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Distance Call - Distance Call


Hotel666 Redaktion

15. Dezember 2011

In Zeiten von Telefon-Einheitstarifen ist natürlich ein Bandname wie DISTANCE CALL nichts, was besonders nahe läge. Okay, das hat auch andere schon nicht abgehalten, LONG DISTANCE CALLING zum Beispiel. Aber wer heute Anfang 20 ist, weiß möglicherweise nicht mehr, was ein Ortsgespräch von einem Ferngespräch unterscheidet.

Nicht, dass das jetzt weiter tragisch wäre – und außerdem gebe ich gerne zu, dass mir in Sachen Einleitung schon weit bessere Ideen gekommen sind. Wobei die Sache mit dem Anachronismus irgendwie schon wieder zu DISTANCE CALLs gleichnamigem Album passt, denn der hier gebotene Hard Rock mit gelegentlicher Metal-Kante verweist konsequent auf Genre-Urgesteine wie DOKKEN, WHITESNAKE oder die ersten Gehversuche von JUDAS PRIEST. Keine schlechten Referenzen, sollte man meinen. Jein. Denn einerseits muss man der Band um Sängerin Korry Schadwell zugute halten, dass sie sowohl die Hard Rock-Spielregeln als auch ihre Instrumente beherrschen. Andererseits, und das ist DISTANCE CALLs größtes Manko, findet sich hier nahezu nichts, was man nicht anderswo schon überzeugender gehört hätte. Meistens fehlt hier einfach der Schwung, der Biss, der Dreck.

Ein Stück weit hat das natürlich auch mit persönlichen Vorlieben zu tun – der große Hard Rock Freund bin ich nie gewesen und werde es vermutlich auch nicht mehr. Das Genre als solches, beziehungsweise was ich davon kenne, ist mir insgesamt zu vorhersehbar und bieder – und genau dieses Problem habe ich auch mit „Distance Call“, ob es nun um treibende Rocksongs wie „Ray Of Light“ oder die selbstredend unvermeidliche Balladen vom Schlage „First Kiss“ geht.
In Zeiten von Telefon-Einheitstarifen ist natürlich ein Bandname wie DISTANCE CALL nichts, was besonders nahe läge. Okay, das hat auch andere schon nicht abgehalten, LONG DISTANCE CALLING zum Beispiel. Aber wer heute Anfang 20 ist, weiß möglicherweise nicht mehr, was ein Ortsgespräch von einem Ferngespräch unterscheidet.

Nicht, dass das jetzt weiter tragisch wäre – und außerdem gebe ich gerne zu, dass mir in Sachen Einleitung schon weit bessere Ideen gekommen sind. Wobei die Sache mit dem Anachronismus irgendwie schon wieder zu DISTANCE CALLs gleichnamigem Album passt, denn der hier gebotene Hard Rock mit gelegentlicher Metal-Kante verweist konsequent auf Genre-Urgesteine wie DOKKEN, WHITESNAKE oder die ersten Gehversuche von JUDAS PRIEST. Keine schlechten Referenzen, sollte man meinen. Jein. Denn einerseits muss man der Band um Sängerin Korry Schadwell zugute halten, dass sie sowohl die Hard Rock-Spielregeln als auch ihre Instrumente beherrschen. Andererseits, und das ist DISTANCE CALLs größtes Manko, findet sich hier nahezu nichts, was man nicht anderswo schon überzeugender gehört hätte. Meistens fehlt hier einfach der Schwung, der Biss, der Dreck.

Ein Stück weit hat das natürlich auch mit persönlichen Vorlieben zu tun – der große Hard Rock Freund bin ich nie gewesen und werde es vermutlich auch nicht mehr. Das Genre als solches, beziehungsweise was ich davon kenne, ist mir insgesamt zu vorhersehbar und bieder – und genau dieses Problem habe ich auch mit „Distance Call“, ob es nun um treibende Rocksongs wie „Ray Of Light“ oder die selbstredend unvermeidliche Balladen vom Schlage „First Kiss“ geht.

V.Ö.
07. Oktober 2011
Laufzeit
51:55

5
10

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