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Den Nordiske Sjel - Jotunheimen


Hotel666 Redaktion

20. Februar 2011

Wieder und wieder wiederhole ich es: Gute Splits sind eine feine Sache! Zwei oder gar mehr Bands mit jeweils einer handvoll Songs auf einer Veröffentlichung können durchaus einiges reißen. Besonders, wenn dann hinter der Split noch eine andere Idee steckt, so wie beispielsweise hinter der "War"-Reihe aus dem Hause Season of Mist, die es leider nur auf drei Ausgaben brachte.

Das Konzept hinter der "Jotunheimen"-Split zwischen DEN NORDISKE SJEL und NIDHOEGG hingegen sieht Sperenzchen wie gegenseitiges Covern und das Verarbeiten von obskuren Bands völlig unpassender Stile nicht vor, was schade ist. Denn so sind es halt einfach zwei Bands, die sich eine Cd teilen. Obwohl DEN NORDISKE SJEL sicherlich lieber "Lichtscheibe" sagen würden, denn ihr schmalztriefendes Pagan-Geschunkel lässt mit all seinem Gestus darauf schließen, dass ihnen noch das Wort "Tonträger" zu unpoetisch und un-nordisch wäre. Musikalisch halbwegs anständig umgesetzt, werden Songs wie "Des Nordmanns Leid", "Hermannsschlacht" und "Geisterboot" bei Fans von MENHIR für Freudensprünge und Met-trunkene Paarungstänze sorgen. Mir persönlich kommt bei dem Geschwaller zwar fast das Frühstück hoch, aber JEDEM DAS SEINE!

Wenn im Folgenden das Infoblatt NIDHOEGG einen höheren Death Metal-Anteil in der Musik bescheinigt, dann muss man die überlange, keyboarddominierte Instrumentaleinleitung "Auf Vigrids Felde" davon ausklammern. Und ehe ich ins Philosophieren komme: Wenn mit Death Metal hier nicht DEATH und AUTOPSY, sondern in erster Linie frühe, rumpelige AMON AMARTH gemeint sind, dann stimmt das voll und ganz. Das NIDHOEGG nicht zuletzt aufgrund des dünnen Sounds, sondern auch wegen orientierungslosen Herumsägens und -kreischens die Wucht der Über-Schweden des Genres völlig abgeht, stimmt leider auch – was für die Studiosongs ebenso wie für die beiden Liveversionen gilt. Eine davon, "Till Death We Stand" lässt übrigens trotz verschwommener Klangkulisse und fiesem Akzent tatsächlich so etwas wie Potenzial zum Stimmungsmacher erkennen – was im Anbetracht der restlichen Leistung schon viel ist.

Der langen Rede kurzer Sinn: Gute Splits sind eine feine Sache, "Jotunheimen" ist keine feine Sache. Höchstens, wenn man alles aus dem deutschsprachigen Pagan-Schunkel-Untergrund an sich raffen muss. Die Genre-Freaks werden mich natürlich wieder alles Mögliche schimpfen, aber da das Recht auf eine eigene Meinung hier nicht mehr durch die größere Axt bestimmt wird, ist mir das von Herzen recht...
Wieder und wieder wiederhole ich es: Gute Splits sind eine feine Sache! Zwei oder gar mehr Bands mit jeweils einer handvoll Songs auf einer Veröffentlichung können durchaus einiges reißen. Besonders, wenn dann hinter der Split noch eine andere Idee steckt, so wie beispielsweise hinter der "War"-Reihe aus dem Hause Season of Mist, die es leider nur auf drei Ausgaben brachte.

Das Konzept hinter der "Jotunheimen"-Split zwischen DEN NORDISKE SJEL und NIDHOEGG hingegen sieht Sperenzchen wie gegenseitiges Covern und das Verarbeiten von obskuren Bands völlig unpassender Stile nicht vor, was schade ist. Denn so sind es halt einfach zwei Bands, die sich eine Cd teilen. Obwohl DEN NORDISKE SJEL sicherlich lieber "Lichtscheibe" sagen würden, denn ihr schmalztriefendes Pagan-Geschunkel lässt mit all seinem Gestus darauf schließen, dass ihnen noch das Wort "Tonträger" zu unpoetisch und un-nordisch wäre. Musikalisch halbwegs anständig umgesetzt, werden Songs wie "Des Nordmanns Leid", "Hermannsschlacht" und "Geisterboot" bei Fans von MENHIR für Freudensprünge und Met-trunkene Paarungstänze sorgen. Mir persönlich kommt bei dem Geschwaller zwar fast das Frühstück hoch, aber JEDEM DAS SEINE!

Wenn im Folgenden das Infoblatt NIDHOEGG einen höheren Death Metal-Anteil in der Musik bescheinigt, dann muss man die überlange, keyboarddominierte Instrumentaleinleitung "Auf Vigrids Felde" davon ausklammern. Und ehe ich ins Philosophieren komme: Wenn mit Death Metal hier nicht DEATH und AUTOPSY, sondern in erster Linie frühe, rumpelige AMON AMARTH gemeint sind, dann stimmt das voll und ganz. Das NIDHOEGG nicht zuletzt aufgrund des dünnen Sounds, sondern auch wegen orientierungslosen Herumsägens und -kreischens die Wucht der Über-Schweden des Genres völlig abgeht, stimmt leider auch – was für die Studiosongs ebenso wie für die beiden Liveversionen gilt. Eine davon, "Till Death We Stand" lässt übrigens trotz verschwommener Klangkulisse und fiesem Akzent tatsächlich so etwas wie Potenzial zum Stimmungsmacher erkennen – was im Anbetracht der restlichen Leistung schon viel ist.

Der langen Rede kurzer Sinn: Gute Splits sind eine feine Sache, "Jotunheimen" ist keine feine Sache. Höchstens, wenn man alles aus dem deutschsprachigen Pagan-Schunkel-Untergrund an sich raffen muss. Die Genre-Freaks werden mich natürlich wieder alles Mögliche schimpfen, aber da das Recht auf eine eigene Meinung hier nicht mehr durch die größere Axt bestimmt wird, ist mir das von Herzen recht...

V.Ö.
05. Oktober 1995
Laufzeit
41:10

4
10

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