Demored - Well Of Liquid Souls
Sooo Leute, nochmal neues Futter aus dem famosen Hause Neckbreaker Records und dieses Mal sogar mit Lokalbezug, denn unsere Braunschweiger Sickos von Demored haben endlich einen neuen Longplayer am Start :)! Satte 5,5 Jahre hat es dann doch gedauert, um nach dem geilen "Sickening Dreams"-Release einen Nachfolger zu veröffentlichen. "Well Of Liquid Souls" heißt das gute Stück und ich war sicherlich nicht die einzige Person, die sehr gespannt darauf war, denn die Jungs waren ja bisher ein Garant für geilen und erstklassigen Old School Death Metal. Wird es jetzt immer noch so sein? Die Frage klären wir gleich. Waren Demored beim Vorgänger noch als Quartett unterwegs, wurde "Well Of Liquid Souls" als Trio eingezimmert, da Bassist Lennart nicht mit mehr an Bord ist. Den Posten übernahm für die Aufnahme kurzerhand Magnus (Gitarre/Gesang) selber. Nach meiner aktuellen Kenntnis ist mittlerweile Hedi Tey dazu gestoßen und unterstützt Magnus, Ernesto (Gitarre) und Nils (Drums) am Viersaiter. So viel dazu, dann kommen wir mal zur Musik...
... denn diese ist echt der Knaller geworden und ich bin echt sauhappy, dass die Band nichts von ihrer Qualität und Intensität verloren hat :)! Demored fühlen sich, wie nicht anders zu erwarten, in der Quadratur des Kreises aka Morbid Angel/ Hypocrisy/Vader/ Asphyx weiterhin ausgesprochen wohl und erschaffen aus diesen Einflüssen heraus wirklich mächtigen und sehr überzeugenden Death Metal der alten Schule. Dieser wird dann noch durch Suomi-Anleihen im Sinne der ersten Demigod oder den ersten Adramelech-Sachen und geilen leicht melancholischen Melodieführungen, die mich an At The Gates erinnern, als Alf Svensson noch mit am Songwriting beteiligt war, erweitert :). Ich bin ja sehr von diesem sehr schnell ins Bein gehenden Morbid Angel-Groove angetan, den die Band sehr gut drauf hat, ohne dabei ein Rip Off zu sein, und bei dem es kein Entkommen gibt. Zu geil sind diese walzigen Riffs, die punktgenau in eurem Hirn ansetzen und euch sofort in Bewegung versetzen werden. Da kann echt niemand still dabei bleiben, der auf Death Metal steht. Gleiches gilt diese ergreifende Dramatik, die sich in auftürmenden Melodiebögen voller Verzweiflung und auch Zorn, so wie sie Herr Tätgren gerne einsetzt, kraftvoll präsentiert. Natürlich geht es auch heftig und kräftig im Sinne aller oben genannten Bands nach vorne ab und auch hier brennt das Feuer der Musik lichterloh und wird euch einfach nur Freude bringen. Und wie eben schon kurz erwähnt sind Demored kein billiges Plagiat. Das waren sie bisher nicht und sind es auch weiterhin nicht. Einmal ist die Musik dafür qualitativ zu hochwertig und dazu kommt, was für mich auch immer sehr wichtig ist, dass die Musiker mit Herzblut agieren und einfach nur die Liebe zu ihrem präferiertem Sound voller Hingabe ausleben - und das ist halt zu hören. Sie machen genau das, worauf sie Bock haben und das mit jeder Zelle ihrer Körper :). Ich persönlich finde ja auch, dass sie aus all diesen Einflüssen schon ihr eigenes Giftsüppchen kochen. Auf alle Fälle ist meiner Meinung nach schon zu erkennen, welche Band hier gerade in der Anlage rotiert. So oder so haben die Jungs wirklich ein gutes Händchen dafür, packende, spannende, überzeugende und sehr dynamische Death Metal-Songs zu schreiben, die euch Old School-Lunatics nicht kalt lassen werden. Ein bisher noch nicht erwähnter Anteil ihrer Dynamik sind die Parts mit der unverzerrten Gitarre. Diese kamen letztes Mal ja auch schon zum Einsatz, aber dort nur als separate Instrumentale. Das war auch schon cool, aber nun sind diese Momente direkt in die Songs integriert, was nicht nur die Songs abwechslungsreicher und spannender klingen, sondern auch die Atmosphäre in den entsprechendes Songs noch intensiver wirken lässt. Ich mag ja beide Varianten, aber so wie auf dieser Scheibe gefällt es mir aktuell eindeutig besser. Ihr werdet sicherlich schon festgestellt haben, dass mir "Well Of Liquid Souls" gefällt, aber da bleibt mir auch nicht anderes übrig bei den sehr überzeugenden Killerriffs und -rhythmen und geilen Soli, welche Magnus und Ernesto hier gekonnt und top eingespielt auf den Punkt gebracht haben. Nicht weniger beeindruckend ist Nils´ kraftvolles, wuchtiges und sehr präzises Drumming, mit dem er, zusammen mit den Viersaitern, eine prachtvolle und alles zerschmetternde Grabsteinwand aufbaut. Klasse :).
Meiner Meinung nach sehr gelungen sind die düsteren und einnehmenden Texte über Tod, Zerfall, die Seele und ihr Schicksal, nachdem unsere sterbliche Hülle ihr Leben ausgehaucht hat. An sich schon cool, aber wenn ich das beim Lesen richtig aufgenommen habe, hängen alle Texte irgendwie miteinander zusammen und im Zentrum stehen der Brunnen der flüssigen Seelen ("Well Of Liquid Souls") und die lenkenden Kräften dahinter. Finde ich ja echt gut, da dadurch eine sehr morbide und bedrückende Stimmung entsteht. Etwas, was für uns Todesblei-Freaks natürlich einen weiteren wichtigen Faktor für eine tolle Scheibe ausmacht :).
Die Thematik nimmt Magnus als Vorlage, um seinem Körper garstige und nach Gift und Galle stinkende Gesänge zu entlocken, die sich abermals sehr passend zum Sound in die Welt würgen :). Ich finde ja diese Mischung aus eher kehlig-kratzigem Keifen und Schreien und dem derben, aber nicht ganz so tiefen Gegrunze echt cool und Magnus schafft es auch echt gut, viel Gefühl zu integrieren. Das äußert sich in teils tragisch klingenden Gesangsmelodien, welche herrlich intensiv und packend daherkommen und die Spannung in den Songs noch erhöhen. Das Ganze erinnert mich immer etwas an eine kraftvolle und düstere Mischung aus Peter Tätgren und Jarkko Rantanen von Adramelech und das sind ja wirklich nicht die schlechtesten Referenzen. Und dass er mit Herz und Seele dabei ist und förmlich darin aufgeht, ist wahrlich jederzeit zu hören und zu spüren :).
Aufgenommen wurde "Well Of Liquid Souls", wie schon "Sickening Dreams", wo und wie es möglich war, und für den Mix war wieder Ernesto zuständig. Übernahm dieser das letzte Mal auch das Mastering, erfolgte es nun durch Trackworx in San Francisco. Dank Internet zum Glück ein nicht mehr so langer Weg. So oder so kann sich das Endergebnis absolut hören lassen Ich finde es sogar noch gelungener als beim Vorgänger, der sich ja produktionstechnisch wahrlich nicht verstecken musste. Der Sound ist jetzt etwas roher, aber nicht minder differenziert, mehr in Balance und vor allem voluminöser. Alles hat mehr Kraft und Wucht erhalten, was dem abwechslungsreichen Songwriting natürlich zu gute kommt. Generell kracht der Sound von "Well Of Liquid Souls" umso lauter aus den Boxen und baut dadurch um einiges mehr an Druck auf, so dass Demoreds Death Metal-Power nicht im Winde verweht. Die Gitarren sägen fetter und brutaler und der Bass wummert mit mehr Druck. Ich mag auch diesen schön trockenen, wuchtigen und natürlichen Drumsound, dem schön viel Raum gegeben wurde, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Dazu gesellt sich der nun noch besser zu hörende Gesang und zusammen formt sich daraus eine Klangwand, die die Dynamik, die Heaviness und dieFinessen der Songs um einiges besser zur Geltung bringen kann als beim letzten Mal. Klasse, denn so schreddert euch ein wirklich geiler, natürlich old schooliger, aber zeitgemäßer Sound durch eure Schädel :).
Die Optik des aktuellen Longplayers ist erneut sehr mächtig geworden, denn Juanjo Castellano konnte wieder mit an Bord geholt werden und ihr alle wisst, was das bedeutet, nämlich herausragende Kunst. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie er es schafft, solch herrliche Bilder zu erschaffen :). Der Brunnen der flüssigen Seelen soll ja nicht trocken liegen, und wenn ich mir das Cover so angucke, wird das nicht so schnell passieren, denn anscheinend blicken wir auf den Ursprung seiner Quelle und diese wird reichlich gespeist. Einem höllischen Strudel gleich wird sich stürmisch aufpeitschendes Wasser zu einem Zentrum gezogen, welches ein Auge ist, und verschluckt! Hier wurde auf alle Fälle schon mal schön Bezug auf die Texte genommen. Dazu gesellen sich gespenstisch wirkende Wesen, welche mich an Priester erinnern, und es ist ihnen ein Bedürfnis, im Strudel abzutauchen und mitgerissen zu werden, denn sie stehen echt Schlange, um an diesem apokalyptischen Szenario teilnehmen zu dürfen. Es scheint ihnen sogar eine Ehre zu sein, jedenfalls umschwirren diese Wesen das Epizentrum wie Fliegen den rottigen Kadaver. Auf alle Fälle lenken sie die Seelen und anscheinend auch teils ihre eigenen dem Strudel zu. Diese in Pink gehaltenen Seelen, welche einen coolen Kontrast zu dominierenden Blau darstellen, haben eine kugelige Form, von der ein amorpher Dampf ausgeht. Das sieht auch echt klasse aus, wie sich das Pink im stürmische, blauen Strudel verteilt und im pinken Auge sein Ziel erreicht. Das Ganze ist natürlich wieder schön detailreich und echt klasse gezeichnet :). Es geht aber noch weiter, denn wenn ihr das Booklet aufklappt, seht ihr den restlichen Teil der Landschaft, welcher nicht minder geil ist. Dort dominiert eine steinige, langsam zerbrechende Gebirgslandschaft, in der Geisterwesen den Himmel dominieren. Besonders auffällig ist hier ein großer, an ein Alien erinnernder Kopf, der fast schon wie der Drahtzieher dieses ganzen Horrors wirkt. Es gibt also beim Anhören dieser Knallerscheibe viel zu gucken. Diese beeindruckende Kunst setzt sich dann auch noch geschickt fort, denn klappt ihr die CD-Hülle auf, findet sich neben den Songtiteln dort auch die auf der Bookletrückseite zu sehende Fortführung des Covers auch hier wieder :). Gleiches gilt für das Innere, denn beim Öffnen der Hülle ist auch alles in seiner kompletten Pracht zu erleben, da der entsprechende Artworkteil auf der CD und im Inlay darunter zu sehen ist. Oftmals werden ja nur Fragmente für die Hüllenbereiche genutzt, aber gerade dass hier dieses herrliche Bild immer komplett erscheint gefällt mir doch sehr gut. Vergrößerte Ausschnitte könnt ihr dann im Booklet als Hintergrund für die gut lesbaren Texte und Credits, Layout von Jasmin Kimmel (Deathcromeart), bestaunen :). Dazu gibt es dann ein Bandphoto von Daniel Lehnhardt und fertig ist eine wirklich gelungene und vor allem der Musik absolut würdige optische Präsentation, die diesen Kracher famos abrundet. Herr Quast wäre nicht Herr Quast, wenn es dazu nicht wieder piekfeines Merch geben würde. Für die zugehörigen Shirts und Longsleeves, welche es in verschiedenen Ausführungen gibt, wurde eine wirklich umwerfende S/W-Zeichnung von Toha Mashudi aka Ahot.74, welches nicht minder geil als die Arbeit von Juanjo ist, genutzt. Also mal wieder die absolute, nicht nur musikalische Vollbedienung aus dem Hause Neckbreaker Records :).
Wir mussten ja einige Zeit auf ein neues Album von Demored warten, aber das Warten hat sich eindeutig gelohnt, denn mit "Well Of Liquid Souls" serviert uns die Band abermals wirklich fantastischen, packenden und absolut überzeugenden Herzblut-Old School Death Metal, dessen feuriges und abwechslungsreiches Songwriting vom ersten Moment an durch und durch zu überzeugen weiß!
9,5 Punkte!
Spielzeit: 38:16
... denn diese ist echt der Knaller geworden und ich bin echt sauhappy, dass die Band nichts von ihrer Qualität und Intensität verloren hat :)! Demored fühlen sich, wie nicht anders zu erwarten, in der Quadratur des Kreises aka Morbid Angel/ Hypocrisy/Vader/ Asphyx weiterhin ausgesprochen wohl und erschaffen aus diesen Einflüssen heraus wirklich mächtigen und sehr überzeugenden Death Metal der alten Schule. Dieser wird dann noch durch Suomi-Anleihen im Sinne der ersten Demigod oder den ersten Adramelech-Sachen und geilen leicht melancholischen Melodieführungen, die mich an At The Gates erinnern, als Alf Svensson noch mit am Songwriting beteiligt war, erweitert :). Ich bin ja sehr von diesem sehr schnell ins Bein gehenden Morbid Angel-Groove angetan, den die Band sehr gut drauf hat, ohne dabei ein Rip Off zu sein, und bei dem es kein Entkommen gibt. Zu geil sind diese walzigen Riffs, die punktgenau in eurem Hirn ansetzen und euch sofort in Bewegung versetzen werden. Da kann echt niemand still dabei bleiben, der auf Death Metal steht. Gleiches gilt diese ergreifende Dramatik, die sich in auftürmenden Melodiebögen voller Verzweiflung und auch Zorn, so wie sie Herr Tätgren gerne einsetzt, kraftvoll präsentiert. Natürlich geht es auch heftig und kräftig im Sinne aller oben genannten Bands nach vorne ab und auch hier brennt das Feuer der Musik lichterloh und wird euch einfach nur Freude bringen. Und wie eben schon kurz erwähnt sind Demored kein billiges Plagiat. Das waren sie bisher nicht und sind es auch weiterhin nicht. Einmal ist die Musik dafür qualitativ zu hochwertig und dazu kommt, was für mich auch immer sehr wichtig ist, dass die Musiker mit Herzblut agieren und einfach nur die Liebe zu ihrem präferiertem Sound voller Hingabe ausleben - und das ist halt zu hören. Sie machen genau das, worauf sie Bock haben und das mit jeder Zelle ihrer Körper :). Ich persönlich finde ja auch, dass sie aus all diesen Einflüssen schon ihr eigenes Giftsüppchen kochen. Auf alle Fälle ist meiner Meinung nach schon zu erkennen, welche Band hier gerade in der Anlage rotiert. So oder so haben die Jungs wirklich ein gutes Händchen dafür, packende, spannende, überzeugende und sehr dynamische Death Metal-Songs zu schreiben, die euch Old School-Lunatics nicht kalt lassen werden. Ein bisher noch nicht erwähnter Anteil ihrer Dynamik sind die Parts mit der unverzerrten Gitarre. Diese kamen letztes Mal ja auch schon zum Einsatz, aber dort nur als separate Instrumentale. Das war auch schon cool, aber nun sind diese Momente direkt in die Songs integriert, was nicht nur die Songs abwechslungsreicher und spannender klingen, sondern auch die Atmosphäre in den entsprechendes Songs noch intensiver wirken lässt. Ich mag ja beide Varianten, aber so wie auf dieser Scheibe gefällt es mir aktuell eindeutig besser. Ihr werdet sicherlich schon festgestellt haben, dass mir "Well Of Liquid Souls" gefällt, aber da bleibt mir auch nicht anderes übrig bei den sehr überzeugenden Killerriffs und -rhythmen und geilen Soli, welche Magnus und Ernesto hier gekonnt und top eingespielt auf den Punkt gebracht haben. Nicht weniger beeindruckend ist Nils´ kraftvolles, wuchtiges und sehr präzises Drumming, mit dem er, zusammen mit den Viersaitern, eine prachtvolle und alles zerschmetternde Grabsteinwand aufbaut. Klasse :).
Meiner Meinung nach sehr gelungen sind die düsteren und einnehmenden Texte über Tod, Zerfall, die Seele und ihr Schicksal, nachdem unsere sterbliche Hülle ihr Leben ausgehaucht hat. An sich schon cool, aber wenn ich das beim Lesen richtig aufgenommen habe, hängen alle Texte irgendwie miteinander zusammen und im Zentrum stehen der Brunnen der flüssigen Seelen ("Well Of Liquid Souls") und die lenkenden Kräften dahinter. Finde ich ja echt gut, da dadurch eine sehr morbide und bedrückende Stimmung entsteht. Etwas, was für uns Todesblei-Freaks natürlich einen weiteren wichtigen Faktor für eine tolle Scheibe ausmacht :).
Die Thematik nimmt Magnus als Vorlage, um seinem Körper garstige und nach Gift und Galle stinkende Gesänge zu entlocken, die sich abermals sehr passend zum Sound in die Welt würgen :). Ich finde ja diese Mischung aus eher kehlig-kratzigem Keifen und Schreien und dem derben, aber nicht ganz so tiefen Gegrunze echt cool und Magnus schafft es auch echt gut, viel Gefühl zu integrieren. Das äußert sich in teils tragisch klingenden Gesangsmelodien, welche herrlich intensiv und packend daherkommen und die Spannung in den Songs noch erhöhen. Das Ganze erinnert mich immer etwas an eine kraftvolle und düstere Mischung aus Peter Tätgren und Jarkko Rantanen von Adramelech und das sind ja wirklich nicht die schlechtesten Referenzen. Und dass er mit Herz und Seele dabei ist und förmlich darin aufgeht, ist wahrlich jederzeit zu hören und zu spüren :).
Aufgenommen wurde "Well Of Liquid Souls", wie schon "Sickening Dreams", wo und wie es möglich war, und für den Mix war wieder Ernesto zuständig. Übernahm dieser das letzte Mal auch das Mastering, erfolgte es nun durch Trackworx in San Francisco. Dank Internet zum Glück ein nicht mehr so langer Weg. So oder so kann sich das Endergebnis absolut hören lassen Ich finde es sogar noch gelungener als beim Vorgänger, der sich ja produktionstechnisch wahrlich nicht verstecken musste. Der Sound ist jetzt etwas roher, aber nicht minder differenziert, mehr in Balance und vor allem voluminöser. Alles hat mehr Kraft und Wucht erhalten, was dem abwechslungsreichen Songwriting natürlich zu gute kommt. Generell kracht der Sound von "Well Of Liquid Souls" umso lauter aus den Boxen und baut dadurch um einiges mehr an Druck auf, so dass Demoreds Death Metal-Power nicht im Winde verweht. Die Gitarren sägen fetter und brutaler und der Bass wummert mit mehr Druck. Ich mag auch diesen schön trockenen, wuchtigen und natürlichen Drumsound, dem schön viel Raum gegeben wurde, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Dazu gesellt sich der nun noch besser zu hörende Gesang und zusammen formt sich daraus eine Klangwand, die die Dynamik, die Heaviness und dieFinessen der Songs um einiges besser zur Geltung bringen kann als beim letzten Mal. Klasse, denn so schreddert euch ein wirklich geiler, natürlich old schooliger, aber zeitgemäßer Sound durch eure Schädel :).
Die Optik des aktuellen Longplayers ist erneut sehr mächtig geworden, denn Juanjo Castellano konnte wieder mit an Bord geholt werden und ihr alle wisst, was das bedeutet, nämlich herausragende Kunst. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie er es schafft, solch herrliche Bilder zu erschaffen :). Der Brunnen der flüssigen Seelen soll ja nicht trocken liegen, und wenn ich mir das Cover so angucke, wird das nicht so schnell passieren, denn anscheinend blicken wir auf den Ursprung seiner Quelle und diese wird reichlich gespeist. Einem höllischen Strudel gleich wird sich stürmisch aufpeitschendes Wasser zu einem Zentrum gezogen, welches ein Auge ist, und verschluckt! Hier wurde auf alle Fälle schon mal schön Bezug auf die Texte genommen. Dazu gesellen sich gespenstisch wirkende Wesen, welche mich an Priester erinnern, und es ist ihnen ein Bedürfnis, im Strudel abzutauchen und mitgerissen zu werden, denn sie stehen echt Schlange, um an diesem apokalyptischen Szenario teilnehmen zu dürfen. Es scheint ihnen sogar eine Ehre zu sein, jedenfalls umschwirren diese Wesen das Epizentrum wie Fliegen den rottigen Kadaver. Auf alle Fälle lenken sie die Seelen und anscheinend auch teils ihre eigenen dem Strudel zu. Diese in Pink gehaltenen Seelen, welche einen coolen Kontrast zu dominierenden Blau darstellen, haben eine kugelige Form, von der ein amorpher Dampf ausgeht. Das sieht auch echt klasse aus, wie sich das Pink im stürmische, blauen Strudel verteilt und im pinken Auge sein Ziel erreicht. Das Ganze ist natürlich wieder schön detailreich und echt klasse gezeichnet :). Es geht aber noch weiter, denn wenn ihr das Booklet aufklappt, seht ihr den restlichen Teil der Landschaft, welcher nicht minder geil ist. Dort dominiert eine steinige, langsam zerbrechende Gebirgslandschaft, in der Geisterwesen den Himmel dominieren. Besonders auffällig ist hier ein großer, an ein Alien erinnernder Kopf, der fast schon wie der Drahtzieher dieses ganzen Horrors wirkt. Es gibt also beim Anhören dieser Knallerscheibe viel zu gucken. Diese beeindruckende Kunst setzt sich dann auch noch geschickt fort, denn klappt ihr die CD-Hülle auf, findet sich neben den Songtiteln dort auch die auf der Bookletrückseite zu sehende Fortführung des Covers auch hier wieder :). Gleiches gilt für das Innere, denn beim Öffnen der Hülle ist auch alles in seiner kompletten Pracht zu erleben, da der entsprechende Artworkteil auf der CD und im Inlay darunter zu sehen ist. Oftmals werden ja nur Fragmente für die Hüllenbereiche genutzt, aber gerade dass hier dieses herrliche Bild immer komplett erscheint gefällt mir doch sehr gut. Vergrößerte Ausschnitte könnt ihr dann im Booklet als Hintergrund für die gut lesbaren Texte und Credits, Layout von Jasmin Kimmel (Deathcromeart), bestaunen :). Dazu gibt es dann ein Bandphoto von Daniel Lehnhardt und fertig ist eine wirklich gelungene und vor allem der Musik absolut würdige optische Präsentation, die diesen Kracher famos abrundet. Herr Quast wäre nicht Herr Quast, wenn es dazu nicht wieder piekfeines Merch geben würde. Für die zugehörigen Shirts und Longsleeves, welche es in verschiedenen Ausführungen gibt, wurde eine wirklich umwerfende S/W-Zeichnung von Toha Mashudi aka Ahot.74, welches nicht minder geil als die Arbeit von Juanjo ist, genutzt. Also mal wieder die absolute, nicht nur musikalische Vollbedienung aus dem Hause Neckbreaker Records :).
Wir mussten ja einige Zeit auf ein neues Album von Demored warten, aber das Warten hat sich eindeutig gelohnt, denn mit "Well Of Liquid Souls" serviert uns die Band abermals wirklich fantastischen, packenden und absolut überzeugenden Herzblut-Old School Death Metal, dessen feuriges und abwechslungsreiches Songwriting vom ersten Moment an durch und durch zu überzeugen weiß!
9,5 Punkte!
Spielzeit: 38:16
Sooo Leute, nochmal neues Futter aus dem famosen Hause Neckbreaker Records und dieses Mal sogar mit Lokalbezug, denn unsere Braunschweiger Sickos von Demored haben endlich einen neuen Longplayer am Start :)! Satte 5,5 Jahre hat es dann doch gedauert, um nach dem geilen "Sickening Dreams"-Release einen Nachfolger zu veröffentlichen. "Well Of Liquid Souls" heißt das gute Stück und ich war sicherlich nicht die einzige Person, die sehr gespannt darauf war, denn die Jungs waren ja bisher ein Garant für geilen und erstklassigen Old School Death Metal. Wird es jetzt immer noch so sein? Die Frage klären wir gleich. Waren Demored beim Vorgänger noch als Quartett unterwegs, wurde "Well Of Liquid Souls" als Trio eingezimmert, da Bassist Lennart nicht mit mehr an Bord ist. Den Posten übernahm für die Aufnahme kurzerhand Magnus (Gitarre/Gesang) selber. Nach meiner aktuellen Kenntnis ist mittlerweile Hedi Tey dazu gestoßen und unterstützt Magnus, Ernesto (Gitarre) und Nils (Drums) am Viersaiter. So viel dazu, dann kommen wir mal zur Musik...
... denn diese ist echt der Knaller geworden und ich bin echt sauhappy, dass die Band nichts von ihrer Qualität und Intensität verloren hat :)! Demored fühlen sich, wie nicht anders zu erwarten, in der Quadratur des Kreises aka Morbid Angel/ Hypocrisy/Vader/ Asphyx weiterhin ausgesprochen wohl und erschaffen aus diesen Einflüssen heraus wirklich mächtigen und sehr überzeugenden Death Metal der alten Schule. Dieser wird dann noch durch Suomi-Anleihen im Sinne der ersten Demigod oder den ersten Adramelech-Sachen und geilen leicht melancholischen Melodieführungen, die mich an At The Gates erinnern, als Alf Svensson noch mit am Songwriting beteiligt war, erweitert :). Ich bin ja sehr von diesem sehr schnell ins Bein gehenden Morbid Angel-Groove angetan, den die Band sehr gut drauf hat, ohne dabei ein Rip Off zu sein, und bei dem es kein Entkommen gibt. Zu geil sind diese walzigen Riffs, die punktgenau in eurem Hirn ansetzen und euch sofort in Bewegung versetzen werden. Da kann echt niemand still dabei bleiben, der auf Death Metal steht. Gleiches gilt diese ergreifende Dramatik, die sich in auftürmenden Melodiebögen voller Verzweiflung und auch Zorn, so wie sie Herr Tätgren gerne einsetzt, kraftvoll präsentiert. Natürlich geht es auch heftig und kräftig im Sinne aller oben genannten Bands nach vorne ab und auch hier brennt das Feuer der Musik lichterloh und wird euch einfach nur Freude bringen. Und wie eben schon kurz erwähnt sind Demored kein billiges Plagiat. Das waren sie bisher nicht und sind es auch weiterhin nicht. Einmal ist die Musik dafür qualitativ zu hochwertig und dazu kommt, was für mich auch immer sehr wichtig ist, dass die Musiker mit Herzblut agieren und einfach nur die Liebe zu ihrem präferiertem Sound voller Hingabe ausleben - und das ist halt zu hören. Sie machen genau das, worauf sie Bock haben und das mit jeder Zelle ihrer Körper :). Ich persönlich finde ja auch, dass sie aus all diesen Einflüssen schon ihr eigenes Giftsüppchen kochen. Auf alle Fälle ist meiner Meinung nach schon zu erkennen, welche Band hier gerade in der Anlage rotiert. So oder so haben die Jungs wirklich ein gutes Händchen dafür, packende, spannende, überzeugende und sehr dynamische Death Metal-Songs zu schreiben, die euch Old School-Lunatics nicht kalt lassen werden. Ein bisher noch nicht erwähnter Anteil ihrer Dynamik sind die Parts mit der unverzerrten Gitarre. Diese kamen letztes Mal ja auch schon zum Einsatz, aber dort nur als separate Instrumentale. Das war auch schon cool, aber nun sind diese Momente direkt in die Songs integriert, was nicht nur die Songs abwechslungsreicher und spannender klingen, sondern auch die Atmosphäre in den entsprechendes Songs noch intensiver wirken lässt. Ich mag ja beide Varianten, aber so wie auf dieser Scheibe gefällt es mir aktuell eindeutig besser. Ihr werdet sicherlich schon festgestellt haben, dass mir "Well Of Liquid Souls" gefällt, aber da bleibt mir auch nicht anderes übrig bei den sehr überzeugenden Killerriffs und -rhythmen und geilen Soli, welche Magnus und Ernesto hier gekonnt und top eingespielt auf den Punkt gebracht haben. Nicht weniger beeindruckend ist Nils´ kraftvolles, wuchtiges und sehr präzises Drumming, mit dem er, zusammen mit den Viersaitern, eine prachtvolle und alles zerschmetternde Grabsteinwand aufbaut. Klasse :).
Meiner Meinung nach sehr gelungen sind die düsteren und einnehmenden Texte über Tod, Zerfall, die Seele und ihr Schicksal, nachdem unsere sterbliche Hülle ihr Leben ausgehaucht hat. An sich schon cool, aber wenn ich das beim Lesen richtig aufgenommen habe, hängen alle Texte irgendwie miteinander zusammen und im Zentrum stehen der Brunnen der flüssigen Seelen ("Well Of Liquid Souls") und die lenkenden Kräften dahinter. Finde ich ja echt gut, da dadurch eine sehr morbide und bedrückende Stimmung entsteht. Etwas, was für uns Todesblei-Freaks natürlich einen weiteren wichtigen Faktor für eine tolle Scheibe ausmacht :).
Die Thematik nimmt Magnus als Vorlage, um seinem Körper garstige und nach Gift und Galle stinkende Gesänge zu entlocken, die sich abermals sehr passend zum Sound in die Welt würgen :). Ich finde ja diese Mischung aus eher kehlig-kratzigem Keifen und Schreien und dem derben, aber nicht ganz so tiefen Gegrunze echt cool und Magnus schafft es auch echt gut, viel Gefühl zu integrieren. Das äußert sich in teils tragisch klingenden Gesangsmelodien, welche herrlich intensiv und packend daherkommen und die Spannung in den Songs noch erhöhen. Das Ganze erinnert mich immer etwas an eine kraftvolle und düstere Mischung aus Peter Tätgren und Jarkko Rantanen von Adramelech und das sind ja wirklich nicht die schlechtesten Referenzen. Und dass er mit Herz und Seele dabei ist und förmlich darin aufgeht, ist wahrlich jederzeit zu hören und zu spüren :).
Aufgenommen wurde "Well Of Liquid Souls", wie schon "Sickening Dreams", wo und wie es möglich war, und für den Mix war wieder Ernesto zuständig. Übernahm dieser das letzte Mal auch das Mastering, erfolgte es nun durch Trackworx in San Francisco. Dank Internet zum Glück ein nicht mehr so langer Weg. So oder so kann sich das Endergebnis absolut hören lassen Ich finde es sogar noch gelungener als beim Vorgänger, der sich ja produktionstechnisch wahrlich nicht verstecken musste. Der Sound ist jetzt etwas roher, aber nicht minder differenziert, mehr in Balance und vor allem voluminöser. Alles hat mehr Kraft und Wucht erhalten, was dem abwechslungsreichen Songwriting natürlich zu gute kommt. Generell kracht der Sound von "Well Of Liquid Souls" umso lauter aus den Boxen und baut dadurch um einiges mehr an Druck auf, so dass Demoreds Death Metal-Power nicht im Winde verweht. Die Gitarren sägen fetter und brutaler und der Bass wummert mit mehr Druck. Ich mag auch diesen schön trockenen, wuchtigen und natürlichen Drumsound, dem schön viel Raum gegeben wurde, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Dazu gesellt sich der nun noch besser zu hörende Gesang und zusammen formt sich daraus eine Klangwand, die die Dynamik, die Heaviness und dieFinessen der Songs um einiges besser zur Geltung bringen kann als beim letzten Mal. Klasse, denn so schreddert euch ein wirklich geiler, natürlich old schooliger, aber zeitgemäßer Sound durch eure Schädel :).
Die Optik des aktuellen Longplayers ist erneut sehr mächtig geworden, denn Juanjo Castellano konnte wieder mit an Bord geholt werden und ihr alle wisst, was das bedeutet, nämlich herausragende Kunst. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie er es schafft, solch herrliche Bilder zu erschaffen :). Der Brunnen der flüssigen Seelen soll ja nicht trocken liegen, und wenn ich mir das Cover so angucke, wird das nicht so schnell passieren, denn anscheinend blicken wir auf den Ursprung seiner Quelle und diese wird reichlich gespeist. Einem höllischen Strudel gleich wird sich stürmisch aufpeitschendes Wasser zu einem Zentrum gezogen, welches ein Auge ist, und verschluckt! Hier wurde auf alle Fälle schon mal schön Bezug auf die Texte genommen. Dazu gesellen sich gespenstisch wirkende Wesen, welche mich an Priester erinnern, und es ist ihnen ein Bedürfnis, im Strudel abzutauchen und mitgerissen zu werden, denn sie stehen echt Schlange, um an diesem apokalyptischen Szenario teilnehmen zu dürfen. Es scheint ihnen sogar eine Ehre zu sein, jedenfalls umschwirren diese Wesen das Epizentrum wie Fliegen den rottigen Kadaver. Auf alle Fälle lenken sie die Seelen und anscheinend auch teils ihre eigenen dem Strudel zu. Diese in Pink gehaltenen Seelen, welche einen coolen Kontrast zu dominierenden Blau darstellen, haben eine kugelige Form, von der ein amorpher Dampf ausgeht. Das sieht auch echt klasse aus, wie sich das Pink im stürmische, blauen Strudel verteilt und im pinken Auge sein Ziel erreicht. Das Ganze ist natürlich wieder schön detailreich und echt klasse gezeichnet :). Es geht aber noch weiter, denn wenn ihr das Booklet aufklappt, seht ihr den restlichen Teil der Landschaft, welcher nicht minder geil ist. Dort dominiert eine steinige, langsam zerbrechende Gebirgslandschaft, in der Geisterwesen den Himmel dominieren. Besonders auffällig ist hier ein großer, an ein Alien erinnernder Kopf, der fast schon wie der Drahtzieher dieses ganzen Horrors wirkt. Es gibt also beim Anhören dieser Knallerscheibe viel zu gucken. Diese beeindruckende Kunst setzt sich dann auch noch geschickt fort, denn klappt ihr die CD-Hülle auf, findet sich neben den Songtiteln dort auch die auf der Bookletrückseite zu sehende Fortführung des Covers auch hier wieder :). Gleiches gilt für das Innere, denn beim Öffnen der Hülle ist auch alles in seiner kompletten Pracht zu erleben, da der entsprechende Artworkteil auf der CD und im Inlay darunter zu sehen ist. Oftmals werden ja nur Fragmente für die Hüllenbereiche genutzt, aber gerade dass hier dieses herrliche Bild immer komplett erscheint gefällt mir doch sehr gut. Vergrößerte Ausschnitte könnt ihr dann im Booklet als Hintergrund für die gut lesbaren Texte und Credits, Layout von Jasmin Kimmel (Deathcromeart), bestaunen :). Dazu gibt es dann ein Bandphoto von Daniel Lehnhardt und fertig ist eine wirklich gelungene und vor allem der Musik absolut würdige optische Präsentation, die diesen Kracher famos abrundet. Herr Quast wäre nicht Herr Quast, wenn es dazu nicht wieder piekfeines Merch geben würde. Für die zugehörigen Shirts und Longsleeves, welche es in verschiedenen Ausführungen gibt, wurde eine wirklich umwerfende S/W-Zeichnung von Toha Mashudi aka Ahot.74, welches nicht minder geil als die Arbeit von Juanjo ist, genutzt. Also mal wieder die absolute, nicht nur musikalische Vollbedienung aus dem Hause Neckbreaker Records :).
Wir mussten ja einige Zeit auf ein neues Album von Demored warten, aber das Warten hat sich eindeutig gelohnt, denn mit "Well Of Liquid Souls" serviert uns die Band abermals wirklich fantastischen, packenden und absolut überzeugenden Herzblut-Old School Death Metal, dessen feuriges und abwechslungsreiches Songwriting vom ersten Moment an durch und durch zu überzeugen weiß!
9,5 Punkte!
Spielzeit: 38:16
... denn diese ist echt der Knaller geworden und ich bin echt sauhappy, dass die Band nichts von ihrer Qualität und Intensität verloren hat :)! Demored fühlen sich, wie nicht anders zu erwarten, in der Quadratur des Kreises aka Morbid Angel/ Hypocrisy/Vader/ Asphyx weiterhin ausgesprochen wohl und erschaffen aus diesen Einflüssen heraus wirklich mächtigen und sehr überzeugenden Death Metal der alten Schule. Dieser wird dann noch durch Suomi-Anleihen im Sinne der ersten Demigod oder den ersten Adramelech-Sachen und geilen leicht melancholischen Melodieführungen, die mich an At The Gates erinnern, als Alf Svensson noch mit am Songwriting beteiligt war, erweitert :). Ich bin ja sehr von diesem sehr schnell ins Bein gehenden Morbid Angel-Groove angetan, den die Band sehr gut drauf hat, ohne dabei ein Rip Off zu sein, und bei dem es kein Entkommen gibt. Zu geil sind diese walzigen Riffs, die punktgenau in eurem Hirn ansetzen und euch sofort in Bewegung versetzen werden. Da kann echt niemand still dabei bleiben, der auf Death Metal steht. Gleiches gilt diese ergreifende Dramatik, die sich in auftürmenden Melodiebögen voller Verzweiflung und auch Zorn, so wie sie Herr Tätgren gerne einsetzt, kraftvoll präsentiert. Natürlich geht es auch heftig und kräftig im Sinne aller oben genannten Bands nach vorne ab und auch hier brennt das Feuer der Musik lichterloh und wird euch einfach nur Freude bringen. Und wie eben schon kurz erwähnt sind Demored kein billiges Plagiat. Das waren sie bisher nicht und sind es auch weiterhin nicht. Einmal ist die Musik dafür qualitativ zu hochwertig und dazu kommt, was für mich auch immer sehr wichtig ist, dass die Musiker mit Herzblut agieren und einfach nur die Liebe zu ihrem präferiertem Sound voller Hingabe ausleben - und das ist halt zu hören. Sie machen genau das, worauf sie Bock haben und das mit jeder Zelle ihrer Körper :). Ich persönlich finde ja auch, dass sie aus all diesen Einflüssen schon ihr eigenes Giftsüppchen kochen. Auf alle Fälle ist meiner Meinung nach schon zu erkennen, welche Band hier gerade in der Anlage rotiert. So oder so haben die Jungs wirklich ein gutes Händchen dafür, packende, spannende, überzeugende und sehr dynamische Death Metal-Songs zu schreiben, die euch Old School-Lunatics nicht kalt lassen werden. Ein bisher noch nicht erwähnter Anteil ihrer Dynamik sind die Parts mit der unverzerrten Gitarre. Diese kamen letztes Mal ja auch schon zum Einsatz, aber dort nur als separate Instrumentale. Das war auch schon cool, aber nun sind diese Momente direkt in die Songs integriert, was nicht nur die Songs abwechslungsreicher und spannender klingen, sondern auch die Atmosphäre in den entsprechendes Songs noch intensiver wirken lässt. Ich mag ja beide Varianten, aber so wie auf dieser Scheibe gefällt es mir aktuell eindeutig besser. Ihr werdet sicherlich schon festgestellt haben, dass mir "Well Of Liquid Souls" gefällt, aber da bleibt mir auch nicht anderes übrig bei den sehr überzeugenden Killerriffs und -rhythmen und geilen Soli, welche Magnus und Ernesto hier gekonnt und top eingespielt auf den Punkt gebracht haben. Nicht weniger beeindruckend ist Nils´ kraftvolles, wuchtiges und sehr präzises Drumming, mit dem er, zusammen mit den Viersaitern, eine prachtvolle und alles zerschmetternde Grabsteinwand aufbaut. Klasse :).
Meiner Meinung nach sehr gelungen sind die düsteren und einnehmenden Texte über Tod, Zerfall, die Seele und ihr Schicksal, nachdem unsere sterbliche Hülle ihr Leben ausgehaucht hat. An sich schon cool, aber wenn ich das beim Lesen richtig aufgenommen habe, hängen alle Texte irgendwie miteinander zusammen und im Zentrum stehen der Brunnen der flüssigen Seelen ("Well Of Liquid Souls") und die lenkenden Kräften dahinter. Finde ich ja echt gut, da dadurch eine sehr morbide und bedrückende Stimmung entsteht. Etwas, was für uns Todesblei-Freaks natürlich einen weiteren wichtigen Faktor für eine tolle Scheibe ausmacht :).
Die Thematik nimmt Magnus als Vorlage, um seinem Körper garstige und nach Gift und Galle stinkende Gesänge zu entlocken, die sich abermals sehr passend zum Sound in die Welt würgen :). Ich finde ja diese Mischung aus eher kehlig-kratzigem Keifen und Schreien und dem derben, aber nicht ganz so tiefen Gegrunze echt cool und Magnus schafft es auch echt gut, viel Gefühl zu integrieren. Das äußert sich in teils tragisch klingenden Gesangsmelodien, welche herrlich intensiv und packend daherkommen und die Spannung in den Songs noch erhöhen. Das Ganze erinnert mich immer etwas an eine kraftvolle und düstere Mischung aus Peter Tätgren und Jarkko Rantanen von Adramelech und das sind ja wirklich nicht die schlechtesten Referenzen. Und dass er mit Herz und Seele dabei ist und förmlich darin aufgeht, ist wahrlich jederzeit zu hören und zu spüren :).
Aufgenommen wurde "Well Of Liquid Souls", wie schon "Sickening Dreams", wo und wie es möglich war, und für den Mix war wieder Ernesto zuständig. Übernahm dieser das letzte Mal auch das Mastering, erfolgte es nun durch Trackworx in San Francisco. Dank Internet zum Glück ein nicht mehr so langer Weg. So oder so kann sich das Endergebnis absolut hören lassen Ich finde es sogar noch gelungener als beim Vorgänger, der sich ja produktionstechnisch wahrlich nicht verstecken musste. Der Sound ist jetzt etwas roher, aber nicht minder differenziert, mehr in Balance und vor allem voluminöser. Alles hat mehr Kraft und Wucht erhalten, was dem abwechslungsreichen Songwriting natürlich zu gute kommt. Generell kracht der Sound von "Well Of Liquid Souls" umso lauter aus den Boxen und baut dadurch um einiges mehr an Druck auf, so dass Demoreds Death Metal-Power nicht im Winde verweht. Die Gitarren sägen fetter und brutaler und der Bass wummert mit mehr Druck. Ich mag auch diesen schön trockenen, wuchtigen und natürlichen Drumsound, dem schön viel Raum gegeben wurde, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Dazu gesellt sich der nun noch besser zu hörende Gesang und zusammen formt sich daraus eine Klangwand, die die Dynamik, die Heaviness und dieFinessen der Songs um einiges besser zur Geltung bringen kann als beim letzten Mal. Klasse, denn so schreddert euch ein wirklich geiler, natürlich old schooliger, aber zeitgemäßer Sound durch eure Schädel :).
Die Optik des aktuellen Longplayers ist erneut sehr mächtig geworden, denn Juanjo Castellano konnte wieder mit an Bord geholt werden und ihr alle wisst, was das bedeutet, nämlich herausragende Kunst. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie er es schafft, solch herrliche Bilder zu erschaffen :). Der Brunnen der flüssigen Seelen soll ja nicht trocken liegen, und wenn ich mir das Cover so angucke, wird das nicht so schnell passieren, denn anscheinend blicken wir auf den Ursprung seiner Quelle und diese wird reichlich gespeist. Einem höllischen Strudel gleich wird sich stürmisch aufpeitschendes Wasser zu einem Zentrum gezogen, welches ein Auge ist, und verschluckt! Hier wurde auf alle Fälle schon mal schön Bezug auf die Texte genommen. Dazu gesellen sich gespenstisch wirkende Wesen, welche mich an Priester erinnern, und es ist ihnen ein Bedürfnis, im Strudel abzutauchen und mitgerissen zu werden, denn sie stehen echt Schlange, um an diesem apokalyptischen Szenario teilnehmen zu dürfen. Es scheint ihnen sogar eine Ehre zu sein, jedenfalls umschwirren diese Wesen das Epizentrum wie Fliegen den rottigen Kadaver. Auf alle Fälle lenken sie die Seelen und anscheinend auch teils ihre eigenen dem Strudel zu. Diese in Pink gehaltenen Seelen, welche einen coolen Kontrast zu dominierenden Blau darstellen, haben eine kugelige Form, von der ein amorpher Dampf ausgeht. Das sieht auch echt klasse aus, wie sich das Pink im stürmische, blauen Strudel verteilt und im pinken Auge sein Ziel erreicht. Das Ganze ist natürlich wieder schön detailreich und echt klasse gezeichnet :). Es geht aber noch weiter, denn wenn ihr das Booklet aufklappt, seht ihr den restlichen Teil der Landschaft, welcher nicht minder geil ist. Dort dominiert eine steinige, langsam zerbrechende Gebirgslandschaft, in der Geisterwesen den Himmel dominieren. Besonders auffällig ist hier ein großer, an ein Alien erinnernder Kopf, der fast schon wie der Drahtzieher dieses ganzen Horrors wirkt. Es gibt also beim Anhören dieser Knallerscheibe viel zu gucken. Diese beeindruckende Kunst setzt sich dann auch noch geschickt fort, denn klappt ihr die CD-Hülle auf, findet sich neben den Songtiteln dort auch die auf der Bookletrückseite zu sehende Fortführung des Covers auch hier wieder :). Gleiches gilt für das Innere, denn beim Öffnen der Hülle ist auch alles in seiner kompletten Pracht zu erleben, da der entsprechende Artworkteil auf der CD und im Inlay darunter zu sehen ist. Oftmals werden ja nur Fragmente für die Hüllenbereiche genutzt, aber gerade dass hier dieses herrliche Bild immer komplett erscheint gefällt mir doch sehr gut. Vergrößerte Ausschnitte könnt ihr dann im Booklet als Hintergrund für die gut lesbaren Texte und Credits, Layout von Jasmin Kimmel (Deathcromeart), bestaunen :). Dazu gibt es dann ein Bandphoto von Daniel Lehnhardt und fertig ist eine wirklich gelungene und vor allem der Musik absolut würdige optische Präsentation, die diesen Kracher famos abrundet. Herr Quast wäre nicht Herr Quast, wenn es dazu nicht wieder piekfeines Merch geben würde. Für die zugehörigen Shirts und Longsleeves, welche es in verschiedenen Ausführungen gibt, wurde eine wirklich umwerfende S/W-Zeichnung von Toha Mashudi aka Ahot.74, welches nicht minder geil als die Arbeit von Juanjo ist, genutzt. Also mal wieder die absolute, nicht nur musikalische Vollbedienung aus dem Hause Neckbreaker Records :).
Wir mussten ja einige Zeit auf ein neues Album von Demored warten, aber das Warten hat sich eindeutig gelohnt, denn mit "Well Of Liquid Souls" serviert uns die Band abermals wirklich fantastischen, packenden und absolut überzeugenden Herzblut-Old School Death Metal, dessen feuriges und abwechslungsreiches Songwriting vom ersten Moment an durch und durch zu überzeugen weiß!
9,5 Punkte!
Spielzeit: 38:16
Label
V.Ö.
19. Mai 2024
Laufzeit
38:16
Tracklist
Well Of Liquid Souls 03:25
The Invocation 03:33
Wipe Useless Shells 02:37
The Eyeless Watcher 03:19
Elusive Spirit 06:14
Crypt Of Recollections 03:02
Portal Of Desolation 04:39
Dark Consecration 03:47
Amorphous Dimensions 07:40
The Invocation 03:33
Wipe Useless Shells 02:37
The Eyeless Watcher 03:19
Elusive Spirit 06:14
Crypt Of Recollections 03:02
Portal Of Desolation 04:39
Dark Consecration 03:47
Amorphous Dimensions 07:40
9.5
10
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