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Ekpyrosis - All You Can Eat


Hotel666 Redaktion

07. Januar 2009

Seit beachtlichen zwei Dekaden mischen die Österreicher von EKPYROSIS bereits im Musikgeschäft mit. An Erfahrung sollte es daher wohl kaum mangeln und an spielerischem Können auch nicht – eine Band wie die von mir heiß geliebten TOTENMOND, die nach 20 Jahren immer noch rohestes Gerumpel abliefert ist schließlich eine ziemliche Ausnahme.

Und mit jener Krachkapelle haben EKPYROSIS auch in der Tat rein gar nichts gemein, denn das Doppelalbum „All You Can Eat“ bietet dann doch eher progressiv angehauchten Metal, der in Sachen Härtegrad oftmals eher in Richtung Hardrock tendiert. Daran ist grundsätzlich überhaupt nichts auszusetzen und tatsächlich wissen EKPYROSIS mit ihren vielfältigen Melodien, Tempowechseln und exzentrischen Keyboardsalven durchaus ganz gut zu gefallen. Wer jetzt auf das große ABER wartet wird von meiner Seite jedoch nicht enttäuscht werden, denn „All You Can Eat“ hat leider auch eine beachtliche Anzahl Schwächen. Die größte davon ist nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, der recht schwache Sound der Scheibe und auch nicht die offensichtliche Absicht, die Stücke kurz und ohrwurmig zu gestalten. Nein, das fette ABER auf diesem Werk ist der Gesang, den sich Basser Thomas und Gitarrist Christian teilen, gelegentlich unterstützt vom zweiten Saitenhexer Mario. Denn obwohl die ganze Zeit klar ist, dass leidenschaftlicher, rauher und gleichzeitig melodischer Rockgesang das erklärte Ziel der Herren ist, so geht dies leider von vorne bis hinten daneben. Warum? Ganz einfach, so etwas muss man wirklich können. Und Leute, die das wirklich können, sind selten. Ich kann es nicht, Du kannst es vermutlich auch nicht und ganz sicher kann es niemand bei EKPYROSIS. Erschwerend hinzu kommen dann noch ziemlich ausgenudelte und beliebige Gesangslinien.

Das ist vor allem vor dem Hintergrund schade, dass die Österreicher etliche musikalisch gut gelungene Nummern im Gepäck haben und man ihnen in technischer Hinsicht ebenfalls nicht an den Karren pissen kann. Das ärgert mich nicht zu knapp, denn der Gedanke daran, was Stücke wie „Neuralgia“, „Yellow Eyes“ und „Addicted“ hätten werden können, lässt mich einfach nicht los. Da indes die Umsetzung der Vocals jedes Stück herunterzieht ist „All You Can Eat“ leider absolut keine Delikatesse geworden. Kaiserschmarrn mit Senf und Ketchup, wenn man so will. Das macht im Endeffekt doch ziemlich schnell satt.
Seit beachtlichen zwei Dekaden mischen die Österreicher von EKPYROSIS bereits im Musikgeschäft mit. An Erfahrung sollte es daher wohl kaum mangeln und an spielerischem Können auch nicht – eine Band wie die von mir heiß geliebten TOTENMOND, die nach 20 Jahren immer noch rohestes Gerumpel abliefert ist schließlich eine ziemliche Ausnahme.

Und mit jener Krachkapelle haben EKPYROSIS auch in der Tat rein gar nichts gemein, denn das Doppelalbum „All You Can Eat“ bietet dann doch eher progressiv angehauchten Metal, der in Sachen Härtegrad oftmals eher in Richtung Hardrock tendiert. Daran ist grundsätzlich überhaupt nichts auszusetzen und tatsächlich wissen EKPYROSIS mit ihren vielfältigen Melodien, Tempowechseln und exzentrischen Keyboardsalven durchaus ganz gut zu gefallen. Wer jetzt auf das große ABER wartet wird von meiner Seite jedoch nicht enttäuscht werden, denn „All You Can Eat“ hat leider auch eine beachtliche Anzahl Schwächen. Die größte davon ist nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, der recht schwache Sound der Scheibe und auch nicht die offensichtliche Absicht, die Stücke kurz und ohrwurmig zu gestalten. Nein, das fette ABER auf diesem Werk ist der Gesang, den sich Basser Thomas und Gitarrist Christian teilen, gelegentlich unterstützt vom zweiten Saitenhexer Mario. Denn obwohl die ganze Zeit klar ist, dass leidenschaftlicher, rauher und gleichzeitig melodischer Rockgesang das erklärte Ziel der Herren ist, so geht dies leider von vorne bis hinten daneben. Warum? Ganz einfach, so etwas muss man wirklich können. Und Leute, die das wirklich können, sind selten. Ich kann es nicht, Du kannst es vermutlich auch nicht und ganz sicher kann es niemand bei EKPYROSIS. Erschwerend hinzu kommen dann noch ziemlich ausgenudelte und beliebige Gesangslinien.

Das ist vor allem vor dem Hintergrund schade, dass die Österreicher etliche musikalisch gut gelungene Nummern im Gepäck haben und man ihnen in technischer Hinsicht ebenfalls nicht an den Karren pissen kann. Das ärgert mich nicht zu knapp, denn der Gedanke daran, was Stücke wie „Neuralgia“, „Yellow Eyes“ und „Addicted“ hätten werden können, lässt mich einfach nicht los. Da indes die Umsetzung der Vocals jedes Stück herunterzieht ist „All You Can Eat“ leider absolut keine Delikatesse geworden. Kaiserschmarrn mit Senf und Ketchup, wenn man so will. Das macht im Endeffekt doch ziemlich schnell satt.

Label
V.Ö.
18. Oktober 2008
Laufzeit
82

5
10

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