Zum Hauptinhalt springen
Fear Connection

Fear Connection - Where Suffering Remains


So, Leute, dann kommen wir mal, Martin Quast und seinem Label Neckbreaker Records sei Dank, zu einer DER Neuentdeckungen des letzten Jahres für mich, nämlich der Bremer Formation Fear Connection, welche mich mit ihrem zweiten Longplayer „Where Suffering Remains“ wirklich total aus den Socken gehauen hat und mich bei jedem Anhören dieser Scheibe total begeistert. Aber bevor wir ins Eingemachte gehen, noch kurz ein paar Infos zur Band. 2016 von Rolf (Gesang), Naushad (Gitarre), Tim (Drums) und Chris (Bass, seit 2019 durch Sipo ersetzt) gegründet, haben Fear Connection seitdem die „Raging Terror“- EP (2018), den „Progeny Of A Social Disease“-Longplayer (2021), die „Where Evil Prevails“-EP (2024) und Ende November 2025 ihren zweite Scheibe veröffentlicht, die ich hier nun besprechen werde.

Nach einem düster-melodischen Intro, das einen schönen Spannungsbogen aufbaut, geht es dann gleich schon total geil los und es wächst ein breites Grinsen in meinem Gesicht. Das wird dann auch immer breiter und wird bis zum letzten Ton dieser Scheibe nicht mehr verschwinden, weil das hier zu Hörende einfach ein Knaller ist! Warum ich so begeistert bin? Ganz einfach: Fear Connection mixen hier auf betörende Art und Weise Old School Death, Melodic Death Metal, Bay Area Thrash, klassischen Crust und diesen geilen, eher düster-melodisch orientierten Crust im Stile von Tragedy miteinander und es entsteht ein Sound, der es wirklich in sich hat. Das alles hier ist echt einfach nur geil! Hört euch mal einen Song wie „The Cost“ an und ihr werdet nicht minder begeistert sein als ich selber, denn es ist so toll, was die Band aus diesem Mix kreiert hat. Eigentlich brauche ich gar keinen Song beispielhaft hervorheben, denn auf dieser Scheibe werden permanent Killerriffs und -rhythmen und wirklich tolle Melodien aus dem Ärmel gezaubert, dass es mir einfach nur ein wahre Freude ist, dieses Album anzuhören! Dieses Feuer, diese Intensität, diese Lebendigkeit und dieses Packende und Mitreißende was den Liedern auf dieser Scheibe innewohnt, ist einfach nur der Knaller! Mich spricht auch die emotional ergreifende Bandbreite ihrer Musik sehr an, denn hier regieren, wie vielleicht vermutet werden kann, nicht nur Wut und Hass. Diese sind hier reichlich vorhanden, aber da gibt es noch mehr. Melancholie, Frust, Verzweiflung und auch das Gefühl der Zuversicht, dass es wieder bergauf gehen kann. Eigentlich kann hier niemand still sitzen bleiben, denn zu treffsicher, dynamisch, wirkungsvoll, kompakt und auf den Punkt gebracht haben Fear Connection ihre Lieder komponiert. Das Schöne an der Sache ist auch, dass hier nichts konstruiert klingt und auf Teufel-komm-raus Stile miteinander vermischt werden sollen, denn alles klingt so ehrlich und geht so selbstverständlich ineinander über. Nichts ist aufgesetzt und es ist der Scheibe auch anzuhören, dass hier Menschen am Werk sind, die mit dem Herzen komponieren und keinerlei Kompromisse dabei eingehen wollen. Das ist natürlich ansteckend, genauso wie die unüberhörbare Spielfreude, die Naushad, Tim und Sipo hier an den Tag legen und mit der sie die nicht nur untereinander abwechslungsreichen Songs aufgenommen haben. Die Varianz auch innerhalb der Songs sorgt doch sehr dafür, dass das Anhören von „Where Suffering Remains“ immer spannend bleibt, ohne sich abzunutzen. Ich habe das mit Freude ausgiebig getestet. Übrigens befindet sich auf der CD noch die ebenso coole „Where Evil Prevails“-EP als Bonus. Feine Sache.

Gesanglich geht es auch so richtig energetisch zur Sache, denn Rolf ist bis in die Zehenspitzen motiviert und entlockt seinem Brustkorb und seinen Stimmenbändern gar herrliche Töne. Bevor ich diese genau beschreibe, gibt es aber erst einmal einen Exkurs zu den Texten, die mir gut gefallen. Die Punk-Affinität macht sich nämlich auch hier bemerkbar und so gibt es einen sozialkritischen Einschlag, der sich mit dem massiven Fehlverhalten von uns Menschen und den daraus folgenden Problemen für uns selber und den ganzen Planeten befasst, wie zum Beispiel Ausbeutung, Krieg/nukleare Bedrohung, Rassismus („Without Mercy“ von der EP), oder emotionale Pein. Einen Lichtblick gibt es aber, denn in „The Devil's Dance“ geht es darum, dass für uns in düsteren Zeiten Musik ein ein Kraftspender sein kann, um das alles durchzustehen. Tolle Sache, genauso wie es geschafft wurde, das alles in einen todesbleiernen Schreibstil zu überführen. Und nun kommen wir wieder zum Gesang. Neben der bereits erwähnten hohen Motivation hat Rolf nämlich auch eine Menge Wut im Bauch, welche natürlich raus will und so grunzt, röhrt, keift, schreit und pöbelt er sich durch die Texte, dass es ein wahres Vergnügen ist. Seine Stimme ist auch echt schön derbe, brutal, düster und kratzig, geht dabei aber auch recht differenziert zur Sache und die Intensität, die er dabei versprüht, steht der seiner Mitstreiter in nichts nach! Interessant finde ich auch, dass er meiner Meinung nach mit seinem stimmlichen Spektrum auch eine sehr gute Figur bei Crust-Bands wie E.N.T. oder Doom machen würde, was ja auch ganz gut zum oben beschriebenen musikalischen Mix der Band passt.

So ein Energiebündel möchte natürlich auch vom Sound her adäquat in Szene gesetzt werden, um all sein packendes Feuer lichterloh brennen lassen zu können. Und das ist auch absolut gelungen... ich sage nur Jörg Uken! Jawoll, Fear Connection sind ins Soundlogde Studio eingefahren, um ihre geile Komposition veredeln zu lassen und das Ergebnis kann sich wahrlich mehr als hören lassen. Ein wirklich sehr lebendiger, erdiger, knochentrockener, differenzierter und wuchtiger Gesamtsound ist der Ausgangspunkt für herrlich feurige und kratzige Gitarren, die akkurat geil schreddern, einen so richtig schön knarzenden und wummernden Bass und knallige Drums, die auch noch wirklich nach echtem Schlagzeug klingen. Ihr seht, Natürlichkeit wird hier groß geschrieben und darüber bin ich auch wirklich froh, denn ein moderner Allerweltssound hätte hier alles zunichte gemacht. Und mittendrin in dieser tollen Präsentation der Instrumente findet sich der sehr gut zu vernehmende Gesang wieder, der wie der Rest auch genug Raum zur wuchtigen Entfaltung erhalten hat. So entsteht ein wahrhaft knalliger Gesamtsound, bei dem keine Wünsche übrig bleiben werden. Jörg war übrigens auch schon auf der „Where Evil Prevails“-EP am Werk, weshalb auch hier nicht nur musikalisch, sondern auch vom Sound her alles bestens ist.

Dann kommen wir mal zum wirklich sehr geilen Artwork von Thomas „Necromaniac“ Westphal, der mit seinem unverkennbaren Zeichen-/Malstil mal wieder grandiose Arbeit abgeliefert hat und uns auf seine typische Art und Weise den Albumtitel und die Atmosphäre der Musik und der Texte darbietet. Im Mittelpunkt dieser Szenerie breitet eine von Zerfall und Krankheit geplagte Figur, bestückt mit einer an die katholische Kirche erinnernden Kopfbedeckung, gönnerhaft die Arme aus über einem Menschenmob aus Tod, Verwesung, Folter, Stacheldraht und Wahnsinn inmitten von Atommüll, Kruzifixen, Waffen und gekreuzigten Menschen mit Gasmasken, im Hintergrund Kirchenruinen und eine die Umwelt mit Abgasen verpestende Fabrik unter dem Inferno eines Bombenhagels! Ein wirklich apokalyptisches und eindringliches Bild voller interessanter und symbolischer Details. Mir gefällt auch sehr die Dynamik seines Malstils in Kombination mit den genutzten Farben. Aber damit nicht genug, denn das Cover verteilt sich auf zwei Seiten und der Weltuntergang mit Bergen im Hintergrund nimmt auch hier seinen verstörenden Lauf und ein Pfaffe hat sich dieses Mal direkt unter das rottige Volk gemischt und hat es wahrscheinlich auf den barbusigen Gasmaskenengel gegenüber abgesehen. Dominiert wird dieser Teil des Bildes durch einen bezahnten Schlund aus dem einem Atompilz gleich eine Rauchwolke aufsteigt und gequälte Menschen Opfer des Feuers werden, während ein Schädel Geld in die Menge kotzt! Das Ganze ist schon ein echt spannend gestalteter Hingucker, der mich irgendwie an eine Mischung aus Hieronymus Bosch, Death Metal-Siff und diesen Arbeitermassen-Bildern/Mosaiken aus dem sozialistischen Realismus erinnert. Knaller! Auf der Hüllenrückseite gibt es dann noch die Kombi aus Songtiteln und einem Teil des Artworks und auf der CD an sich findet sich auch was vom Cover wieder. Fragmente davon hat dann Naushad, der hier auch für Layout und Design zuständig ist, für das optisch sehr gelungene Booklet genutzt. Die in Schwarz, Grau und Weiß gehaltenen Ausschnitte dienen hier als Hintergrund der sehr gut lesbaren Texte. Letzteres ist auch wichtig, denn wer von uns möchte sich schon mit wie hier sehr gelungenen Texten beschäftigen, wenn angestrengte Augen die Folge wären? Dazu gibt es dann noch die Credits der Scheibe, eine kurze Info zu Bonus-EP, plus Texte, und ein cooles S/W-Bandphoto von Steffi Müller (sm.freistil-photo). Unterhalb der CD findet ihr im Hülleninlay übrigens noch das coole und düstere Artwork der „Where Evil Prevails“-EP. Schön, dass es auch noch untergebracht werden konnte, obwohl es optisch eher einen Kontrast zu „Where Suffering Remains“ ist. Wirklich geschickt gelöst. Vinyl gibt es natürlich auch und da es sich um eine Gatefold-LP handelt, könnt ihr euch auch hier das gesamte Artwork anschauen, was durch das größere Format sicherlich noch cooler rüberkommt. Im Inneren gibt es dann mit dem linken Teil des Covers als Hintergrund alle Texte und das Bandphoto zu bestaunen. Den Rundling an sich gibt es klassisch in Schwarz (100 Stück) und 200 mal in einer sehr hübschen orange-schwarzen Marmorierung.

Natürlich lässt Herr Quast sich mal wieder nicht lumpen und haut zum Release noch feines Merch heraus. Es gibt, jeweils als Shirt und Longsleeve, beide inklusive Rückendruck, zwei sehr coole Motive. Eines mit Motiven des Artworks und das zweite, welches genauso geil aussieht, orientiert sich am Text von „Final Impact“. Ihr habt also die Qual der Wahl, wenn ihr euch vor lauter Begeisterung beim Anhören der Scheibe nicht nur mit der CD oder der LP, sondern auch gleich mit Textilien versorgen wollt :).

Mit ihrem zweiten Longplayer „Where Suffering Remains“ haben die Bremer Fear Connection einen absoluten Kracher auf uns losgelassen, den ich euch nur empfehlen kann. Wer auf der Suche nach packenden, dramatischen und mitreißenden Songs ist, die sich ihre Kraft aus Old School Death Metal, Melodic Death Metal, Thrash und melodischem Crust beziehen, kommt an dieser über Neckbreaker Records veröffentlichten Scheibe definitiv nicht vorbei!
So, Leute, dann kommen wir mal, Martin Quast und seinem Label Neckbreaker Records sei Dank, zu einer DER Neuentdeckungen des letzten Jahres für mich, nämlich der Bremer Formation Fear Connection, welche mich mit ihrem zweiten Longplayer „Where Suffering Remains“ wirklich total aus den Socken gehauen hat und mich bei jedem Anhören dieser Scheibe total begeistert. Aber bevor wir ins Eingemachte gehen, noch kurz ein paar Infos zur Band. 2016 von Rolf (Gesang), Naushad (Gitarre), Tim (Drums) und Chris (Bass, seit 2019 durch Sipo ersetzt) gegründet, haben Fear Connection seitdem die „Raging Terror“- EP (2018), den „Progeny Of A Social Disease“-Longplayer (2021), die „Where Evil Prevails“-EP (2024) und Ende November 2025 ihren zweite Scheibe veröffentlicht, die ich hier nun besprechen werde.

Nach einem düster-melodischen Intro, das einen schönen Spannungsbogen aufbaut, geht es dann gleich schon total geil los und es wächst ein breites Grinsen in meinem Gesicht. Das wird dann auch immer breiter und wird bis zum letzten Ton dieser Scheibe nicht mehr verschwinden, weil das hier zu Hörende einfach ein Knaller ist! Warum ich so begeistert bin? Ganz einfach: Fear Connection mixen hier auf betörende Art und Weise Old School Death, Melodic Death Metal, Bay Area Thrash, klassischen Crust und diesen geilen, eher düster-melodisch orientierten Crust im Stile von Tragedy miteinander und es entsteht ein Sound, der es wirklich in sich hat. Das alles hier ist echt einfach nur geil! Hört euch mal einen Song wie „The Cost“ an und ihr werdet nicht minder begeistert sein als ich selber, denn es ist so toll, was die Band aus diesem Mix kreiert hat. Eigentlich brauche ich gar keinen Song beispielhaft hervorheben, denn auf dieser Scheibe werden permanent Killerriffs und -rhythmen und wirklich tolle Melodien aus dem Ärmel gezaubert, dass es mir einfach nur ein wahre Freude ist, dieses Album anzuhören! Dieses Feuer, diese Intensität, diese Lebendigkeit und dieses Packende und Mitreißende was den Liedern auf dieser Scheibe innewohnt, ist einfach nur der Knaller! Mich spricht auch die emotional ergreifende Bandbreite ihrer Musik sehr an, denn hier regieren, wie vielleicht vermutet werden kann, nicht nur Wut und Hass. Diese sind hier reichlich vorhanden, aber da gibt es noch mehr. Melancholie, Frust, Verzweiflung und auch das Gefühl der Zuversicht, dass es wieder bergauf gehen kann. Eigentlich kann hier niemand still sitzen bleiben, denn zu treffsicher, dynamisch, wirkungsvoll, kompakt und auf den Punkt gebracht haben Fear Connection ihre Lieder komponiert. Das Schöne an der Sache ist auch, dass hier nichts konstruiert klingt und auf Teufel-komm-raus Stile miteinander vermischt werden sollen, denn alles klingt so ehrlich und geht so selbstverständlich ineinander über. Nichts ist aufgesetzt und es ist der Scheibe auch anzuhören, dass hier Menschen am Werk sind, die mit dem Herzen komponieren und keinerlei Kompromisse dabei eingehen wollen. Das ist natürlich ansteckend, genauso wie die unüberhörbare Spielfreude, die Naushad, Tim und Sipo hier an den Tag legen und mit der sie die nicht nur untereinander abwechslungsreichen Songs aufgenommen haben. Die Varianz auch innerhalb der Songs sorgt doch sehr dafür, dass das Anhören von „Where Suffering Remains“ immer spannend bleibt, ohne sich abzunutzen. Ich habe das mit Freude ausgiebig getestet. Übrigens befindet sich auf der CD noch die ebenso coole „Where Evil Prevails“-EP als Bonus. Feine Sache.

Gesanglich geht es auch so richtig energetisch zur Sache, denn Rolf ist bis in die Zehenspitzen motiviert und entlockt seinem Brustkorb und seinen Stimmenbändern gar herrliche Töne. Bevor ich diese genau beschreibe, gibt es aber erst einmal einen Exkurs zu den Texten, die mir gut gefallen. Die Punk-Affinität macht sich nämlich auch hier bemerkbar und so gibt es einen sozialkritischen Einschlag, der sich mit dem massiven Fehlverhalten von uns Menschen und den daraus folgenden Problemen für uns selber und den ganzen Planeten befasst, wie zum Beispiel Ausbeutung, Krieg/nukleare Bedrohung, Rassismus („Without Mercy“ von der EP), oder emotionale Pein. Einen Lichtblick gibt es aber, denn in „The Devil's Dance“ geht es darum, dass für uns in düsteren Zeiten Musik ein ein Kraftspender sein kann, um das alles durchzustehen. Tolle Sache, genauso wie es geschafft wurde, das alles in einen todesbleiernen Schreibstil zu überführen. Und nun kommen wir wieder zum Gesang. Neben der bereits erwähnten hohen Motivation hat Rolf nämlich auch eine Menge Wut im Bauch, welche natürlich raus will und so grunzt, röhrt, keift, schreit und pöbelt er sich durch die Texte, dass es ein wahres Vergnügen ist. Seine Stimme ist auch echt schön derbe, brutal, düster und kratzig, geht dabei aber auch recht differenziert zur Sache und die Intensität, die er dabei versprüht, steht der seiner Mitstreiter in nichts nach! Interessant finde ich auch, dass er meiner Meinung nach mit seinem stimmlichen Spektrum auch eine sehr gute Figur bei Crust-Bands wie E.N.T. oder Doom machen würde, was ja auch ganz gut zum oben beschriebenen musikalischen Mix der Band passt.

So ein Energiebündel möchte natürlich auch vom Sound her adäquat in Szene gesetzt werden, um all sein packendes Feuer lichterloh brennen lassen zu können. Und das ist auch absolut gelungen... ich sage nur Jörg Uken! Jawoll, Fear Connection sind ins Soundlogde Studio eingefahren, um ihre geile Komposition veredeln zu lassen und das Ergebnis kann sich wahrlich mehr als hören lassen. Ein wirklich sehr lebendiger, erdiger, knochentrockener, differenzierter und wuchtiger Gesamtsound ist der Ausgangspunkt für herrlich feurige und kratzige Gitarren, die akkurat geil schreddern, einen so richtig schön knarzenden und wummernden Bass und knallige Drums, die auch noch wirklich nach echtem Schlagzeug klingen. Ihr seht, Natürlichkeit wird hier groß geschrieben und darüber bin ich auch wirklich froh, denn ein moderner Allerweltssound hätte hier alles zunichte gemacht. Und mittendrin in dieser tollen Präsentation der Instrumente findet sich der sehr gut zu vernehmende Gesang wieder, der wie der Rest auch genug Raum zur wuchtigen Entfaltung erhalten hat. So entsteht ein wahrhaft knalliger Gesamtsound, bei dem keine Wünsche übrig bleiben werden. Jörg war übrigens auch schon auf der „Where Evil Prevails“-EP am Werk, weshalb auch hier nicht nur musikalisch, sondern auch vom Sound her alles bestens ist.

Dann kommen wir mal zum wirklich sehr geilen Artwork von Thomas „Necromaniac“ Westphal, der mit seinem unverkennbaren Zeichen-/Malstil mal wieder grandiose Arbeit abgeliefert hat und uns auf seine typische Art und Weise den Albumtitel und die Atmosphäre der Musik und der Texte darbietet. Im Mittelpunkt dieser Szenerie breitet eine von Zerfall und Krankheit geplagte Figur, bestückt mit einer an die katholische Kirche erinnernden Kopfbedeckung, gönnerhaft die Arme aus über einem Menschenmob aus Tod, Verwesung, Folter, Stacheldraht und Wahnsinn inmitten von Atommüll, Kruzifixen, Waffen und gekreuzigten Menschen mit Gasmasken, im Hintergrund Kirchenruinen und eine die Umwelt mit Abgasen verpestende Fabrik unter dem Inferno eines Bombenhagels! Ein wirklich apokalyptisches und eindringliches Bild voller interessanter und symbolischer Details. Mir gefällt auch sehr die Dynamik seines Malstils in Kombination mit den genutzten Farben. Aber damit nicht genug, denn das Cover verteilt sich auf zwei Seiten und der Weltuntergang mit Bergen im Hintergrund nimmt auch hier seinen verstörenden Lauf und ein Pfaffe hat sich dieses Mal direkt unter das rottige Volk gemischt und hat es wahrscheinlich auf den barbusigen Gasmaskenengel gegenüber abgesehen. Dominiert wird dieser Teil des Bildes durch einen bezahnten Schlund aus dem einem Atompilz gleich eine Rauchwolke aufsteigt und gequälte Menschen Opfer des Feuers werden, während ein Schädel Geld in die Menge kotzt! Das Ganze ist schon ein echt spannend gestalteter Hingucker, der mich irgendwie an eine Mischung aus Hieronymus Bosch, Death Metal-Siff und diesen Arbeitermassen-Bildern/Mosaiken aus dem sozialistischen Realismus erinnert. Knaller! Auf der Hüllenrückseite gibt es dann noch die Kombi aus Songtiteln und einem Teil des Artworks und auf der CD an sich findet sich auch was vom Cover wieder. Fragmente davon hat dann Naushad, der hier auch für Layout und Design zuständig ist, für das optisch sehr gelungene Booklet genutzt. Die in Schwarz, Grau und Weiß gehaltenen Ausschnitte dienen hier als Hintergrund der sehr gut lesbaren Texte. Letzteres ist auch wichtig, denn wer von uns möchte sich schon mit wie hier sehr gelungenen Texten beschäftigen, wenn angestrengte Augen die Folge wären? Dazu gibt es dann noch die Credits der Scheibe, eine kurze Info zu Bonus-EP, plus Texte, und ein cooles S/W-Bandphoto von Steffi Müller (sm.freistil-photo). Unterhalb der CD findet ihr im Hülleninlay übrigens noch das coole und düstere Artwork der „Where Evil Prevails“-EP. Schön, dass es auch noch untergebracht werden konnte, obwohl es optisch eher einen Kontrast zu „Where Suffering Remains“ ist. Wirklich geschickt gelöst. Vinyl gibt es natürlich auch und da es sich um eine Gatefold-LP handelt, könnt ihr euch auch hier das gesamte Artwork anschauen, was durch das größere Format sicherlich noch cooler rüberkommt. Im Inneren gibt es dann mit dem linken Teil des Covers als Hintergrund alle Texte und das Bandphoto zu bestaunen. Den Rundling an sich gibt es klassisch in Schwarz (100 Stück) und 200 mal in einer sehr hübschen orange-schwarzen Marmorierung.

Natürlich lässt Herr Quast sich mal wieder nicht lumpen und haut zum Release noch feines Merch heraus. Es gibt, jeweils als Shirt und Longsleeve, beide inklusive Rückendruck, zwei sehr coole Motive. Eines mit Motiven des Artworks und das zweite, welches genauso geil aussieht, orientiert sich am Text von „Final Impact“. Ihr habt also die Qual der Wahl, wenn ihr euch vor lauter Begeisterung beim Anhören der Scheibe nicht nur mit der CD oder der LP, sondern auch gleich mit Textilien versorgen wollt :).

Mit ihrem zweiten Longplayer „Where Suffering Remains“ haben die Bremer Fear Connection einen absoluten Kracher auf uns losgelassen, den ich euch nur empfehlen kann. Wer auf der Suche nach packenden, dramatischen und mitreißenden Songs ist, die sich ihre Kraft aus Old School Death Metal, Melodic Death Metal, Thrash und melodischem Crust beziehen, kommt an dieser über Neckbreaker Records veröffentlichten Scheibe definitiv nicht vorbei!

V.Ö.
21. November 2025
Laufzeit
52:13
Tracklist
1. Invocation 01:05
2. Purgatory 04:14
3. Final Impact 04:27
4. The Cost 04:23
5. The Devil’s Dance 04:30
6. Human Greed Tragedy 04:52
7. The Flesh Of The Earth 04:12
8. Suicide 04:58
9. Where Suffering Remains 02:40
10. Isolation 03:26

Bonustracks: „Where Evil Prevails“-EP

11. Where Evil Prevails 05:12
12. Without Mercy 03:49
13. Killing Process 04:25
Line Up
Naushad (Gitarre)
Tim (Drums)
Rolf (Gesang)
Sipo (Bass)
9.5
10

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?