.B. zuordne, aus der Dunkelheit empor, die so klingen als sei ein in einer Gruft verirrter Mensch auf der aussichtslosen Suche nach einem Ausgang, wohl wissend, dass die einzige Befreiung nur der Tod durch die dort lebenden Kreaturen des Horrors sein wird. So entsenden sie mit Hall unterlegt sehr gelungene Texte, die weder plump noch klischeehaft wirken, über Qual, Pein, Folter, Horror, Wahnsinn, Zerfall, Verwesung, Macht und Tod in unsere Welt und lassen, in Kombination mit der muSICK, dabei eine bedrohliche, erschlagende und gnadenlose Stimmung entstehen, wie sie für Death Metal nicht passender sein könnte.
Arillus ist übrigens auch am Sound der Scheibe mit beteiligt, denn er hat die zwischen 2022 und 2023 in Schwerin und Kiel entstandenen Aufnahmen selber vollzogen und hat auch gleich noch das Engineering übernommen, bevor es zum Mixen und Mastern zu Alex Pojda ins Holodeck ging. Und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. Ich musste mich aber erst an die Produktion gewöhnen. Das lag aber am sehr häufigen Hören ihrer EP "Primordial Principles..." und daran, dass ich mir dachte, dass es vom Sound her nicht Besseres für die Songs geben könnte. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn "Bones To Harvest" dröhnt wirklich mächtig gewaltig aus den Boxen heraus und hüllt eure Umgebung sofort mit einem tiefschwarzen Pesthauch ein! Im Ganzen tönt die Produktion nicht mehr ganz so nach dumpfen Keller, dafür aber um einiges kompakter, erdiger, wuchtiger und kräftiger, ohne dabei auch weiterhin nur den geringsten Anschein zu machen, glattpoliert oder modern zu klingen und zu wollen :). Hier regiert der Old School-Spirit wirklich akkurat mit eitriger Faust, ohne altbacken oder kraftlos zu wirken und hat für mich was von einer Mischung aus den Cianide-Sachen und Excoriates "On Pestilent Winds..." :). Ein schön natürlicher, düsterer und bedrohlicher Sound voller Energie, der die einzelnen Kräfte der Beteiligten jetzt hörbar differenzierter erklingen lässt und besser zu einer angriffslustigen Einheit bündelt, auf dass jeder Ton, der eure Ohren erreicht, wie ein Schlag mit dem Grabstein gegen diese ist!
"Bones To Harvest" ist aber nicht nur musikalisch ein modriger Leckerbissen, sondern macht auch optisch so einiges her, wodurch die Scheibe auch hier bestens präsentiert und abgerundet wird. Was gibt es zu sehen? Bei allen drei Tonträgertypen erwartet euch ein absolut genial gezeichneter S/W-Schädel inklusive eines Restes der Wirbelsäule von The Field Alchemist, dessen Detailreichtum wirklich beeindruckend. Ich auf alle Fälle bin wirklich davon beeindruckt :). Von Nägeln, Pfeilen und vor allem von einem Schwert durchbohrt, wirkt es durch die Perspektive fast so, als würde der Schädel vor Schmerzen aufschreien. Sehr cool. Wie soeben erwähnt, glänzt das Bild durch seine detaillierte Darstellung und es lohnt wahrlich, genauer hinzugucken. Dann erkennt ihr nämlich, dass aus dem Oberkiefer kein Siff heruntertropft, sondern dass viele Ketten, an denen Skelette hängen, zu sehen sind. Eines ist sogar in einem Käfig gefangen. Das Ganze macht echt Eindruck ud passt durch die Kombination aus Schroffheit und ausgearbeiteter Präsentation top zum Sound der Band. Genauso wie das Bandlogo von Grumor Graphics, das schön knöchern, scharfkantig und modrig aussieht. Cool ist auch die integrierte Knochenflöte, die nur darauf wartet, Totenmusik ertönen lassen zu können und eine Verbindung zum Death Metal knüpft. Bei der CD, die als schwarzes Digipack über Rotten Misery erscheint, wirken die Zeichnungen, das Bandlogo und der Albumtitel durch ihren weißen Untergrund so, als wären sie wie beim einem alten Fanzine per Cut + Paste aufgeklebt worden. Schöne Idee :). Auf der Hüllenrückseite gibt es neben der Tracklist noch ein paar gezeichnete Nägel von The Field Alchemist. Klappt ihr die Hülle auf, erscheint rechts die CD mit einer weiteren, ebenso geilen Schädelvariante als Aufdruck, die unterhalb der CD, wenn ihr sie entfernt, dann komplett zu sehen ist. Dieses Mal durch einen Harken aufgespießt, dient er nun als Heimstätte für allerlei Pflanzen, Spinnen und Würmer :). Gibt es übrigens als Shirtmotiv ;). Linksseitig befindet sich unter dem rostroten Booklet eine Nahaufnahme einer Schädeldecke. Diese gehört zu einem Ziegenbockschädel, der zusammen mit Knochen und Ketten immer wieder als S/W-Photographie im Booklet erscheint und echt geil rüberkommt. Geschossen von Aplysian Art, ebenso so das stimmungsvolle Bandphoto, in dem die Musiker nur unscharf im Hintergrund zu sehen sind, da Sense, Schädel und Knochen hier die Hauptrolle spielen. Im ansprechenden Booklet, Layout von T.W., gibt es neben den Photos, den Texten, den Credits und dem Bandlogo auch noch weitere passende The Field Alchimist-Zeichnungen. Das Magnetband, welches über lecker Kellerassel Records erschien, geht optisch mit dem Digipack und dessen Booklet konform. Es fehlen nur die die Ziegenschädelphotos und die zweite, gezeichnete Schädelvariante. Aber auch so ist die Aufmachung weiterhin geil und es gelang auch sehr gut, alles ins kleinere Format zu übertragen. Das auf 100 Stück limitiere knochenweiße Tape ist u.a. mit dem Bandlogo bedruckt und sieht echt klasse aus. Dazu liegt auch noch ein Bandlogobutton bei. Kann sein, dass das Tape schon ausverkauft ist. Müsst ihr mal gucken. Auf alle Fälle sind noch die LPs, veröffentlicht über Fucking Kill Records, erhältlich. Interessanterweise ist hier die Hülle weiß. Dadurch geht zwar der Cut + Paste-Charakter verloren, was aber gerade durch die Schädelzeichnung im Großformat locker ausgeglichen wird. Den Rundling an sich gibt es zu je 100 Exemplaren in Schwarz und einer sehr cool aussehenden schwarz-braunen Marmorierung. Edel. Es gibt übrigens auch noch eine sehr limitierte Testpressung mit roter Hülle. Die Hülle ist aus ordentlichem Karton und es gibt ein Insert. Wer das Label kennt, weiß, das hier alles in bester Qualität ist. Ihr habt also die Qual der Wahl, diesen Herzblut-Death Metal-Kracher jeweils in bester Herzblutqualität euer eigen nennen zu können :).
Gravehammer setzen mit ihrem ersten Longplayer "Bones To Harvest" ihre muSICKalische Tradition weiterhin fort und servieren euch düsteren, eitrigen, blasphemischen, intensiven und brutalen Old Skull Death Metal, der es in sich hat und alle Maniacs, denen nach rottigen und mitreißenden Friedhofsklängen ist, sofort in ihren Bann ziehen wird! Wer hier nicht ein gammeliges Ohr riskiert und sofort begeistert zuschlägt, ist selber Schuld.
Crush The Cenotaph... 9 Punkte!
Spielzeit: 45:03
Beim unheiligen Klabautermann, wohin will mich denn dieser arg zerfallene, maritime Geselle bringen? Ich war ja noch nie in Kiel und kenne mich dementsprechend nicht aus. Die Kieler Woche ist ja im Sommer, Holzbein Kiel wird sein Vereinsheim definitiv nicht in dieser unheimlichen Gegend haben und Kieler Sprotten gibt es auch bei uns zu kaufen. Auch wenn es hier schon sehr nach verrottenden Meerestieren riecht. Der helle Vollmond lässt mich erahnen, dass ich mich anscheinend in der hintersten Ecke eines alten Friedhofs befinde. Habe ich gerade Knochen zertreten und kommt der Gestank von dem nach Gedärmen aussehenden Siff, auf dem ich eben fast ausrutschte? Da! Ein geöffnetes Mausoleum, aus dem nicht nur ein schwefelig gelbes Licht scheint, sondern auch famose Geräusche in die Nacht dringen, welche mir sehr zu gefallen wissen! Ich trete ein und sehe ein Banner an der Wand hängen. Gravehammer! Wie geil, dann kann ich gleich zu "Bones To Harvest", ihrem ersten Longplayer, gratulieren, der Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde :). Nach zwei coolen Demos, einer sehr geilen EP, die es auch als Split mit den sehr zu empfehlenden Khaos aus Memmingen gibt, und einer Split-7" mit den Berliner Sickos Carnal Tomb, wurden die Rufe der Todesblei-Maniacs nach einer kompletten Scheibe immer lauter und sie wurden dem Klumpfüßigen sei Dank auch gehört und in die Tat umgesetzt.
Dann will ich euch mal nicht weiter auf die Folter spannen und euch näherbringen, was Arillus (Bass/Gesang), J.S. (Drums), T.W. (Gitarre) und M.B. (zusätzlicher Gesang/Texte/Akustikgitarre) so erschaffen haben, um die Sonne zu verdunkeln und jegliches Weihwasser in stinkende Kloaken zu verwandeln :). Es sei euch auch gleich gesagt, dass das hier ist kein Todesblei für Schöngeister ist, denn die Band nimmt den Spruch ihres Aufnähers "Death Metal- hässlich wie die Nacht" wörtlich und kredenzt uns wahrlich rottigen und sehr modrigen Todesblei der alten Schule :). Wer von euch diesen Musik geworden Nekropolenhorror noch nicht kennt, stellt sich am besten eine gottlose Mischung aus Incantation, den deutschen Poison, Morbid Angel, Sadistic Intent, der ersten Tiamat, Beherit, Blasphemy, Grotesque, Sadistik Exekution, early Asphyx (Crush The Cenotaph/Embrace The Death), Necrosanct, frühen Sarcófago und Bathory, Samael (bis zum Debüt), Cianide, Hellhammer, Kaamos, Sodoms "Obsessed By Cruelty", Molested, Funebrarum, Winter, Autopsy, ganz alten Sepultura, Excoriate, Carnage, Nihilist, Necrovore und Incubus "God Died On His Knees") vor und fängt erst mal tierisch an zu sabbern. Aber nicht nur dieser Auflistung wegen, denn das, was diese Ghoule, inklusive eines leichten punkigen Flairs, daraus brauen ist ein abartig stinkender Kadaverbrei, der nicht nur der illustren Friedhofsgesellschaft, und damit meine ich nicht die menschlichen Besucher, sehr munden wird! In der Ferne sehe ich nämlich schon einige Old Skull-Sickos, bestückt mit knöchernen Tellern und Besteck, dem herrlichen Gestank und den pechschwarzen Wolken, die aus dem Kessel der Verwesung wabern, folgen. "Bones To Harvest" ist aber auch wirklich ein herrlicher Brocken muSICK geworden, dessen Düsternis und Brutalität euch in einen wahren Rausch versetzen und eurer todesbleiernes Herz zum Rasen bringen wird :)! Diese Melange aus dämonenhafter Raserei, doomigen Momenten so schwer wie ein Grabstein, Akustikgitarrenparts und einem walzigen Groove, der einer Knochenmühle gleich alles zermalmt, ist wirklich beachtlich, packt euch vom ersten Ton an und schüttelt euch bis zum Ende heftig durch, denn die Intensität dieser derben Klumpen, die eine absolute Düsternis ausstrahlen, nimmt zu keinem Moment auf dieser Scheibe ab! Ermöglicht wird dies durch ein sehr gelungenes, mitreißendes, abwechslungsreiches und auf den Punkt gebrachtes Songwriting, welches mit dem pechschwarzen Herzblut der Band getränkt ist, das aus allen Poren ihrer Körper rinnt, während sich J.S., T.W., M.B. und Arillus voller Hingabe ihrem Metal ov Death hingeben!
Letzterer quält neben dem Bass auch noch seine Stimmbänder für die Band und das wahrlich gekonnt. Von einer blasphemischen Energie angetrieben, öffnet er seinen rottigen Schlund und entledigt sich seiner von Dämonen durchdrungenen und zersetzten Innereien durch herrlich abartiges, brutales und düsteres Gekotze, Gegrunze, Geröhre und Geschrei! Das Ganze geschieht mit einer beeindruckenden Heftigkeit, die trotz alledem recht akzentuiert klingt, auch wenn die einzelnen Wörter nicht komplett erkennbar sind. So speit er mit Wonne und sehr effektiv Gift und Galle in unsere geschundenen Gehörgänge. Dazwischen dringen immer wieder gequälte Schreie und Rufe, die ich jetzt mal M.B. zuordne, aus der Dunkelheit empor, die so klingen als sei ein in einer Gruft verirrter Mensch auf der aussichtslosen Suche nach einem Ausgang, wohl wissend, dass die einzige Befreiung nur der Tod durch die dort lebenden Kreaturen des Horrors sein wird. So entsenden sie mit Hall unterlegt sehr gelungene Texte, die weder plump noch klischeehaft wirken, über Qual, Pein, Folter, Horror, Wahnsinn, Zerfall, Verwesung, Macht und Tod in unsere Welt und lassen, in Kombination mit der muSICK, dabei eine bedrohliche, erschlagende und gnadenlose Stimmung entstehen, wie sie für Death Metal nicht passender sein könnte.
Arillus ist übrigens auch am Sound der Scheibe mit beteiligt, denn er hat die zwischen 2022 und 2023 in Schwerin und Kiel entstandenen Aufnahmen selber vollzogen und hat auch gleich noch das Engineering übernommen, bevor es zum Mixen und Mastern zu Alex Pojda ins Holodeck ging. Und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. Ich musste mich aber erst an die Produktion gewöhnen. Das lag aber am sehr häufigen Hören ihrer EP "Primordial Principles..." und daran, dass ich mir dachte, dass es vom Sound her nicht Besseres für die Songs geben könnte. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn "Bones To Harvest" dröhnt wirklich mächtig gewaltig aus den Boxen heraus und hüllt eure Umgebung sofort mit einem tiefschwarzen Pesthauch ein! Im Ganzen tönt die Produktion nicht mehr ganz so nach dumpfen Keller, dafür aber um einiges kompakter, erdiger, wuchtiger und kräftiger, ohne dabei auch weiterhin nur den geringsten Anschein zu machen, glattpoliert oder modern zu klingen und zu wollen :). Hier regiert der Old School-Spirit wirklich akkurat mit eitriger Faust, ohne altbacken oder kraftlos zu wirken und hat für mich was von einer Mischung aus den Cianide-Sachen und Excoriates "On Pestilent Winds..." :). Ein schön natürlicher, düsterer und bedrohlicher Sound voller Energie, der die einzelnen Kräfte der Beteiligten jetzt hörbar differenzierter erklingen lässt und besser zu einer angriffslustigen Einheit bündelt, auf dass jeder Ton, der eure Ohren erreicht, wie ein Schlag mit dem Grabstein gegen diese ist!
"Bones To Harvest" ist aber nicht nur musikalisch ein modriger Leckerbissen, sondern macht auch optisch so einiges her, wodurch die Scheibe auch hier bestens präsentiert und abgerundet wird. Was gibt es zu sehen? Bei allen drei Tonträgertypen erwartet euch ein absolut genial gezeichneter S/W-Schädel inklusive eines Restes der Wirbelsäule von The Field Alchemist, dessen Detailreichtum wirklich beeindruckend. Ich auf alle Fälle bin wirklich davon beeindruckt :). Von Nägeln, Pfeilen und vor allem von einem Schwert durchbohrt, wirkt es durch die Perspektive fast so, als würde der Schädel vor Schmerzen aufschreien. Sehr cool. Wie soeben erwähnt, glänzt das Bild durch seine detaillierte Darstellung und es lohnt wahrlich, genauer hinzugucken. Dann erkennt ihr nämlich, dass aus dem Oberkiefer kein Siff heruntertropft, sondern dass viele Ketten, an denen Skelette hängen, zu sehen sind. Eines ist sogar in einem Käfig gefangen. Das Ganze macht echt Eindruck ud passt durch die Kombination aus Schroffheit und ausgearbeiteter Präsentation top zum Sound der Band. Genauso wie das Bandlogo von Grumor Graphics, das schön knöchern, scharfkantig und modrig aussieht. Cool ist auch die integrierte Knochenflöte, die nur darauf wartet, Totenmusik ertönen lassen zu können und eine Verbindung zum Death Metal knüpft. Bei der CD, die als schwarzes Digipack über Rotten Misery erscheint, wirken die Zeichnungen, das Bandlogo und der Albumtitel durch ihren weißen Untergrund so, als wären sie wie beim einem alten Fanzine per Cut + Paste aufgeklebt worden. Schöne Idee :). Auf der Hüllenrückseite gibt es neben der Tracklist noch ein paar gezeichnete Nägel von The Field Alchemist. Klappt ihr die Hülle auf, erscheint rechts die CD mit einer weiteren, ebenso geilen Schädelvariante als Aufdruck, die unterhalb der CD, wenn ihr sie entfernt, dann komplett zu sehen ist. Dieses Mal durch einen Harken aufgespießt, dient er nun als Heimstätte für allerlei Pflanzen, Spinnen und Würmer :). Gibt es übrigens als Shirtmotiv ;). Linksseitig befindet sich unter dem rostroten Booklet eine Nahaufnahme einer Schädeldecke. Diese gehört zu einem Ziegenbockschädel, der zusammen mit Knochen und Ketten immer wieder als S/W-Photographie im Booklet erscheint und echt geil rüberkommt. Geschossen von Aplysian Art, ebenso so das stimmungsvolle Bandphoto, in dem die Musiker nur unscharf im Hintergrund zu sehen sind, da Sense, Schädel und Knochen hier die Hauptrolle spielen. Im ansprechenden Booklet, Layout von T.W., gibt es neben den Photos, den Texten, den Credits und dem Bandlogo auch noch weitere passende The Field Alchimist-Zeichnungen. Das Magnetband, welches über lecker Kellerassel Records erschien, geht optisch mit dem Digipack und dessen Booklet konform. Es fehlen nur die die Ziegenschädelphotos und die zweite, gezeichnete Schädelvariante. Aber auch so ist die Aufmachung weiterhin geil und es gelang auch sehr gut, alles ins kleinere Format zu übertragen. Das auf 100 Stück limitiere knochenweiße Tape ist u.a. mit dem Bandlogo bedruckt und sieht echt klasse aus. Dazu liegt auch noch ein Bandlogobutton bei. Kann sein, dass das Tape schon ausverkauft ist. Müsst ihr mal gucken. Auf alle Fälle sind noch die LPs, veröffentlicht über Fucking Kill Records, erhältlich. Interessanterweise ist hier die Hülle weiß. Dadurch geht zwar der Cut + Paste-Charakter verloren, was aber gerade durch die Schädelzeichnung im Großformat locker ausgeglichen wird. Den Rundling an sich gibt es zu je 100 Exemplaren in Schwarz und einer sehr cool aussehenden schwarz-braunen Marmorierung. Edel. Es gibt übrigens auch noch eine sehr limitierte Testpressung mit roter Hülle. Die Hülle ist aus ordentlichem Karton und es gibt ein Insert. Wer das Label kennt, weiß, das hier alles in bester Qualität ist. Ihr habt also die Qual der Wahl, diesen Herzblut-Death Metal-Kracher jeweils in bester Herzblutqualität euer eigen nennen zu können :).
Gravehammer setzen mit ihrem ersten Longplayer "Bones To Harvest" ihre muSICKalische Tradition weiterhin fort und servieren euch düsteren, eitrigen, blasphemischen, intensiven und brutalen Old Skull Death Metal, der es in sich hat und alle Maniacs, denen nach rottigen und mitreißenden Friedhofsklängen ist, sofort in ihren Bann ziehen wird! Wer hier nicht ein gammeliges Ohr riskiert und sofort begeistert zuschlägt, ist selber Schuld.
Crush The Cenotaph... 9 Punkte!
Spielzeit: 45:03
Dann will ich euch mal nicht weiter auf die Folter spannen und euch näherbringen, was Arillus (Bass/Gesang), J.S. (Drums), T.W. (Gitarre) und M.B. (zusätzlicher Gesang/Texte/Akustikgitarre) so erschaffen haben, um die Sonne zu verdunkeln und jegliches Weihwasser in stinkende Kloaken zu verwandeln :). Es sei euch auch gleich gesagt, dass das hier ist kein Todesblei für Schöngeister ist, denn die Band nimmt den Spruch ihres Aufnähers "Death Metal- hässlich wie die Nacht" wörtlich und kredenzt uns wahrlich rottigen und sehr modrigen Todesblei der alten Schule :). Wer von euch diesen Musik geworden Nekropolenhorror noch nicht kennt, stellt sich am besten eine gottlose Mischung aus Incantation, den deutschen Poison, Morbid Angel, Sadistic Intent, der ersten Tiamat, Beherit, Blasphemy, Grotesque, Sadistik Exekution, early Asphyx (Crush The Cenotaph/Embrace The Death), Necrosanct, frühen Sarcófago und Bathory, Samael (bis zum Debüt), Cianide, Hellhammer, Kaamos, Sodoms "Obsessed By Cruelty", Molested, Funebrarum, Winter, Autopsy, ganz alten Sepultura, Excoriate, Carnage, Nihilist, Necrovore und Incubus "God Died On His Knees") vor und fängt erst mal tierisch an zu sabbern. Aber nicht nur dieser Auflistung wegen, denn das, was diese Ghoule, inklusive eines leichten punkigen Flairs, daraus brauen ist ein abartig stinkender Kadaverbrei, der nicht nur der illustren Friedhofsgesellschaft, und damit meine ich nicht die menschlichen Besucher, sehr munden wird! In der Ferne sehe ich nämlich schon einige Old Skull-Sickos, bestückt mit knöchernen Tellern und Besteck, dem herrlichen Gestank und den pechschwarzen Wolken, die aus dem Kessel der Verwesung wabern, folgen. "Bones To Harvest" ist aber auch wirklich ein herrlicher Brocken muSICK geworden, dessen Düsternis und Brutalität euch in einen wahren Rausch versetzen und eurer todesbleiernes Herz zum Rasen bringen wird :)! Diese Melange aus dämonenhafter Raserei, doomigen Momenten so schwer wie ein Grabstein, Akustikgitarrenparts und einem walzigen Groove, der einer Knochenmühle gleich alles zermalmt, ist wirklich beachtlich, packt euch vom ersten Ton an und schüttelt euch bis zum Ende heftig durch, denn die Intensität dieser derben Klumpen, die eine absolute Düsternis ausstrahlen, nimmt zu keinem Moment auf dieser Scheibe ab! Ermöglicht wird dies durch ein sehr gelungenes, mitreißendes, abwechslungsreiches und auf den Punkt gebrachtes Songwriting, welches mit dem pechschwarzen Herzblut der Band getränkt ist, das aus allen Poren ihrer Körper rinnt, während sich J.S., T.W., M.B. und Arillus voller Hingabe ihrem Metal ov Death hingeben!
Letzterer quält neben dem Bass auch noch seine Stimmbänder für die Band und das wahrlich gekonnt. Von einer blasphemischen Energie angetrieben, öffnet er seinen rottigen Schlund und entledigt sich seiner von Dämonen durchdrungenen und zersetzten Innereien durch herrlich abartiges, brutales und düsteres Gekotze, Gegrunze, Geröhre und Geschrei! Das Ganze geschieht mit einer beeindruckenden Heftigkeit, die trotz alledem recht akzentuiert klingt, auch wenn die einzelnen Wörter nicht komplett erkennbar sind. So speit er mit Wonne und sehr effektiv Gift und Galle in unsere geschundenen Gehörgänge. Dazwischen dringen immer wieder gequälte Schreie und Rufe, die ich jetzt mal M.B. zuordne, aus der Dunkelheit empor, die so klingen als sei ein in einer Gruft verirrter Mensch auf der aussichtslosen Suche nach einem Ausgang, wohl wissend, dass die einzige Befreiung nur der Tod durch die dort lebenden Kreaturen des Horrors sein wird. So entsenden sie mit Hall unterlegt sehr gelungene Texte, die weder plump noch klischeehaft wirken, über Qual, Pein, Folter, Horror, Wahnsinn, Zerfall, Verwesung, Macht und Tod in unsere Welt und lassen, in Kombination mit der muSICK, dabei eine bedrohliche, erschlagende und gnadenlose Stimmung entstehen, wie sie für Death Metal nicht passender sein könnte.
Arillus ist übrigens auch am Sound der Scheibe mit beteiligt, denn er hat die zwischen 2022 und 2023 in Schwerin und Kiel entstandenen Aufnahmen selber vollzogen und hat auch gleich noch das Engineering übernommen, bevor es zum Mixen und Mastern zu Alex Pojda ins Holodeck ging. Und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. Ich musste mich aber erst an die Produktion gewöhnen. Das lag aber am sehr häufigen Hören ihrer EP "Primordial Principles..." und daran, dass ich mir dachte, dass es vom Sound her nicht Besseres für die Songs geben könnte. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn "Bones To Harvest" dröhnt wirklich mächtig gewaltig aus den Boxen heraus und hüllt eure Umgebung sofort mit einem tiefschwarzen Pesthauch ein! Im Ganzen tönt die Produktion nicht mehr ganz so nach dumpfen Keller, dafür aber um einiges kompakter, erdiger, wuchtiger und kräftiger, ohne dabei auch weiterhin nur den geringsten Anschein zu machen, glattpoliert oder modern zu klingen und zu wollen :). Hier regiert der Old School-Spirit wirklich akkurat mit eitriger Faust, ohne altbacken oder kraftlos zu wirken und hat für mich was von einer Mischung aus den Cianide-Sachen und Excoriates "On Pestilent Winds..." :). Ein schön natürlicher, düsterer und bedrohlicher Sound voller Energie, der die einzelnen Kräfte der Beteiligten jetzt hörbar differenzierter erklingen lässt und besser zu einer angriffslustigen Einheit bündelt, auf dass jeder Ton, der eure Ohren erreicht, wie ein Schlag mit dem Grabstein gegen diese ist!
"Bones To Harvest" ist aber nicht nur musikalisch ein modriger Leckerbissen, sondern macht auch optisch so einiges her, wodurch die Scheibe auch hier bestens präsentiert und abgerundet wird. Was gibt es zu sehen? Bei allen drei Tonträgertypen erwartet euch ein absolut genial gezeichneter S/W-Schädel inklusive eines Restes der Wirbelsäule von The Field Alchemist, dessen Detailreichtum wirklich beeindruckend. Ich auf alle Fälle bin wirklich davon beeindruckt :). Von Nägeln, Pfeilen und vor allem von einem Schwert durchbohrt, wirkt es durch die Perspektive fast so, als würde der Schädel vor Schmerzen aufschreien. Sehr cool. Wie soeben erwähnt, glänzt das Bild durch seine detaillierte Darstellung und es lohnt wahrlich, genauer hinzugucken. Dann erkennt ihr nämlich, dass aus dem Oberkiefer kein Siff heruntertropft, sondern dass viele Ketten, an denen Skelette hängen, zu sehen sind. Eines ist sogar in einem Käfig gefangen. Das Ganze macht echt Eindruck ud passt durch die Kombination aus Schroffheit und ausgearbeiteter Präsentation top zum Sound der Band. Genauso wie das Bandlogo von Grumor Graphics, das schön knöchern, scharfkantig und modrig aussieht. Cool ist auch die integrierte Knochenflöte, die nur darauf wartet, Totenmusik ertönen lassen zu können und eine Verbindung zum Death Metal knüpft. Bei der CD, die als schwarzes Digipack über Rotten Misery erscheint, wirken die Zeichnungen, das Bandlogo und der Albumtitel durch ihren weißen Untergrund so, als wären sie wie beim einem alten Fanzine per Cut + Paste aufgeklebt worden. Schöne Idee :). Auf der Hüllenrückseite gibt es neben der Tracklist noch ein paar gezeichnete Nägel von The Field Alchemist. Klappt ihr die Hülle auf, erscheint rechts die CD mit einer weiteren, ebenso geilen Schädelvariante als Aufdruck, die unterhalb der CD, wenn ihr sie entfernt, dann komplett zu sehen ist. Dieses Mal durch einen Harken aufgespießt, dient er nun als Heimstätte für allerlei Pflanzen, Spinnen und Würmer :). Gibt es übrigens als Shirtmotiv ;). Linksseitig befindet sich unter dem rostroten Booklet eine Nahaufnahme einer Schädeldecke. Diese gehört zu einem Ziegenbockschädel, der zusammen mit Knochen und Ketten immer wieder als S/W-Photographie im Booklet erscheint und echt geil rüberkommt. Geschossen von Aplysian Art, ebenso so das stimmungsvolle Bandphoto, in dem die Musiker nur unscharf im Hintergrund zu sehen sind, da Sense, Schädel und Knochen hier die Hauptrolle spielen. Im ansprechenden Booklet, Layout von T.W., gibt es neben den Photos, den Texten, den Credits und dem Bandlogo auch noch weitere passende The Field Alchimist-Zeichnungen. Das Magnetband, welches über lecker Kellerassel Records erschien, geht optisch mit dem Digipack und dessen Booklet konform. Es fehlen nur die die Ziegenschädelphotos und die zweite, gezeichnete Schädelvariante. Aber auch so ist die Aufmachung weiterhin geil und es gelang auch sehr gut, alles ins kleinere Format zu übertragen. Das auf 100 Stück limitiere knochenweiße Tape ist u.a. mit dem Bandlogo bedruckt und sieht echt klasse aus. Dazu liegt auch noch ein Bandlogobutton bei. Kann sein, dass das Tape schon ausverkauft ist. Müsst ihr mal gucken. Auf alle Fälle sind noch die LPs, veröffentlicht über Fucking Kill Records, erhältlich. Interessanterweise ist hier die Hülle weiß. Dadurch geht zwar der Cut + Paste-Charakter verloren, was aber gerade durch die Schädelzeichnung im Großformat locker ausgeglichen wird. Den Rundling an sich gibt es zu je 100 Exemplaren in Schwarz und einer sehr cool aussehenden schwarz-braunen Marmorierung. Edel. Es gibt übrigens auch noch eine sehr limitierte Testpressung mit roter Hülle. Die Hülle ist aus ordentlichem Karton und es gibt ein Insert. Wer das Label kennt, weiß, das hier alles in bester Qualität ist. Ihr habt also die Qual der Wahl, diesen Herzblut-Death Metal-Kracher jeweils in bester Herzblutqualität euer eigen nennen zu können :).
Gravehammer setzen mit ihrem ersten Longplayer "Bones To Harvest" ihre muSICKalische Tradition weiterhin fort und servieren euch düsteren, eitrigen, blasphemischen, intensiven und brutalen Old Skull Death Metal, der es in sich hat und alle Maniacs, denen nach rottigen und mitreißenden Friedhofsklängen ist, sofort in ihren Bann ziehen wird! Wer hier nicht ein gammeliges Ohr riskiert und sofort begeistert zuschlägt, ist selber Schuld.
Crush The Cenotaph... 9 Punkte!
Spielzeit: 45:03
V.Ö.
01. Dezember 2023
Laufzeit
45:03
Tracklist
1. From Glory To Oblivion 04:08
2. Self-righteousness Breeds Torture 06:34
3. Relics Of A Dying Breed 02:29
4. Peace Above - Death Below 05:14
5. Nails To The Coffin Of Divinity And Grandeur 04:11
6. Triumphator 09:49
7. Immortal Penitence (Flagellanten) 04:14
8. The Stench Of Eternal Putrefaction 05:13
9. Via Dolorum 03:11
2. Self-righteousness Breeds Torture 06:34
3. Relics Of A Dying Breed 02:29
4. Peace Above - Death Below 05:14
5. Nails To The Coffin Of Divinity And Grandeur 04:11
6. Triumphator 09:49
7. Immortal Penitence (Flagellanten) 04:14
8. The Stench Of Eternal Putrefaction 05:13
9. Via Dolorum 03:11
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