Dissecdead - Sunset Slaughter Blues
„But the HM2-saw... the HM2-saw is family!“ heißt es bei den Death Metal-Freaks von Dissecdead endlich wieder, denn nach ihrem letzten sehr geilen Longplayer „...Of Arcane Tombfields“, welcher immerhin schon von 2019 ist, gab es letztes Jahr ein neues Lebenszeichen im Form einer EP, erneut DIY, namens „Sunset Slaughter Blues“. Alleine der Titel war damals schon sehr vielversprechend und da seit dem Release schon einige Zeit durch den Styx floß, will ich euch auch nicht weiter auf die Folter spannen und kundtun, was Marco Pecher (Gesang), Rick Zander (Gitarre), Oliver Reimer (Gitarre), Christian Dechow (Bass) und Sven Martinek (Drums) so auf uns nimmersatte Maniacs losgelassen haben.
Vier neue Kadaver plus eine Neuaufnahme eines Songs ihres Erstlings „The Ancient Fortress“, werden uns hier in einer modrigen und stinkigen Ecke eines schon lange verlassenen Schlachthofs angeboten und es bedarf keiner Scheu, diesen glitschigen Leichensack von der im Schatten kaum erkennbaren Person anzunehmen, denn ihr werdet es absolut nicht bereuen! Wie es sich gehört werden wir mit den lieblichen Klängen einer Kettensäge eingeladen, uns die kommenden knapp 23 Minuten akustisch verwöhnen zu lassen. Wer von euch die immerhin schon seit 2011 existierenden Dissecdead und ihre bisherigen Scheiben noch nicht kennt, wird schon an meiner Einleitung auf den ersten Blick erkannt haben, wes Geistes Kind diese Herren sind, es sofort hören und euch Svenska Dödsmetall-Goremets zugleich sehr ansprechen. Die Band ist ja schon seit jeher ein Garant für sehr geile muSICK und das ist auf „Sunset Slaughter Blues“ auch weiterhin der Fall :). Als Orientierung was euch so erwartet, werfe ich mal Bands Grave, Carnage/Dismember, Nihilist/early Entombed, Crematory, Traumatic, Excruciate oder auch Utumno auf den nächtlichen Friedhof. Und ihr könnt euch freuen, denn Dissecdead begehen hier keine Leichenschändung oder Grabraub, denn viel eher laben sie sich an diesen Herrlichkeiten und erschaffen dadurch gestärkt ihren eigenen vertonten Horror, welcher echt überzeugend aus den Boxen zimmert. Am liebsten bewegt sich die Band zwischen fettem und walzigem Groove, straightem Uptempo oder akkuratem Geballer und es ist auch sehr zu hören, dass hier kein Frischfleisch musiziert und komponiert, sondern die Körper der Musikanten schon länger dem Zerfall und dem Madenfraß ausgesetzt sind und alles schon zäh die Knochen runterglitscht. Das variable und überzeugende Songwriting ist wirklich gut und straff auf den Punkt gebracht, aber auch gleichzeitig verspielt, ohne den Fluss des Leichenwassers dabei zu stören. Achtet mal auf das ausgearbeitete Gitarrenspiel, welches sich auch in diesen wirklich geilen Gitarrensoli äußert oder das variable und immer songdienliche Drumming. Klasse. Generell gehen Oliver, Rick, Christian und Sven äußerst motiviert und vor allem passioniert an die Sache heran, was diesem brutal-brachialen, atmosphärisch dichten und düsteren Release, welcher auch nicht mit packenden Melodien, vor allem bei den Soli geizt, total anzuhören ist. Die Qualität von „Sunset Slaughter Blues“ ist echt nicht zu verachten und ich finde ja eh, dass die Band um einiges bekannter sein müsste, denn ihr famoser Todesblei der alten Schwedenschule ist voller Herzblut und wirklich top!
Die Texte sind, wie es die Titel schon verraten, so richtig schön gory, Death Metal pur und absolut passend zu diesem akustischen Fleisch. Und natürlich wird das Ganze von Marco abermals mit absolut derbem Gegrunze, Gekotze und Gewürge intoniert, dass es ein wahre Freude ist, seinen Vokillz zuzuhören. Diese stehen in ihrer Heftigkeit und Brutalität der muSICK wirklich in nichts nach und genau wie seine Mitstreiter gibt er alles, damit sein Anteil an diesem Release genauso morbide, intensiv und mitreißend ist und so geiler Todesblei entsteht, der euch Sickos in Freude versetzen wird. Dafür opfert er auch sehr gerne sein Gedärm und seine Lunge, die bei dem Druck, welchen sein Gesang erzeugt, einfach nur aus ihm herausplatzen! Aber das ist es ihm wert! Bassist Christian unterstützt ihn auch wieder mit fiesem und kratzigem Gekeife, welches sich gerne dazugesellt, wenn Marco gerade seine Gedärme auswürgt und in der Kombi schön garstig wirkt.
Roh, aber differenziert zugleich bearbeitet permanent und wuchtig eine Faust euer Gesicht und nachdem ihr auf dem Boden aufgeschlagen seid, steht ihr mit matschiger Visage wieder auf und applaudiert, da die DIY-Produktion von „Sunset Slaughter Blues“ echt gelungen ist. Mir gefällt es sehr gut, wie einerseits die derbe und brutale Komponente ihrer Songs eingefangen wurde, aber auch gleichzeitig in dieser Brutaloattacke die Feinheiten des Gitarrenspiels gut zu hören sind und dass die Gitarren nach HM2 pur klingen, brauche ich ja eigentlich nicht mehr erwähnen, hehe. Dieser kratzige und fette Knarz in den Saiteninstrumenten, auch beim gut zu vernehmenden Bass, ist wahrlich mal wieder ein Genuss und ich werde wohl niemals genug von diesem Sound bekommen. Eher friert die Hölle zu, jawoll! Und so walzen euch die Gitarren und der Bass gnadenlos nieder, während euch die Drums mit ihrem ungekünstelten Sound durchrüttelt und aus der Mitte dieser soundtechnischen Wuchtigkeit der Gesang ins Jenseits röhrt. Die feurige und intensive Produktion an sich klingt auch nie überladen, sondern erinnert eher an einen sehr gut abgemischten, natürlichen und erdigen Livesound und macht wirklich Laune. Zum Abschluss muss ich noch diesen so für Dissecdead typischen Sound der Gitarrensoli erwähnen, da dieser mich immer an die „Indescent & Obscene“ erinnert. Ich liebe es einfach :).
Passend zum Titel der EP und zum gleichnamigen Song wurde das Digipack mit einem coolen Cover versehen, welches es übrigens auch als Shirt gibt. Gebettet in einen idyllischen Sonnenuntergang macht sich der Kettensägenmörder mal wieder auf, es liegen bereits schon einige Schädel herum, um sein Opfer durch die Mangroven zu jagen, nachdem es sich voller Hoffnung dem beleuchteten Haus am Flussufer zugewandt hat. Aber Rettung sollte es dort nicht geben, sondern nur der Beginn seines Endes. Die Kombination aus den rot-gelb-orangenen Farbtönen der Sonne, des Himmels und der Reflektion im Wasser mit dem dunklerem Rest (Haus und Bäume) sorgt auf alle Fälle für reichlich Stimmung, wobei Mittelpunkt der Jäger und die Gejagte stehen. Ich finde das Artwork echt gelungen und mir gefällt auch der Malstil sehr, der einerseits schroff wirkt, aber auch gleichzeitig detailreich ist. Dazu noch das Bandlogo in den passenden Farben und fertig ist das für mich sehr ansprechende Artwork. Auf der Rückseite des Digipacks findet ihr neben Logo und den Songtiteln noch eine Livecollage der Band. Ein weiteres Bandphoto befindet sich stimmig in Szene gesetzt auf der Innenseite unter dem Booklet und in bester gesundheitlicher Verfassung als Illustrationen auf der CD an sich. Unterhalb der CD-Halterung könnt ihr auch noch die vorherigen Werke der Band erblicken, falls ihr nach dem Kauf dieser Scheibe noch weiteren Stoff braucht, wovon ich ausgehe :). Das Booklet an sich hat neben den Credits und den Texten noch jeweils Bilder zum zugehörigen Text und ein, ich nenne es mal eigenes Cover. Ich finde die Bilder wirklich passend, stimmig und ansprechend und muss ehrlich sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass sie KI sind. Fiel mir erst auf, als ich gucken wollte, wer die Zeichnungen gemacht hat. KI ist im Kreativbereich natürlich nicht unumstritten, aber ich denke mal, dass es gerade für kleinere Bands ohne Label im Rücken doch eine Option ist, dadurch cool aussehende Ergebnisse zu erhalten, die hier auf den Texten basieren und eine düstere und morbide Atmosphäre verbreiten. Mir persönlich gefällt es jedenfalls und rundet zusammen mit dem Artwork die EP optisch sehr gut ab. Wenn ihr die CD und/oder das Shirt wollt, könnt ihr der Band gerne direkt schreiben oder bei einem ihrer Konzerte fündig werden.
Mit ihrer aktuellen EP „Sunset Slaughter Blues“ beschreiten die Old School-Sickos von Dissecdead weiterhin voller Inbrunst und Hingabe den linkshändigen Pfad und servieren uns damit einen fetten HM2-Rundumschlag, der für euch Maniacs ein gefundenes Fressen sein dürfte, denn dieser ranzige Leichenberg schmeckt wahrlich formidabel. Ich kann euch diese Dödsmetall-Prachtmade wirklich nur allerwärmstens empfehlen.
Vier neue Kadaver plus eine Neuaufnahme eines Songs ihres Erstlings „The Ancient Fortress“, werden uns hier in einer modrigen und stinkigen Ecke eines schon lange verlassenen Schlachthofs angeboten und es bedarf keiner Scheu, diesen glitschigen Leichensack von der im Schatten kaum erkennbaren Person anzunehmen, denn ihr werdet es absolut nicht bereuen! Wie es sich gehört werden wir mit den lieblichen Klängen einer Kettensäge eingeladen, uns die kommenden knapp 23 Minuten akustisch verwöhnen zu lassen. Wer von euch die immerhin schon seit 2011 existierenden Dissecdead und ihre bisherigen Scheiben noch nicht kennt, wird schon an meiner Einleitung auf den ersten Blick erkannt haben, wes Geistes Kind diese Herren sind, es sofort hören und euch Svenska Dödsmetall-Goremets zugleich sehr ansprechen. Die Band ist ja schon seit jeher ein Garant für sehr geile muSICK und das ist auf „Sunset Slaughter Blues“ auch weiterhin der Fall :). Als Orientierung was euch so erwartet, werfe ich mal Bands Grave, Carnage/Dismember, Nihilist/early Entombed, Crematory, Traumatic, Excruciate oder auch Utumno auf den nächtlichen Friedhof. Und ihr könnt euch freuen, denn Dissecdead begehen hier keine Leichenschändung oder Grabraub, denn viel eher laben sie sich an diesen Herrlichkeiten und erschaffen dadurch gestärkt ihren eigenen vertonten Horror, welcher echt überzeugend aus den Boxen zimmert. Am liebsten bewegt sich die Band zwischen fettem und walzigem Groove, straightem Uptempo oder akkuratem Geballer und es ist auch sehr zu hören, dass hier kein Frischfleisch musiziert und komponiert, sondern die Körper der Musikanten schon länger dem Zerfall und dem Madenfraß ausgesetzt sind und alles schon zäh die Knochen runterglitscht. Das variable und überzeugende Songwriting ist wirklich gut und straff auf den Punkt gebracht, aber auch gleichzeitig verspielt, ohne den Fluss des Leichenwassers dabei zu stören. Achtet mal auf das ausgearbeitete Gitarrenspiel, welches sich auch in diesen wirklich geilen Gitarrensoli äußert oder das variable und immer songdienliche Drumming. Klasse. Generell gehen Oliver, Rick, Christian und Sven äußerst motiviert und vor allem passioniert an die Sache heran, was diesem brutal-brachialen, atmosphärisch dichten und düsteren Release, welcher auch nicht mit packenden Melodien, vor allem bei den Soli geizt, total anzuhören ist. Die Qualität von „Sunset Slaughter Blues“ ist echt nicht zu verachten und ich finde ja eh, dass die Band um einiges bekannter sein müsste, denn ihr famoser Todesblei der alten Schwedenschule ist voller Herzblut und wirklich top!
Die Texte sind, wie es die Titel schon verraten, so richtig schön gory, Death Metal pur und absolut passend zu diesem akustischen Fleisch. Und natürlich wird das Ganze von Marco abermals mit absolut derbem Gegrunze, Gekotze und Gewürge intoniert, dass es ein wahre Freude ist, seinen Vokillz zuzuhören. Diese stehen in ihrer Heftigkeit und Brutalität der muSICK wirklich in nichts nach und genau wie seine Mitstreiter gibt er alles, damit sein Anteil an diesem Release genauso morbide, intensiv und mitreißend ist und so geiler Todesblei entsteht, der euch Sickos in Freude versetzen wird. Dafür opfert er auch sehr gerne sein Gedärm und seine Lunge, die bei dem Druck, welchen sein Gesang erzeugt, einfach nur aus ihm herausplatzen! Aber das ist es ihm wert! Bassist Christian unterstützt ihn auch wieder mit fiesem und kratzigem Gekeife, welches sich gerne dazugesellt, wenn Marco gerade seine Gedärme auswürgt und in der Kombi schön garstig wirkt.
Roh, aber differenziert zugleich bearbeitet permanent und wuchtig eine Faust euer Gesicht und nachdem ihr auf dem Boden aufgeschlagen seid, steht ihr mit matschiger Visage wieder auf und applaudiert, da die DIY-Produktion von „Sunset Slaughter Blues“ echt gelungen ist. Mir gefällt es sehr gut, wie einerseits die derbe und brutale Komponente ihrer Songs eingefangen wurde, aber auch gleichzeitig in dieser Brutaloattacke die Feinheiten des Gitarrenspiels gut zu hören sind und dass die Gitarren nach HM2 pur klingen, brauche ich ja eigentlich nicht mehr erwähnen, hehe. Dieser kratzige und fette Knarz in den Saiteninstrumenten, auch beim gut zu vernehmenden Bass, ist wahrlich mal wieder ein Genuss und ich werde wohl niemals genug von diesem Sound bekommen. Eher friert die Hölle zu, jawoll! Und so walzen euch die Gitarren und der Bass gnadenlos nieder, während euch die Drums mit ihrem ungekünstelten Sound durchrüttelt und aus der Mitte dieser soundtechnischen Wuchtigkeit der Gesang ins Jenseits röhrt. Die feurige und intensive Produktion an sich klingt auch nie überladen, sondern erinnert eher an einen sehr gut abgemischten, natürlichen und erdigen Livesound und macht wirklich Laune. Zum Abschluss muss ich noch diesen so für Dissecdead typischen Sound der Gitarrensoli erwähnen, da dieser mich immer an die „Indescent & Obscene“ erinnert. Ich liebe es einfach :).
Passend zum Titel der EP und zum gleichnamigen Song wurde das Digipack mit einem coolen Cover versehen, welches es übrigens auch als Shirt gibt. Gebettet in einen idyllischen Sonnenuntergang macht sich der Kettensägenmörder mal wieder auf, es liegen bereits schon einige Schädel herum, um sein Opfer durch die Mangroven zu jagen, nachdem es sich voller Hoffnung dem beleuchteten Haus am Flussufer zugewandt hat. Aber Rettung sollte es dort nicht geben, sondern nur der Beginn seines Endes. Die Kombination aus den rot-gelb-orangenen Farbtönen der Sonne, des Himmels und der Reflektion im Wasser mit dem dunklerem Rest (Haus und Bäume) sorgt auf alle Fälle für reichlich Stimmung, wobei Mittelpunkt der Jäger und die Gejagte stehen. Ich finde das Artwork echt gelungen und mir gefällt auch der Malstil sehr, der einerseits schroff wirkt, aber auch gleichzeitig detailreich ist. Dazu noch das Bandlogo in den passenden Farben und fertig ist das für mich sehr ansprechende Artwork. Auf der Rückseite des Digipacks findet ihr neben Logo und den Songtiteln noch eine Livecollage der Band. Ein weiteres Bandphoto befindet sich stimmig in Szene gesetzt auf der Innenseite unter dem Booklet und in bester gesundheitlicher Verfassung als Illustrationen auf der CD an sich. Unterhalb der CD-Halterung könnt ihr auch noch die vorherigen Werke der Band erblicken, falls ihr nach dem Kauf dieser Scheibe noch weiteren Stoff braucht, wovon ich ausgehe :). Das Booklet an sich hat neben den Credits und den Texten noch jeweils Bilder zum zugehörigen Text und ein, ich nenne es mal eigenes Cover. Ich finde die Bilder wirklich passend, stimmig und ansprechend und muss ehrlich sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass sie KI sind. Fiel mir erst auf, als ich gucken wollte, wer die Zeichnungen gemacht hat. KI ist im Kreativbereich natürlich nicht unumstritten, aber ich denke mal, dass es gerade für kleinere Bands ohne Label im Rücken doch eine Option ist, dadurch cool aussehende Ergebnisse zu erhalten, die hier auf den Texten basieren und eine düstere und morbide Atmosphäre verbreiten. Mir persönlich gefällt es jedenfalls und rundet zusammen mit dem Artwork die EP optisch sehr gut ab. Wenn ihr die CD und/oder das Shirt wollt, könnt ihr der Band gerne direkt schreiben oder bei einem ihrer Konzerte fündig werden.
Mit ihrer aktuellen EP „Sunset Slaughter Blues“ beschreiten die Old School-Sickos von Dissecdead weiterhin voller Inbrunst und Hingabe den linkshändigen Pfad und servieren uns damit einen fetten HM2-Rundumschlag, der für euch Maniacs ein gefundenes Fressen sein dürfte, denn dieser ranzige Leichenberg schmeckt wahrlich formidabel. Ich kann euch diese Dödsmetall-Prachtmade wirklich nur allerwärmstens empfehlen.
„But the HM2-saw... the HM2-saw is family!“ heißt es bei den Death Metal-Freaks von Dissecdead endlich wieder, denn nach ihrem letzten sehr geilen Longplayer „...Of Arcane Tombfields“, welcher immerhin schon von 2019 ist, gab es letztes Jahr ein neues Lebenszeichen im Form einer EP, erneut DIY, namens „Sunset Slaughter Blues“. Alleine der Titel war damals schon sehr vielversprechend und da seit dem Release schon einige Zeit durch den Styx floß, will ich euch auch nicht weiter auf die Folter spannen und kundtun, was Marco Pecher (Gesang), Rick Zander (Gitarre), Oliver Reimer (Gitarre), Christian Dechow (Bass) und Sven Martinek (Drums) so auf uns nimmersatte Maniacs losgelassen haben.
Vier neue Kadaver plus eine Neuaufnahme eines Songs ihres Erstlings „The Ancient Fortress“, werden uns hier in einer modrigen und stinkigen Ecke eines schon lange verlassenen Schlachthofs angeboten und es bedarf keiner Scheu, diesen glitschigen Leichensack von der im Schatten kaum erkennbaren Person anzunehmen, denn ihr werdet es absolut nicht bereuen! Wie es sich gehört werden wir mit den lieblichen Klängen einer Kettensäge eingeladen, uns die kommenden knapp 23 Minuten akustisch verwöhnen zu lassen. Wer von euch die immerhin schon seit 2011 existierenden Dissecdead und ihre bisherigen Scheiben noch nicht kennt, wird schon an meiner Einleitung auf den ersten Blick erkannt haben, wes Geistes Kind diese Herren sind, es sofort hören und euch Svenska Dödsmetall-Goremets zugleich sehr ansprechen. Die Band ist ja schon seit jeher ein Garant für sehr geile muSICK und das ist auf „Sunset Slaughter Blues“ auch weiterhin der Fall :). Als Orientierung was euch so erwartet, werfe ich mal Bands Grave, Carnage/Dismember, Nihilist/early Entombed, Crematory, Traumatic, Excruciate oder auch Utumno auf den nächtlichen Friedhof. Und ihr könnt euch freuen, denn Dissecdead begehen hier keine Leichenschändung oder Grabraub, denn viel eher laben sie sich an diesen Herrlichkeiten und erschaffen dadurch gestärkt ihren eigenen vertonten Horror, welcher echt überzeugend aus den Boxen zimmert. Am liebsten bewegt sich die Band zwischen fettem und walzigem Groove, straightem Uptempo oder akkuratem Geballer und es ist auch sehr zu hören, dass hier kein Frischfleisch musiziert und komponiert, sondern die Körper der Musikanten schon länger dem Zerfall und dem Madenfraß ausgesetzt sind und alles schon zäh die Knochen runterglitscht. Das variable und überzeugende Songwriting ist wirklich gut und straff auf den Punkt gebracht, aber auch gleichzeitig verspielt, ohne den Fluss des Leichenwassers dabei zu stören. Achtet mal auf das ausgearbeitete Gitarrenspiel, welches sich auch in diesen wirklich geilen Gitarrensoli äußert oder das variable und immer songdienliche Drumming. Klasse. Generell gehen Oliver, Rick, Christian und Sven äußerst motiviert und vor allem passioniert an die Sache heran, was diesem brutal-brachialen, atmosphärisch dichten und düsteren Release, welcher auch nicht mit packenden Melodien, vor allem bei den Soli geizt, total anzuhören ist. Die Qualität von „Sunset Slaughter Blues“ ist echt nicht zu verachten und ich finde ja eh, dass die Band um einiges bekannter sein müsste, denn ihr famoser Todesblei der alten Schwedenschule ist voller Herzblut und wirklich top!
Die Texte sind, wie es die Titel schon verraten, so richtig schön gory, Death Metal pur und absolut passend zu diesem akustischen Fleisch. Und natürlich wird das Ganze von Marco abermals mit absolut derbem Gegrunze, Gekotze und Gewürge intoniert, dass es ein wahre Freude ist, seinen Vokillz zuzuhören. Diese stehen in ihrer Heftigkeit und Brutalität der muSICK wirklich in nichts nach und genau wie seine Mitstreiter gibt er alles, damit sein Anteil an diesem Release genauso morbide, intensiv und mitreißend ist und so geiler Todesblei entsteht, der euch Sickos in Freude versetzen wird. Dafür opfert er auch sehr gerne sein Gedärm und seine Lunge, die bei dem Druck, welchen sein Gesang erzeugt, einfach nur aus ihm herausplatzen! Aber das ist es ihm wert! Bassist Christian unterstützt ihn auch wieder mit fiesem und kratzigem Gekeife, welches sich gerne dazugesellt, wenn Marco gerade seine Gedärme auswürgt und in der Kombi schön garstig wirkt.
Roh, aber differenziert zugleich bearbeitet permanent und wuchtig eine Faust euer Gesicht und nachdem ihr auf dem Boden aufgeschlagen seid, steht ihr mit matschiger Visage wieder auf und applaudiert, da die DIY-Produktion von „Sunset Slaughter Blues“ echt gelungen ist. Mir gefällt es sehr gut, wie einerseits die derbe und brutale Komponente ihrer Songs eingefangen wurde, aber auch gleichzeitig in dieser Brutaloattacke die Feinheiten des Gitarrenspiels gut zu hören sind und dass die Gitarren nach HM2 pur klingen, brauche ich ja eigentlich nicht mehr erwähnen, hehe. Dieser kratzige und fette Knarz in den Saiteninstrumenten, auch beim gut zu vernehmenden Bass, ist wahrlich mal wieder ein Genuss und ich werde wohl niemals genug von diesem Sound bekommen. Eher friert die Hölle zu, jawoll! Und so walzen euch die Gitarren und der Bass gnadenlos nieder, während euch die Drums mit ihrem ungekünstelten Sound durchrüttelt und aus der Mitte dieser soundtechnischen Wuchtigkeit der Gesang ins Jenseits röhrt. Die feurige und intensive Produktion an sich klingt auch nie überladen, sondern erinnert eher an einen sehr gut abgemischten, natürlichen und erdigen Livesound und macht wirklich Laune. Zum Abschluss muss ich noch diesen so für Dissecdead typischen Sound der Gitarrensoli erwähnen, da dieser mich immer an die „Indescent & Obscene“ erinnert. Ich liebe es einfach :).
Passend zum Titel der EP und zum gleichnamigen Song wurde das Digipack mit einem coolen Cover versehen, welches es übrigens auch als Shirt gibt. Gebettet in einen idyllischen Sonnenuntergang macht sich der Kettensägenmörder mal wieder auf, es liegen bereits schon einige Schädel herum, um sein Opfer durch die Mangroven zu jagen, nachdem es sich voller Hoffnung dem beleuchteten Haus am Flussufer zugewandt hat. Aber Rettung sollte es dort nicht geben, sondern nur der Beginn seines Endes. Die Kombination aus den rot-gelb-orangenen Farbtönen der Sonne, des Himmels und der Reflektion im Wasser mit dem dunklerem Rest (Haus und Bäume) sorgt auf alle Fälle für reichlich Stimmung, wobei Mittelpunkt der Jäger und die Gejagte stehen. Ich finde das Artwork echt gelungen und mir gefällt auch der Malstil sehr, der einerseits schroff wirkt, aber auch gleichzeitig detailreich ist. Dazu noch das Bandlogo in den passenden Farben und fertig ist das für mich sehr ansprechende Artwork. Auf der Rückseite des Digipacks findet ihr neben Logo und den Songtiteln noch eine Livecollage der Band. Ein weiteres Bandphoto befindet sich stimmig in Szene gesetzt auf der Innenseite unter dem Booklet und in bester gesundheitlicher Verfassung als Illustrationen auf der CD an sich. Unterhalb der CD-Halterung könnt ihr auch noch die vorherigen Werke der Band erblicken, falls ihr nach dem Kauf dieser Scheibe noch weiteren Stoff braucht, wovon ich ausgehe :). Das Booklet an sich hat neben den Credits und den Texten noch jeweils Bilder zum zugehörigen Text und ein, ich nenne es mal eigenes Cover. Ich finde die Bilder wirklich passend, stimmig und ansprechend und muss ehrlich sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass sie KI sind. Fiel mir erst auf, als ich gucken wollte, wer die Zeichnungen gemacht hat. KI ist im Kreativbereich natürlich nicht unumstritten, aber ich denke mal, dass es gerade für kleinere Bands ohne Label im Rücken doch eine Option ist, dadurch cool aussehende Ergebnisse zu erhalten, die hier auf den Texten basieren und eine düstere und morbide Atmosphäre verbreiten. Mir persönlich gefällt es jedenfalls und rundet zusammen mit dem Artwork die EP optisch sehr gut ab. Wenn ihr die CD und/oder das Shirt wollt, könnt ihr der Band gerne direkt schreiben oder bei einem ihrer Konzerte fündig werden.
Mit ihrer aktuellen EP „Sunset Slaughter Blues“ beschreiten die Old School-Sickos von Dissecdead weiterhin voller Inbrunst und Hingabe den linkshändigen Pfad und servieren uns damit einen fetten HM2-Rundumschlag, der für euch Maniacs ein gefundenes Fressen sein dürfte, denn dieser ranzige Leichenberg schmeckt wahrlich formidabel. Ich kann euch diese Dödsmetall-Prachtmade wirklich nur allerwärmstens empfehlen.
Vier neue Kadaver plus eine Neuaufnahme eines Songs ihres Erstlings „The Ancient Fortress“, werden uns hier in einer modrigen und stinkigen Ecke eines schon lange verlassenen Schlachthofs angeboten und es bedarf keiner Scheu, diesen glitschigen Leichensack von der im Schatten kaum erkennbaren Person anzunehmen, denn ihr werdet es absolut nicht bereuen! Wie es sich gehört werden wir mit den lieblichen Klängen einer Kettensäge eingeladen, uns die kommenden knapp 23 Minuten akustisch verwöhnen zu lassen. Wer von euch die immerhin schon seit 2011 existierenden Dissecdead und ihre bisherigen Scheiben noch nicht kennt, wird schon an meiner Einleitung auf den ersten Blick erkannt haben, wes Geistes Kind diese Herren sind, es sofort hören und euch Svenska Dödsmetall-Goremets zugleich sehr ansprechen. Die Band ist ja schon seit jeher ein Garant für sehr geile muSICK und das ist auf „Sunset Slaughter Blues“ auch weiterhin der Fall :). Als Orientierung was euch so erwartet, werfe ich mal Bands Grave, Carnage/Dismember, Nihilist/early Entombed, Crematory, Traumatic, Excruciate oder auch Utumno auf den nächtlichen Friedhof. Und ihr könnt euch freuen, denn Dissecdead begehen hier keine Leichenschändung oder Grabraub, denn viel eher laben sie sich an diesen Herrlichkeiten und erschaffen dadurch gestärkt ihren eigenen vertonten Horror, welcher echt überzeugend aus den Boxen zimmert. Am liebsten bewegt sich die Band zwischen fettem und walzigem Groove, straightem Uptempo oder akkuratem Geballer und es ist auch sehr zu hören, dass hier kein Frischfleisch musiziert und komponiert, sondern die Körper der Musikanten schon länger dem Zerfall und dem Madenfraß ausgesetzt sind und alles schon zäh die Knochen runterglitscht. Das variable und überzeugende Songwriting ist wirklich gut und straff auf den Punkt gebracht, aber auch gleichzeitig verspielt, ohne den Fluss des Leichenwassers dabei zu stören. Achtet mal auf das ausgearbeitete Gitarrenspiel, welches sich auch in diesen wirklich geilen Gitarrensoli äußert oder das variable und immer songdienliche Drumming. Klasse. Generell gehen Oliver, Rick, Christian und Sven äußerst motiviert und vor allem passioniert an die Sache heran, was diesem brutal-brachialen, atmosphärisch dichten und düsteren Release, welcher auch nicht mit packenden Melodien, vor allem bei den Soli geizt, total anzuhören ist. Die Qualität von „Sunset Slaughter Blues“ ist echt nicht zu verachten und ich finde ja eh, dass die Band um einiges bekannter sein müsste, denn ihr famoser Todesblei der alten Schwedenschule ist voller Herzblut und wirklich top!
Die Texte sind, wie es die Titel schon verraten, so richtig schön gory, Death Metal pur und absolut passend zu diesem akustischen Fleisch. Und natürlich wird das Ganze von Marco abermals mit absolut derbem Gegrunze, Gekotze und Gewürge intoniert, dass es ein wahre Freude ist, seinen Vokillz zuzuhören. Diese stehen in ihrer Heftigkeit und Brutalität der muSICK wirklich in nichts nach und genau wie seine Mitstreiter gibt er alles, damit sein Anteil an diesem Release genauso morbide, intensiv und mitreißend ist und so geiler Todesblei entsteht, der euch Sickos in Freude versetzen wird. Dafür opfert er auch sehr gerne sein Gedärm und seine Lunge, die bei dem Druck, welchen sein Gesang erzeugt, einfach nur aus ihm herausplatzen! Aber das ist es ihm wert! Bassist Christian unterstützt ihn auch wieder mit fiesem und kratzigem Gekeife, welches sich gerne dazugesellt, wenn Marco gerade seine Gedärme auswürgt und in der Kombi schön garstig wirkt.
Roh, aber differenziert zugleich bearbeitet permanent und wuchtig eine Faust euer Gesicht und nachdem ihr auf dem Boden aufgeschlagen seid, steht ihr mit matschiger Visage wieder auf und applaudiert, da die DIY-Produktion von „Sunset Slaughter Blues“ echt gelungen ist. Mir gefällt es sehr gut, wie einerseits die derbe und brutale Komponente ihrer Songs eingefangen wurde, aber auch gleichzeitig in dieser Brutaloattacke die Feinheiten des Gitarrenspiels gut zu hören sind und dass die Gitarren nach HM2 pur klingen, brauche ich ja eigentlich nicht mehr erwähnen, hehe. Dieser kratzige und fette Knarz in den Saiteninstrumenten, auch beim gut zu vernehmenden Bass, ist wahrlich mal wieder ein Genuss und ich werde wohl niemals genug von diesem Sound bekommen. Eher friert die Hölle zu, jawoll! Und so walzen euch die Gitarren und der Bass gnadenlos nieder, während euch die Drums mit ihrem ungekünstelten Sound durchrüttelt und aus der Mitte dieser soundtechnischen Wuchtigkeit der Gesang ins Jenseits röhrt. Die feurige und intensive Produktion an sich klingt auch nie überladen, sondern erinnert eher an einen sehr gut abgemischten, natürlichen und erdigen Livesound und macht wirklich Laune. Zum Abschluss muss ich noch diesen so für Dissecdead typischen Sound der Gitarrensoli erwähnen, da dieser mich immer an die „Indescent & Obscene“ erinnert. Ich liebe es einfach :).
Passend zum Titel der EP und zum gleichnamigen Song wurde das Digipack mit einem coolen Cover versehen, welches es übrigens auch als Shirt gibt. Gebettet in einen idyllischen Sonnenuntergang macht sich der Kettensägenmörder mal wieder auf, es liegen bereits schon einige Schädel herum, um sein Opfer durch die Mangroven zu jagen, nachdem es sich voller Hoffnung dem beleuchteten Haus am Flussufer zugewandt hat. Aber Rettung sollte es dort nicht geben, sondern nur der Beginn seines Endes. Die Kombination aus den rot-gelb-orangenen Farbtönen der Sonne, des Himmels und der Reflektion im Wasser mit dem dunklerem Rest (Haus und Bäume) sorgt auf alle Fälle für reichlich Stimmung, wobei Mittelpunkt der Jäger und die Gejagte stehen. Ich finde das Artwork echt gelungen und mir gefällt auch der Malstil sehr, der einerseits schroff wirkt, aber auch gleichzeitig detailreich ist. Dazu noch das Bandlogo in den passenden Farben und fertig ist das für mich sehr ansprechende Artwork. Auf der Rückseite des Digipacks findet ihr neben Logo und den Songtiteln noch eine Livecollage der Band. Ein weiteres Bandphoto befindet sich stimmig in Szene gesetzt auf der Innenseite unter dem Booklet und in bester gesundheitlicher Verfassung als Illustrationen auf der CD an sich. Unterhalb der CD-Halterung könnt ihr auch noch die vorherigen Werke der Band erblicken, falls ihr nach dem Kauf dieser Scheibe noch weiteren Stoff braucht, wovon ich ausgehe :). Das Booklet an sich hat neben den Credits und den Texten noch jeweils Bilder zum zugehörigen Text und ein, ich nenne es mal eigenes Cover. Ich finde die Bilder wirklich passend, stimmig und ansprechend und muss ehrlich sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass sie KI sind. Fiel mir erst auf, als ich gucken wollte, wer die Zeichnungen gemacht hat. KI ist im Kreativbereich natürlich nicht unumstritten, aber ich denke mal, dass es gerade für kleinere Bands ohne Label im Rücken doch eine Option ist, dadurch cool aussehende Ergebnisse zu erhalten, die hier auf den Texten basieren und eine düstere und morbide Atmosphäre verbreiten. Mir persönlich gefällt es jedenfalls und rundet zusammen mit dem Artwork die EP optisch sehr gut ab. Wenn ihr die CD und/oder das Shirt wollt, könnt ihr der Band gerne direkt schreiben oder bei einem ihrer Konzerte fündig werden.
Mit ihrer aktuellen EP „Sunset Slaughter Blues“ beschreiten die Old School-Sickos von Dissecdead weiterhin voller Inbrunst und Hingabe den linkshändigen Pfad und servieren uns damit einen fetten HM2-Rundumschlag, der für euch Maniacs ein gefundenes Fressen sein dürfte, denn dieser ranzige Leichenberg schmeckt wahrlich formidabel. Ich kann euch diese Dödsmetall-Prachtmade wirklich nur allerwärmstens empfehlen.
V.Ö.
18. September 2025
Laufzeit
23:13
Tracklist
1. The Barn 04:46
2. The Collector 04:04
3. Crimson Sewers 04:17
4. Sunset Slaughter Blues 05:22
5. Drowning In Gore (Re-recorded) 04:44
2. The Collector 04:04
3. Crimson Sewers 04:17
4. Sunset Slaughter Blues 05:22
5. Drowning In Gore (Re-recorded) 04:44
Line Up
Marco Pecher (Gesang)
Rick Zander (Gitarre)
Oliver Reimer (Gitarre)
Christian Dechow (Bass)
Sven Martinek (Drums)
Rick Zander (Gitarre)
Oliver Reimer (Gitarre)
Christian Dechow (Bass)
Sven Martinek (Drums)
9
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