
Hotel666 Redaktion
07. Juli 2010
Die aus Live- und Studiomusikern von AUTUMBLAZE gegründete Band CHEENO bringt mich wie sehr wenige Gruppen in letzter Zeit in einen Konflikt, wie man ihn nicht nur, aber besonders schön als Musikkritiker erleben kann. Wie der aussieht wollt ihr wissen?
Okay. In gewisser Weise fühlt man sich ja letztlich doch so etwas wie einer "objektiven" Bewertung verpflichtet, obwohl das Kriterium der Objektivität im Hinblick auf Musik äußerst schnell lächerlich werden kann. Wenn es "objektiv" gute Musik gäbe, die man nach verbindlichen Kriterien einsortieren und erschaffen könnte, bräuchte man längst keine Musiker mehr. Automaten könnten alles komponieren. Das menschliche Element ist unverzichtbar, erst Ungereimtheiten machen vieles interessant und Gerechtigkeit werden CHEENO von mir vergeblich fordern. Denn obwohl "2 Face Macy" nüchtern betrachtet ein äußerst professionell umgesetztes Album mit knapp 50 Minuten gut gespielter Rockmusik zwischen späten DEFTONES, SILVERCHAIR und etwas Postrock ist, obwohl jeder einzelne der beteiligten Musiker wahrscheinlich besser spielt als ich es je könnte und am Gesang von Frontfrau Jennie Kloos in technischer Hinsicht überhaupt nichts auszusetzen ist, obwohl die Band sich zudem noch Mühe gibt, ihre Stücke abwechslungsreich zu gestalten und merklich weiß, wie ein Spannungsbogen auszusehen hat – trotz alledem werde ich nicht nur nicht warm mit dieser Scheibe, sondern juckt es mich auch noch permanent in der Feder, CHEENO verbal zu vernichten.
Das ist ausgesprochen ungerecht und alles andere als objektiv, aber da Musik immer etwas persönliches ist und immer persönlich erfahren wird und werden muss, werde ich hier noch kurz darstellen, was "2 Face Macy" für mich ist. Aufgesetzter, jammeriger Pseudokram für hornbebrillte Bionadefaschisten nämlich, hochschwanger gleichzeitig mit selbstverliebter Scheinaggression und Selbstmitleid ob einer mit Unverständnis reagierenden Umwelt. Musik für Leute, die sich die Haare schwarz färben, nur um drüber jammern zu können, dass sie anschließend von ihrer Umgebung darauf angesprochen werden. Das wird sich jetzt für die Band sehr hasserfüllt und bitter ausnehmen, sollte aber nicht allzu persönlich genommen werden. Ihr mögt alle super drauf sein und talentiert obendrein – ich finde es leider trotzdem grauenvoll.
Okay. In gewisser Weise fühlt man sich ja letztlich doch so etwas wie einer "objektiven" Bewertung verpflichtet, obwohl das Kriterium der Objektivität im Hinblick auf Musik äußerst schnell lächerlich werden kann. Wenn es "objektiv" gute Musik gäbe, die man nach verbindlichen Kriterien einsortieren und erschaffen könnte, bräuchte man längst keine Musiker mehr. Automaten könnten alles komponieren. Das menschliche Element ist unverzichtbar, erst Ungereimtheiten machen vieles interessant und Gerechtigkeit werden CHEENO von mir vergeblich fordern. Denn obwohl "2 Face Macy" nüchtern betrachtet ein äußerst professionell umgesetztes Album mit knapp 50 Minuten gut gespielter Rockmusik zwischen späten DEFTONES, SILVERCHAIR und etwas Postrock ist, obwohl jeder einzelne der beteiligten Musiker wahrscheinlich besser spielt als ich es je könnte und am Gesang von Frontfrau Jennie Kloos in technischer Hinsicht überhaupt nichts auszusetzen ist, obwohl die Band sich zudem noch Mühe gibt, ihre Stücke abwechslungsreich zu gestalten und merklich weiß, wie ein Spannungsbogen auszusehen hat – trotz alledem werde ich nicht nur nicht warm mit dieser Scheibe, sondern juckt es mich auch noch permanent in der Feder, CHEENO verbal zu vernichten.
Das ist ausgesprochen ungerecht und alles andere als objektiv, aber da Musik immer etwas persönliches ist und immer persönlich erfahren wird und werden muss, werde ich hier noch kurz darstellen, was "2 Face Macy" für mich ist. Aufgesetzter, jammeriger Pseudokram für hornbebrillte Bionadefaschisten nämlich, hochschwanger gleichzeitig mit selbstverliebter Scheinaggression und Selbstmitleid ob einer mit Unverständnis reagierenden Umwelt. Musik für Leute, die sich die Haare schwarz färben, nur um drüber jammern zu können, dass sie anschließend von ihrer Umgebung darauf angesprochen werden. Das wird sich jetzt für die Band sehr hasserfüllt und bitter ausnehmen, sollte aber nicht allzu persönlich genommen werden. Ihr mögt alle super drauf sein und talentiert obendrein – ich finde es leider trotzdem grauenvoll.
Die aus Live- und Studiomusikern von AUTUMBLAZE gegründete Band CHEENO bringt mich wie sehr wenige Gruppen in letzter Zeit in einen Konflikt, wie man ihn nicht nur, aber besonders schön als Musikkritiker erleben kann. Wie der aussieht wollt ihr wissen?
Okay. In gewisser Weise fühlt man sich ja letztlich doch so etwas wie einer "objektiven" Bewertung verpflichtet, obwohl das Kriterium der Objektivität im Hinblick auf Musik äußerst schnell lächerlich werden kann. Wenn es "objektiv" gute Musik gäbe, die man nach verbindlichen Kriterien einsortieren und erschaffen könnte, bräuchte man längst keine Musiker mehr. Automaten könnten alles komponieren. Das menschliche Element ist unverzichtbar, erst Ungereimtheiten machen vieles interessant und Gerechtigkeit werden CHEENO von mir vergeblich fordern. Denn obwohl "2 Face Macy" nüchtern betrachtet ein äußerst professionell umgesetztes Album mit knapp 50 Minuten gut gespielter Rockmusik zwischen späten DEFTONES, SILVERCHAIR und etwas Postrock ist, obwohl jeder einzelne der beteiligten Musiker wahrscheinlich besser spielt als ich es je könnte und am Gesang von Frontfrau Jennie Kloos in technischer Hinsicht überhaupt nichts auszusetzen ist, obwohl die Band sich zudem noch Mühe gibt, ihre Stücke abwechslungsreich zu gestalten und merklich weiß, wie ein Spannungsbogen auszusehen hat – trotz alledem werde ich nicht nur nicht warm mit dieser Scheibe, sondern juckt es mich auch noch permanent in der Feder, CHEENO verbal zu vernichten.
Das ist ausgesprochen ungerecht und alles andere als objektiv, aber da Musik immer etwas persönliches ist und immer persönlich erfahren wird und werden muss, werde ich hier noch kurz darstellen, was "2 Face Macy" für mich ist. Aufgesetzter, jammeriger Pseudokram für hornbebrillte Bionadefaschisten nämlich, hochschwanger gleichzeitig mit selbstverliebter Scheinaggression und Selbstmitleid ob einer mit Unverständnis reagierenden Umwelt. Musik für Leute, die sich die Haare schwarz färben, nur um drüber jammern zu können, dass sie anschließend von ihrer Umgebung darauf angesprochen werden. Das wird sich jetzt für die Band sehr hasserfüllt und bitter ausnehmen, sollte aber nicht allzu persönlich genommen werden. Ihr mögt alle super drauf sein und talentiert obendrein – ich finde es leider trotzdem grauenvoll.
Okay. In gewisser Weise fühlt man sich ja letztlich doch so etwas wie einer "objektiven" Bewertung verpflichtet, obwohl das Kriterium der Objektivität im Hinblick auf Musik äußerst schnell lächerlich werden kann. Wenn es "objektiv" gute Musik gäbe, die man nach verbindlichen Kriterien einsortieren und erschaffen könnte, bräuchte man längst keine Musiker mehr. Automaten könnten alles komponieren. Das menschliche Element ist unverzichtbar, erst Ungereimtheiten machen vieles interessant und Gerechtigkeit werden CHEENO von mir vergeblich fordern. Denn obwohl "2 Face Macy" nüchtern betrachtet ein äußerst professionell umgesetztes Album mit knapp 50 Minuten gut gespielter Rockmusik zwischen späten DEFTONES, SILVERCHAIR und etwas Postrock ist, obwohl jeder einzelne der beteiligten Musiker wahrscheinlich besser spielt als ich es je könnte und am Gesang von Frontfrau Jennie Kloos in technischer Hinsicht überhaupt nichts auszusetzen ist, obwohl die Band sich zudem noch Mühe gibt, ihre Stücke abwechslungsreich zu gestalten und merklich weiß, wie ein Spannungsbogen auszusehen hat – trotz alledem werde ich nicht nur nicht warm mit dieser Scheibe, sondern juckt es mich auch noch permanent in der Feder, CHEENO verbal zu vernichten.
Das ist ausgesprochen ungerecht und alles andere als objektiv, aber da Musik immer etwas persönliches ist und immer persönlich erfahren wird und werden muss, werde ich hier noch kurz darstellen, was "2 Face Macy" für mich ist. Aufgesetzter, jammeriger Pseudokram für hornbebrillte Bionadefaschisten nämlich, hochschwanger gleichzeitig mit selbstverliebter Scheinaggression und Selbstmitleid ob einer mit Unverständnis reagierenden Umwelt. Musik für Leute, die sich die Haare schwarz färben, nur um drüber jammern zu können, dass sie anschließend von ihrer Umgebung darauf angesprochen werden. Das wird sich jetzt für die Band sehr hasserfüllt und bitter ausnehmen, sollte aber nicht allzu persönlich genommen werden. Ihr mögt alle super drauf sein und talentiert obendrein – ich finde es leider trotzdem grauenvoll.
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