Casket - In The Long Run We Are All Dead
Ja genau, Sie haben meine Frage richtig verstanden. Ich wollte wissen, ob Sie für den soeben erworbenen Wagen eine VollCasketVersicherung abschließen wollen. Empfehlen kann ich Ihnen die „In The Long Run We Are All Dead“-Variante, mit der stehen Sie auf der sicheren Seite des Lebens, nämlich unterhalb der Grasnarbe. Unterschreiben Sie hier einfach mit Ihrem Blut! Wir als Todesblei-Maniacs haben mit unserem Lebenssaft natürlich schon lange einen Vertrag beim Deibel abgeschlossen, weshalb wir muSICKalisch auch bestens abgesichert sind und dadurch regelmäßig mit feinsten Treueboni versorgt werden. Ende letzten Jahres war es auch mal wieder soweit und der Dachdecker des Todes, Martin Quast, hat über sein absolut zu empfehlendes Label Neckbreaker im Namen des Höllenfürsten ein weiteres Carepaket für uns zusammengestellt! Inhalt dessen ist der neue Longplayer der süddeutschen Death Metal-Institution Casket (gegründet 1990!), dessen Titel zu Beginn bereits genannt wurde. Es ist aber auch tatsächlich schon wieder fünf (!) Jahre her, dass uns Schorsch (Gitarre/Vokotz), Susi (Bass) und Marinko (Drums) mit ihrer EP „Urn“ so richtig schön durch den Fleischwolf gepresst haben. Umso erfreuter war ich, mal wieder was Neues von ihnen in meinen CD-Player schmeißen zu können.
Dann gehen wir auch gleich mal in die Vollen, denn ohne großes Vorgeplänkel rödelt sich das Trio von der ersten Sekunde mächtig gewaltig durch die muffige und verdichtete Friedhofserde, so dass die zugehörige Gärtnerei danach ihren Vertikutierer in den Ruhestand schicken kann. Mit ihrem für sie typischen Mix aus straighter, variabler und eher primitiver Death Metal-Urgewalt in Kombination mit der ein oder anderen, coolen technischen Finesse erschaffen sie vom ersten Ton einen für mich sehr überzeugenden Totentanz, dessen derbe Heavyness und Intensität bis zur letzten Sekunde auf gleich hohem Level bleibt. Ich finde es auch immer wieder geil, wie sie es schaffen, ohne großen Aufwand und mit eher einfachen Mitteln, solch geile Songs zu schreiben. Sowas kann ja auch recht schnell langweilig und belanglos wirken, wenn die Band kein richtiges Händchen dafür hat, aus diesen Grundzutaten einen überzeugenden Leichenschmaus zu erschaffen. Aber das Trio aus Süddeutschland weiß, wie der verweste Hase läuft, und so könnt ihr euch auf echt derben und erschlagenden Death Metal freuen, dessen Griffigkeit sich wie ein Parasit in eurem muffigen Bregen festsetzen wird. Mögen die Songs vielleicht auf den ersten drüberhörenden Blick etwas unauffällig wirken, lohnt sich doch eindeutig ein genaueres Hinhören. Euer todesbleiernes Herz wird sich bei euch bedanken, denn Schorsch, Susi und Merinko sägen sich mit wirklich coolen Riffs und Rhythmen und voller Spielfreude dynamisch und kraftvoll durch den sich vor ihnen auftürmenden Kadaverberg. Es ist meiner Meinung nach auch nie die Intention dieser Band gewesen, jetzt megagroß rauszukommen oder durch besonders spektakuläres, technisch-virtuoses Songwriting im Rampenlicht zu stehen, sondern einfach nur das zu machen, worauf sie Bock haben und das mit Herzblut und Passion, nämlich geilen rottig-derben Death Metal zu spielen und zu zelebrieren. Und das ist auf „In The Long Run We Are All Dead“ für mich persönlich mal wieder gut gelungen. Egal ob straightes Riffing im Sinne von early Death oder Grave, richtig fetter Groove mit gewissem Obituary-Flow, feiner Pungent Stench-Stumpf oder die brutale Cannibal Corpse/frühe Suffocation-Kelle, um mal ein paar Namen in den Raum zu werfen. Falls ihr die Band noch nicht kennen solltet, Caskets muSICK macht jederzeit echt eine Menge Bock, ist dabei so richtig schön brutal und vor allem auch herrlich düster und erschlagend, und wird euch sofort vom ersten Ton an abholen und zum Schluss in einem zerfallenen Mausoleum verscharren! Aufgelockert wird dieser heftige Kadaverklumpen übrigens durch zwei Instrumentale, die jeweils einen sehr coolen Horrorfilmsoundtrack-Touch inne haben, sich sehr gut in den Fluss dieser Scheibe einpassen und die Stimmung noch intensivieren. Wie zu erlesen, macht mir die Scheibe echt Spaß und ich kann sie allen Old Skull-Maniacs empfehlen, die es straight, effektiv und heftig besorgt bekommen möchten. Und falls ihr euch beim letzten Song „United Horses“ wundern solltet, was da los ist, wisst ihr beim Anhören dann aber sofort was geht, denn das Trio hat mal wieder einen Coversongs am Start, nämlich „United Forces“ des Crossover-Kults S.O.D. und ich muss sagen, dass sich dieser Track vom Riffing her echt sehr gut in das eigene Songmaterial einfügt und eine sehr geile Scheibe famos abrundet.
Schorsch hat seine Atemwege und seine Stimmbänder vor dem Einsingen auch wieder massig mit Eiterschleim, prallen Maden und muffigem Leichenwasser gefüllt und das Ganze ein paar Tage vor sich hin gären lassen, bis der sich innerlich aufbauende Verwesungsdruck fast seinen Brustkorb aufplatzen lässt. Aber Profi wie er ist, wartet er genau den richtigen Moment ab, bis es ihn fast zerreißt, und genau dann öffnet er seinen Schlund und kotzt, grunzt und röhrt voller Hingabe und Wucht einen absolut widerlichen und schleimigen Strahl aus sich heraus, aus dem sich seine Texte formen, und fängt diese Ungeheuerlichkeit mit dem Mikro ein! Meine Fresse, was für eine tiefe, derbe und brutale Stimme er doch hat, absolut grandios. Es ist schon beachtlich wie bösartig, finster, intensiv, kellertief und heftig sein derbes Geröhre doch ist. Also genau das Richtige, um dieser famosen Old Skull Todesbleikeule noch zusätzlich mehr Schwung zu verleihen, auf dass es euch ordentlich zerlegt!
Never change a winning team... und so wurde „In The Long Run We Are All Dead“ wieder bei Schorsch aufgenommen und wie bei „Urn“ von Roman Schönsee im Found Sound Music gemixt, der beim ersten Song auch als Gastsänger agiert. Nur für das Mastering wurde dieses Mal wer anders nächtens in das Mausoleum gelockt und zwar niemand anderes als Dan Swanö persönlich, der aus dem muffigen Fleischklumpen auch noch die letzte Made zum Totentanz aus ihrem Fraßkanal hervorlocken konnte. Und das Endergebnis kann sich wahrlich hören lassen und setzt im Vergleich zur gelungenen Produktion von „Urn“ nochmal einen drauf. Im Gesamten ist der Sound etwas lauter ausgefallen, knallt noch etwas kerniger und wuchtiger durch eure Ohren, auf dass der Bregen ordentlich durchgeschüttelt wird, und das ist mit dieser sehr natürlichen, rohen, aber gleichzeitig differenzierten Produktion absolut gelungen. Die alles zermalmende, brutale, primitive und derbe Kraft von Caskets muSICK wurde aber auch wieder top eingefangen, ohne dass gleichzeitig die teils technischen Feinheiten ihres Songwritings untergehen. Auf alle Fälle hat Schorschs Gitarre auf diesem Release mehr Raum und Volumen zur Entfaltung seiner Killerriffs bekommen, ohne dass Susi oder Marinko benachteiligt wurden. Der Gitarrensound ist aber auch fett, düster und heavy geworden und kratzt derbe an euren Trommelfellen. An jenen trommelt auch Marinko mit einem sehr geilen, lebendigen und schön trockenem Sound. Geht mit echt gut rein, da auch die Dynamik seines Drummings gut zur Geltung kommt. Ich habe ja in einem Review gelesen, dass der Bass nicht rauszuhören sei, was ich aber absolut nicht nachvollziehen kann, denn Susis Tieftöner wummert so richtig schön kompakt und fett daher, ist jederzeit gut zu vernehmen und rundet somit dieses düstere Todeskraftpaket wunderbar ab, aus dessen Mitte heraus uns noch der Gesang wie ein Kotzstrahl heftig erwischt. Das ist ehrliche, unverfälschte und lebendige Death Metal Power!
Für das Artwork konnte abermals Roberto Toderico gewonnen werden, was ich sehr begrüße, da seine Kunst ja wirklich cool ist, was er bei „In The Long Run We Are All Dead“ auch wieder bestens unter Beweis stellt. Auf pechschwarzem Untergrund, und blutrot in Form eines Grabsteins umrahmt, eröffnet sich eine herrliche und wie immer toll und schön detailreich gezeichnete Szenerie in bester Death Metal-Tradition. Zu sehen ist etwas, das an ein steinernes Ehrendenkmal erinnert, und von einer lodernden Flamme, welche hinter dem coolen Bandlogo etwas versteckt die nächtliche Nekropole erleuchtet. Gut beleuchtet können wir dann auch Zeugen des dort stattfindenden Ereignisses werden. Ein barbarisch anmutendes Wesen mit Krallenfüßen und Rattenschwanz zeigt uns stolz in seinen Pranken die aktuellen Jagdtrophäen, nämlich abgerissene Köpfe, aus denen das Blut wie ein Wasserfall schießt und in einem Hohlraum im Erdboden verschwindet. Aber damit nicht genug, denn dieses Monstrum ist nicht von dieser Welt... warum? Statt eines Kopfes zeigt sich ein in den Rumpf gerammter Sarg, der eine Symbiose mit dem restlichen Körper eingegangen ist. Dieses Vieh ist aber nicht alleine, was schon schlimm genug wäre, denn es hocken auf den Steinblöcken noch ein weiteres rattiges Wesen und tatsächlich ein lebendiger Grabhügel mit allem Drum und Dran, der gierig nach den Köpfen greift. Wirklich ein sehr geiles Todesbleimotiv. Dass sie erfolgreich sind, zeigt nicht nur der im Vordergrund zu sehende, abgerissene Kopf, sondern auch die überall verstreuten Knochen und Skelette. Auf der Hüllenrückseite gibt es von dann noch als Untermalung des Albumtitels und der Songliste sehr geile Zeichnungen von verwesenden Köpfen und den teils zu sehenden Oberkörpern. Auf sowas stehe ich ja voll und dieser Anblick ist mal wieder so richtig schön Death Metal! Ausschnitte davon dienen dann als Hintergrund im Booklet für die Texte, die Credits und das Bandphoto von Randy. Was mir am Booklet echt gefällt ist, dass die Texte nicht so blockartig auf den Seiten erscheinen, sondern etwas lockerer angeordnet sind und es dadurch dynamischer aussieht. Songtitel und zugehörige Texte und die Credits orientieren sich farblich am Artwork, so dass eine optisch ansprechende Kontinuität vorliegt. Gefällt mir, genauso wie die Bearbeitung des Bandphotos und des coolen Livebildes von Dagmenka auf der Bookletrückseite. Layouttechnisch (Maxim Maier/FB IG mxm rock-art) ist hier also alles bestens. Lecker schmecker Vinyl gibt es natürlich auch und zwar 100 Stück in Schwarz und 300 mal in einer sehr schönen rot-schwarzen Marmorierung. Die Hülle kommt coolerweise als Gatefold mit den Innenseiten quasi als Booklet und so könnt ihr neben dem Cover auch den Rest im Großformat bestaunen. Via Slime Inhaler Records gibt es auch ein auf 50 Stück limitiertes durchsichtiges Tape mit schön durchsichtig-blutroter Hülle und aufklappbarem Insert, so dass auch hier das Booklet komplett vorhanden ist. Aber hier müsst ihr euch beeilen, falls es schon nicht zu spät ist, ein Exemplar zu ergattern.
Herr Quast wäre natürlich nicht Herr Quast, wenn es nicht auch geiles Merch zum Release geben würde und so gibt es das geile Cover inklusive kultigem Rückendruck als sehr coolen, etwas schrofferen Druck als Shirt in Schwarz oder Grün und als schwarzes Longsleeve bei dem der Ärmeldruck natürlich nicht fehlen darf. Also auch was Aufmachung und Textilien angeht, alles top. Da zeigt sich auch mal wieder generell, dass Neckbreaker Records von einem echten Maniac betrieben wird, der selber durch und durch Fan seiner Releases ist und diese auch entsprechend im besten Obduktionslicht präsentieren will.
Mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer namens „In The Long Run We Are All Dead“ zeigen uns Casket, dass auch nach über dreißig Jahren das Todesbleiherzblut weiterhin mächtig in ihnen kocht, was sich in sehr überzeugenden, düsteren, auf den Punkt gebrachten, straighten und unkomplizierten Brutalo-Songs mit dem gewissen technischen Pfiff zeigt, die vom ersten Hören an gleich zu überzeugen wissen. Wenn ihr auf der Suche nach dem Gefühl seid, als würde euch ein Grabstein gegen euren Kopf knallen, solltet ihr hier definitiv zugreifen.
Dann gehen wir auch gleich mal in die Vollen, denn ohne großes Vorgeplänkel rödelt sich das Trio von der ersten Sekunde mächtig gewaltig durch die muffige und verdichtete Friedhofserde, so dass die zugehörige Gärtnerei danach ihren Vertikutierer in den Ruhestand schicken kann. Mit ihrem für sie typischen Mix aus straighter, variabler und eher primitiver Death Metal-Urgewalt in Kombination mit der ein oder anderen, coolen technischen Finesse erschaffen sie vom ersten Ton einen für mich sehr überzeugenden Totentanz, dessen derbe Heavyness und Intensität bis zur letzten Sekunde auf gleich hohem Level bleibt. Ich finde es auch immer wieder geil, wie sie es schaffen, ohne großen Aufwand und mit eher einfachen Mitteln, solch geile Songs zu schreiben. Sowas kann ja auch recht schnell langweilig und belanglos wirken, wenn die Band kein richtiges Händchen dafür hat, aus diesen Grundzutaten einen überzeugenden Leichenschmaus zu erschaffen. Aber das Trio aus Süddeutschland weiß, wie der verweste Hase läuft, und so könnt ihr euch auf echt derben und erschlagenden Death Metal freuen, dessen Griffigkeit sich wie ein Parasit in eurem muffigen Bregen festsetzen wird. Mögen die Songs vielleicht auf den ersten drüberhörenden Blick etwas unauffällig wirken, lohnt sich doch eindeutig ein genaueres Hinhören. Euer todesbleiernes Herz wird sich bei euch bedanken, denn Schorsch, Susi und Merinko sägen sich mit wirklich coolen Riffs und Rhythmen und voller Spielfreude dynamisch und kraftvoll durch den sich vor ihnen auftürmenden Kadaverberg. Es ist meiner Meinung nach auch nie die Intention dieser Band gewesen, jetzt megagroß rauszukommen oder durch besonders spektakuläres, technisch-virtuoses Songwriting im Rampenlicht zu stehen, sondern einfach nur das zu machen, worauf sie Bock haben und das mit Herzblut und Passion, nämlich geilen rottig-derben Death Metal zu spielen und zu zelebrieren. Und das ist auf „In The Long Run We Are All Dead“ für mich persönlich mal wieder gut gelungen. Egal ob straightes Riffing im Sinne von early Death oder Grave, richtig fetter Groove mit gewissem Obituary-Flow, feiner Pungent Stench-Stumpf oder die brutale Cannibal Corpse/frühe Suffocation-Kelle, um mal ein paar Namen in den Raum zu werfen. Falls ihr die Band noch nicht kennen solltet, Caskets muSICK macht jederzeit echt eine Menge Bock, ist dabei so richtig schön brutal und vor allem auch herrlich düster und erschlagend, und wird euch sofort vom ersten Ton an abholen und zum Schluss in einem zerfallenen Mausoleum verscharren! Aufgelockert wird dieser heftige Kadaverklumpen übrigens durch zwei Instrumentale, die jeweils einen sehr coolen Horrorfilmsoundtrack-Touch inne haben, sich sehr gut in den Fluss dieser Scheibe einpassen und die Stimmung noch intensivieren. Wie zu erlesen, macht mir die Scheibe echt Spaß und ich kann sie allen Old Skull-Maniacs empfehlen, die es straight, effektiv und heftig besorgt bekommen möchten. Und falls ihr euch beim letzten Song „United Horses“ wundern solltet, was da los ist, wisst ihr beim Anhören dann aber sofort was geht, denn das Trio hat mal wieder einen Coversongs am Start, nämlich „United Forces“ des Crossover-Kults S.O.D. und ich muss sagen, dass sich dieser Track vom Riffing her echt sehr gut in das eigene Songmaterial einfügt und eine sehr geile Scheibe famos abrundet.
Schorsch hat seine Atemwege und seine Stimmbänder vor dem Einsingen auch wieder massig mit Eiterschleim, prallen Maden und muffigem Leichenwasser gefüllt und das Ganze ein paar Tage vor sich hin gären lassen, bis der sich innerlich aufbauende Verwesungsdruck fast seinen Brustkorb aufplatzen lässt. Aber Profi wie er ist, wartet er genau den richtigen Moment ab, bis es ihn fast zerreißt, und genau dann öffnet er seinen Schlund und kotzt, grunzt und röhrt voller Hingabe und Wucht einen absolut widerlichen und schleimigen Strahl aus sich heraus, aus dem sich seine Texte formen, und fängt diese Ungeheuerlichkeit mit dem Mikro ein! Meine Fresse, was für eine tiefe, derbe und brutale Stimme er doch hat, absolut grandios. Es ist schon beachtlich wie bösartig, finster, intensiv, kellertief und heftig sein derbes Geröhre doch ist. Also genau das Richtige, um dieser famosen Old Skull Todesbleikeule noch zusätzlich mehr Schwung zu verleihen, auf dass es euch ordentlich zerlegt!
Never change a winning team... und so wurde „In The Long Run We Are All Dead“ wieder bei Schorsch aufgenommen und wie bei „Urn“ von Roman Schönsee im Found Sound Music gemixt, der beim ersten Song auch als Gastsänger agiert. Nur für das Mastering wurde dieses Mal wer anders nächtens in das Mausoleum gelockt und zwar niemand anderes als Dan Swanö persönlich, der aus dem muffigen Fleischklumpen auch noch die letzte Made zum Totentanz aus ihrem Fraßkanal hervorlocken konnte. Und das Endergebnis kann sich wahrlich hören lassen und setzt im Vergleich zur gelungenen Produktion von „Urn“ nochmal einen drauf. Im Gesamten ist der Sound etwas lauter ausgefallen, knallt noch etwas kerniger und wuchtiger durch eure Ohren, auf dass der Bregen ordentlich durchgeschüttelt wird, und das ist mit dieser sehr natürlichen, rohen, aber gleichzeitig differenzierten Produktion absolut gelungen. Die alles zermalmende, brutale, primitive und derbe Kraft von Caskets muSICK wurde aber auch wieder top eingefangen, ohne dass gleichzeitig die teils technischen Feinheiten ihres Songwritings untergehen. Auf alle Fälle hat Schorschs Gitarre auf diesem Release mehr Raum und Volumen zur Entfaltung seiner Killerriffs bekommen, ohne dass Susi oder Marinko benachteiligt wurden. Der Gitarrensound ist aber auch fett, düster und heavy geworden und kratzt derbe an euren Trommelfellen. An jenen trommelt auch Marinko mit einem sehr geilen, lebendigen und schön trockenem Sound. Geht mit echt gut rein, da auch die Dynamik seines Drummings gut zur Geltung kommt. Ich habe ja in einem Review gelesen, dass der Bass nicht rauszuhören sei, was ich aber absolut nicht nachvollziehen kann, denn Susis Tieftöner wummert so richtig schön kompakt und fett daher, ist jederzeit gut zu vernehmen und rundet somit dieses düstere Todeskraftpaket wunderbar ab, aus dessen Mitte heraus uns noch der Gesang wie ein Kotzstrahl heftig erwischt. Das ist ehrliche, unverfälschte und lebendige Death Metal Power!
Für das Artwork konnte abermals Roberto Toderico gewonnen werden, was ich sehr begrüße, da seine Kunst ja wirklich cool ist, was er bei „In The Long Run We Are All Dead“ auch wieder bestens unter Beweis stellt. Auf pechschwarzem Untergrund, und blutrot in Form eines Grabsteins umrahmt, eröffnet sich eine herrliche und wie immer toll und schön detailreich gezeichnete Szenerie in bester Death Metal-Tradition. Zu sehen ist etwas, das an ein steinernes Ehrendenkmal erinnert, und von einer lodernden Flamme, welche hinter dem coolen Bandlogo etwas versteckt die nächtliche Nekropole erleuchtet. Gut beleuchtet können wir dann auch Zeugen des dort stattfindenden Ereignisses werden. Ein barbarisch anmutendes Wesen mit Krallenfüßen und Rattenschwanz zeigt uns stolz in seinen Pranken die aktuellen Jagdtrophäen, nämlich abgerissene Köpfe, aus denen das Blut wie ein Wasserfall schießt und in einem Hohlraum im Erdboden verschwindet. Aber damit nicht genug, denn dieses Monstrum ist nicht von dieser Welt... warum? Statt eines Kopfes zeigt sich ein in den Rumpf gerammter Sarg, der eine Symbiose mit dem restlichen Körper eingegangen ist. Dieses Vieh ist aber nicht alleine, was schon schlimm genug wäre, denn es hocken auf den Steinblöcken noch ein weiteres rattiges Wesen und tatsächlich ein lebendiger Grabhügel mit allem Drum und Dran, der gierig nach den Köpfen greift. Wirklich ein sehr geiles Todesbleimotiv. Dass sie erfolgreich sind, zeigt nicht nur der im Vordergrund zu sehende, abgerissene Kopf, sondern auch die überall verstreuten Knochen und Skelette. Auf der Hüllenrückseite gibt es von dann noch als Untermalung des Albumtitels und der Songliste sehr geile Zeichnungen von verwesenden Köpfen und den teils zu sehenden Oberkörpern. Auf sowas stehe ich ja voll und dieser Anblick ist mal wieder so richtig schön Death Metal! Ausschnitte davon dienen dann als Hintergrund im Booklet für die Texte, die Credits und das Bandphoto von Randy. Was mir am Booklet echt gefällt ist, dass die Texte nicht so blockartig auf den Seiten erscheinen, sondern etwas lockerer angeordnet sind und es dadurch dynamischer aussieht. Songtitel und zugehörige Texte und die Credits orientieren sich farblich am Artwork, so dass eine optisch ansprechende Kontinuität vorliegt. Gefällt mir, genauso wie die Bearbeitung des Bandphotos und des coolen Livebildes von Dagmenka auf der Bookletrückseite. Layouttechnisch (Maxim Maier/FB IG mxm rock-art) ist hier also alles bestens. Lecker schmecker Vinyl gibt es natürlich auch und zwar 100 Stück in Schwarz und 300 mal in einer sehr schönen rot-schwarzen Marmorierung. Die Hülle kommt coolerweise als Gatefold mit den Innenseiten quasi als Booklet und so könnt ihr neben dem Cover auch den Rest im Großformat bestaunen. Via Slime Inhaler Records gibt es auch ein auf 50 Stück limitiertes durchsichtiges Tape mit schön durchsichtig-blutroter Hülle und aufklappbarem Insert, so dass auch hier das Booklet komplett vorhanden ist. Aber hier müsst ihr euch beeilen, falls es schon nicht zu spät ist, ein Exemplar zu ergattern.
Herr Quast wäre natürlich nicht Herr Quast, wenn es nicht auch geiles Merch zum Release geben würde und so gibt es das geile Cover inklusive kultigem Rückendruck als sehr coolen, etwas schrofferen Druck als Shirt in Schwarz oder Grün und als schwarzes Longsleeve bei dem der Ärmeldruck natürlich nicht fehlen darf. Also auch was Aufmachung und Textilien angeht, alles top. Da zeigt sich auch mal wieder generell, dass Neckbreaker Records von einem echten Maniac betrieben wird, der selber durch und durch Fan seiner Releases ist und diese auch entsprechend im besten Obduktionslicht präsentieren will.
Mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer namens „In The Long Run We Are All Dead“ zeigen uns Casket, dass auch nach über dreißig Jahren das Todesbleiherzblut weiterhin mächtig in ihnen kocht, was sich in sehr überzeugenden, düsteren, auf den Punkt gebrachten, straighten und unkomplizierten Brutalo-Songs mit dem gewissen technischen Pfiff zeigt, die vom ersten Hören an gleich zu überzeugen wissen. Wenn ihr auf der Suche nach dem Gefühl seid, als würde euch ein Grabstein gegen euren Kopf knallen, solltet ihr hier definitiv zugreifen.
Ja genau, Sie haben meine Frage richtig verstanden. Ich wollte wissen, ob Sie für den soeben erworbenen Wagen eine VollCasketVersicherung abschließen wollen. Empfehlen kann ich Ihnen die „In The Long Run We Are All Dead“-Variante, mit der stehen Sie auf der sicheren Seite des Lebens, nämlich unterhalb der Grasnarbe. Unterschreiben Sie hier einfach mit Ihrem Blut! Wir als Todesblei-Maniacs haben mit unserem Lebenssaft natürlich schon lange einen Vertrag beim Deibel abgeschlossen, weshalb wir muSICKalisch auch bestens abgesichert sind und dadurch regelmäßig mit feinsten Treueboni versorgt werden. Ende letzten Jahres war es auch mal wieder soweit und der Dachdecker des Todes, Martin Quast, hat über sein absolut zu empfehlendes Label Neckbreaker im Namen des Höllenfürsten ein weiteres Carepaket für uns zusammengestellt! Inhalt dessen ist der neue Longplayer der süddeutschen Death Metal-Institution Casket (gegründet 1990!), dessen Titel zu Beginn bereits genannt wurde. Es ist aber auch tatsächlich schon wieder fünf (!) Jahre her, dass uns Schorsch (Gitarre/Vokotz), Susi (Bass) und Marinko (Drums) mit ihrer EP „Urn“ so richtig schön durch den Fleischwolf gepresst haben. Umso erfreuter war ich, mal wieder was Neues von ihnen in meinen CD-Player schmeißen zu können.
Dann gehen wir auch gleich mal in die Vollen, denn ohne großes Vorgeplänkel rödelt sich das Trio von der ersten Sekunde mächtig gewaltig durch die muffige und verdichtete Friedhofserde, so dass die zugehörige Gärtnerei danach ihren Vertikutierer in den Ruhestand schicken kann. Mit ihrem für sie typischen Mix aus straighter, variabler und eher primitiver Death Metal-Urgewalt in Kombination mit der ein oder anderen, coolen technischen Finesse erschaffen sie vom ersten Ton einen für mich sehr überzeugenden Totentanz, dessen derbe Heavyness und Intensität bis zur letzten Sekunde auf gleich hohem Level bleibt. Ich finde es auch immer wieder geil, wie sie es schaffen, ohne großen Aufwand und mit eher einfachen Mitteln, solch geile Songs zu schreiben. Sowas kann ja auch recht schnell langweilig und belanglos wirken, wenn die Band kein richtiges Händchen dafür hat, aus diesen Grundzutaten einen überzeugenden Leichenschmaus zu erschaffen. Aber das Trio aus Süddeutschland weiß, wie der verweste Hase läuft, und so könnt ihr euch auf echt derben und erschlagenden Death Metal freuen, dessen Griffigkeit sich wie ein Parasit in eurem muffigen Bregen festsetzen wird. Mögen die Songs vielleicht auf den ersten drüberhörenden Blick etwas unauffällig wirken, lohnt sich doch eindeutig ein genaueres Hinhören. Euer todesbleiernes Herz wird sich bei euch bedanken, denn Schorsch, Susi und Merinko sägen sich mit wirklich coolen Riffs und Rhythmen und voller Spielfreude dynamisch und kraftvoll durch den sich vor ihnen auftürmenden Kadaverberg. Es ist meiner Meinung nach auch nie die Intention dieser Band gewesen, jetzt megagroß rauszukommen oder durch besonders spektakuläres, technisch-virtuoses Songwriting im Rampenlicht zu stehen, sondern einfach nur das zu machen, worauf sie Bock haben und das mit Herzblut und Passion, nämlich geilen rottig-derben Death Metal zu spielen und zu zelebrieren. Und das ist auf „In The Long Run We Are All Dead“ für mich persönlich mal wieder gut gelungen. Egal ob straightes Riffing im Sinne von early Death oder Grave, richtig fetter Groove mit gewissem Obituary-Flow, feiner Pungent Stench-Stumpf oder die brutale Cannibal Corpse/frühe Suffocation-Kelle, um mal ein paar Namen in den Raum zu werfen. Falls ihr die Band noch nicht kennen solltet, Caskets muSICK macht jederzeit echt eine Menge Bock, ist dabei so richtig schön brutal und vor allem auch herrlich düster und erschlagend, und wird euch sofort vom ersten Ton an abholen und zum Schluss in einem zerfallenen Mausoleum verscharren! Aufgelockert wird dieser heftige Kadaverklumpen übrigens durch zwei Instrumentale, die jeweils einen sehr coolen Horrorfilmsoundtrack-Touch inne haben, sich sehr gut in den Fluss dieser Scheibe einpassen und die Stimmung noch intensivieren. Wie zu erlesen, macht mir die Scheibe echt Spaß und ich kann sie allen Old Skull-Maniacs empfehlen, die es straight, effektiv und heftig besorgt bekommen möchten. Und falls ihr euch beim letzten Song „United Horses“ wundern solltet, was da los ist, wisst ihr beim Anhören dann aber sofort was geht, denn das Trio hat mal wieder einen Coversongs am Start, nämlich „United Forces“ des Crossover-Kults S.O.D. und ich muss sagen, dass sich dieser Track vom Riffing her echt sehr gut in das eigene Songmaterial einfügt und eine sehr geile Scheibe famos abrundet.
Schorsch hat seine Atemwege und seine Stimmbänder vor dem Einsingen auch wieder massig mit Eiterschleim, prallen Maden und muffigem Leichenwasser gefüllt und das Ganze ein paar Tage vor sich hin gären lassen, bis der sich innerlich aufbauende Verwesungsdruck fast seinen Brustkorb aufplatzen lässt. Aber Profi wie er ist, wartet er genau den richtigen Moment ab, bis es ihn fast zerreißt, und genau dann öffnet er seinen Schlund und kotzt, grunzt und röhrt voller Hingabe und Wucht einen absolut widerlichen und schleimigen Strahl aus sich heraus, aus dem sich seine Texte formen, und fängt diese Ungeheuerlichkeit mit dem Mikro ein! Meine Fresse, was für eine tiefe, derbe und brutale Stimme er doch hat, absolut grandios. Es ist schon beachtlich wie bösartig, finster, intensiv, kellertief und heftig sein derbes Geröhre doch ist. Also genau das Richtige, um dieser famosen Old Skull Todesbleikeule noch zusätzlich mehr Schwung zu verleihen, auf dass es euch ordentlich zerlegt!
Never change a winning team... und so wurde „In The Long Run We Are All Dead“ wieder bei Schorsch aufgenommen und wie bei „Urn“ von Roman Schönsee im Found Sound Music gemixt, der beim ersten Song auch als Gastsänger agiert. Nur für das Mastering wurde dieses Mal wer anders nächtens in das Mausoleum gelockt und zwar niemand anderes als Dan Swanö persönlich, der aus dem muffigen Fleischklumpen auch noch die letzte Made zum Totentanz aus ihrem Fraßkanal hervorlocken konnte. Und das Endergebnis kann sich wahrlich hören lassen und setzt im Vergleich zur gelungenen Produktion von „Urn“ nochmal einen drauf. Im Gesamten ist der Sound etwas lauter ausgefallen, knallt noch etwas kerniger und wuchtiger durch eure Ohren, auf dass der Bregen ordentlich durchgeschüttelt wird, und das ist mit dieser sehr natürlichen, rohen, aber gleichzeitig differenzierten Produktion absolut gelungen. Die alles zermalmende, brutale, primitive und derbe Kraft von Caskets muSICK wurde aber auch wieder top eingefangen, ohne dass gleichzeitig die teils technischen Feinheiten ihres Songwritings untergehen. Auf alle Fälle hat Schorschs Gitarre auf diesem Release mehr Raum und Volumen zur Entfaltung seiner Killerriffs bekommen, ohne dass Susi oder Marinko benachteiligt wurden. Der Gitarrensound ist aber auch fett, düster und heavy geworden und kratzt derbe an euren Trommelfellen. An jenen trommelt auch Marinko mit einem sehr geilen, lebendigen und schön trockenem Sound. Geht mit echt gut rein, da auch die Dynamik seines Drummings gut zur Geltung kommt. Ich habe ja in einem Review gelesen, dass der Bass nicht rauszuhören sei, was ich aber absolut nicht nachvollziehen kann, denn Susis Tieftöner wummert so richtig schön kompakt und fett daher, ist jederzeit gut zu vernehmen und rundet somit dieses düstere Todeskraftpaket wunderbar ab, aus dessen Mitte heraus uns noch der Gesang wie ein Kotzstrahl heftig erwischt. Das ist ehrliche, unverfälschte und lebendige Death Metal Power!
Für das Artwork konnte abermals Roberto Toderico gewonnen werden, was ich sehr begrüße, da seine Kunst ja wirklich cool ist, was er bei „In The Long Run We Are All Dead“ auch wieder bestens unter Beweis stellt. Auf pechschwarzem Untergrund, und blutrot in Form eines Grabsteins umrahmt, eröffnet sich eine herrliche und wie immer toll und schön detailreich gezeichnete Szenerie in bester Death Metal-Tradition. Zu sehen ist etwas, das an ein steinernes Ehrendenkmal erinnert, und von einer lodernden Flamme, welche hinter dem coolen Bandlogo etwas versteckt die nächtliche Nekropole erleuchtet. Gut beleuchtet können wir dann auch Zeugen des dort stattfindenden Ereignisses werden. Ein barbarisch anmutendes Wesen mit Krallenfüßen und Rattenschwanz zeigt uns stolz in seinen Pranken die aktuellen Jagdtrophäen, nämlich abgerissene Köpfe, aus denen das Blut wie ein Wasserfall schießt und in einem Hohlraum im Erdboden verschwindet. Aber damit nicht genug, denn dieses Monstrum ist nicht von dieser Welt... warum? Statt eines Kopfes zeigt sich ein in den Rumpf gerammter Sarg, der eine Symbiose mit dem restlichen Körper eingegangen ist. Dieses Vieh ist aber nicht alleine, was schon schlimm genug wäre, denn es hocken auf den Steinblöcken noch ein weiteres rattiges Wesen und tatsächlich ein lebendiger Grabhügel mit allem Drum und Dran, der gierig nach den Köpfen greift. Wirklich ein sehr geiles Todesbleimotiv. Dass sie erfolgreich sind, zeigt nicht nur der im Vordergrund zu sehende, abgerissene Kopf, sondern auch die überall verstreuten Knochen und Skelette. Auf der Hüllenrückseite gibt es von dann noch als Untermalung des Albumtitels und der Songliste sehr geile Zeichnungen von verwesenden Köpfen und den teils zu sehenden Oberkörpern. Auf sowas stehe ich ja voll und dieser Anblick ist mal wieder so richtig schön Death Metal! Ausschnitte davon dienen dann als Hintergrund im Booklet für die Texte, die Credits und das Bandphoto von Randy. Was mir am Booklet echt gefällt ist, dass die Texte nicht so blockartig auf den Seiten erscheinen, sondern etwas lockerer angeordnet sind und es dadurch dynamischer aussieht. Songtitel und zugehörige Texte und die Credits orientieren sich farblich am Artwork, so dass eine optisch ansprechende Kontinuität vorliegt. Gefällt mir, genauso wie die Bearbeitung des Bandphotos und des coolen Livebildes von Dagmenka auf der Bookletrückseite. Layouttechnisch (Maxim Maier/FB IG mxm rock-art) ist hier also alles bestens. Lecker schmecker Vinyl gibt es natürlich auch und zwar 100 Stück in Schwarz und 300 mal in einer sehr schönen rot-schwarzen Marmorierung. Die Hülle kommt coolerweise als Gatefold mit den Innenseiten quasi als Booklet und so könnt ihr neben dem Cover auch den Rest im Großformat bestaunen. Via Slime Inhaler Records gibt es auch ein auf 50 Stück limitiertes durchsichtiges Tape mit schön durchsichtig-blutroter Hülle und aufklappbarem Insert, so dass auch hier das Booklet komplett vorhanden ist. Aber hier müsst ihr euch beeilen, falls es schon nicht zu spät ist, ein Exemplar zu ergattern.
Herr Quast wäre natürlich nicht Herr Quast, wenn es nicht auch geiles Merch zum Release geben würde und so gibt es das geile Cover inklusive kultigem Rückendruck als sehr coolen, etwas schrofferen Druck als Shirt in Schwarz oder Grün und als schwarzes Longsleeve bei dem der Ärmeldruck natürlich nicht fehlen darf. Also auch was Aufmachung und Textilien angeht, alles top. Da zeigt sich auch mal wieder generell, dass Neckbreaker Records von einem echten Maniac betrieben wird, der selber durch und durch Fan seiner Releases ist und diese auch entsprechend im besten Obduktionslicht präsentieren will.
Mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer namens „In The Long Run We Are All Dead“ zeigen uns Casket, dass auch nach über dreißig Jahren das Todesbleiherzblut weiterhin mächtig in ihnen kocht, was sich in sehr überzeugenden, düsteren, auf den Punkt gebrachten, straighten und unkomplizierten Brutalo-Songs mit dem gewissen technischen Pfiff zeigt, die vom ersten Hören an gleich zu überzeugen wissen. Wenn ihr auf der Suche nach dem Gefühl seid, als würde euch ein Grabstein gegen euren Kopf knallen, solltet ihr hier definitiv zugreifen.
Dann gehen wir auch gleich mal in die Vollen, denn ohne großes Vorgeplänkel rödelt sich das Trio von der ersten Sekunde mächtig gewaltig durch die muffige und verdichtete Friedhofserde, so dass die zugehörige Gärtnerei danach ihren Vertikutierer in den Ruhestand schicken kann. Mit ihrem für sie typischen Mix aus straighter, variabler und eher primitiver Death Metal-Urgewalt in Kombination mit der ein oder anderen, coolen technischen Finesse erschaffen sie vom ersten Ton einen für mich sehr überzeugenden Totentanz, dessen derbe Heavyness und Intensität bis zur letzten Sekunde auf gleich hohem Level bleibt. Ich finde es auch immer wieder geil, wie sie es schaffen, ohne großen Aufwand und mit eher einfachen Mitteln, solch geile Songs zu schreiben. Sowas kann ja auch recht schnell langweilig und belanglos wirken, wenn die Band kein richtiges Händchen dafür hat, aus diesen Grundzutaten einen überzeugenden Leichenschmaus zu erschaffen. Aber das Trio aus Süddeutschland weiß, wie der verweste Hase läuft, und so könnt ihr euch auf echt derben und erschlagenden Death Metal freuen, dessen Griffigkeit sich wie ein Parasit in eurem muffigen Bregen festsetzen wird. Mögen die Songs vielleicht auf den ersten drüberhörenden Blick etwas unauffällig wirken, lohnt sich doch eindeutig ein genaueres Hinhören. Euer todesbleiernes Herz wird sich bei euch bedanken, denn Schorsch, Susi und Merinko sägen sich mit wirklich coolen Riffs und Rhythmen und voller Spielfreude dynamisch und kraftvoll durch den sich vor ihnen auftürmenden Kadaverberg. Es ist meiner Meinung nach auch nie die Intention dieser Band gewesen, jetzt megagroß rauszukommen oder durch besonders spektakuläres, technisch-virtuoses Songwriting im Rampenlicht zu stehen, sondern einfach nur das zu machen, worauf sie Bock haben und das mit Herzblut und Passion, nämlich geilen rottig-derben Death Metal zu spielen und zu zelebrieren. Und das ist auf „In The Long Run We Are All Dead“ für mich persönlich mal wieder gut gelungen. Egal ob straightes Riffing im Sinne von early Death oder Grave, richtig fetter Groove mit gewissem Obituary-Flow, feiner Pungent Stench-Stumpf oder die brutale Cannibal Corpse/frühe Suffocation-Kelle, um mal ein paar Namen in den Raum zu werfen. Falls ihr die Band noch nicht kennen solltet, Caskets muSICK macht jederzeit echt eine Menge Bock, ist dabei so richtig schön brutal und vor allem auch herrlich düster und erschlagend, und wird euch sofort vom ersten Ton an abholen und zum Schluss in einem zerfallenen Mausoleum verscharren! Aufgelockert wird dieser heftige Kadaverklumpen übrigens durch zwei Instrumentale, die jeweils einen sehr coolen Horrorfilmsoundtrack-Touch inne haben, sich sehr gut in den Fluss dieser Scheibe einpassen und die Stimmung noch intensivieren. Wie zu erlesen, macht mir die Scheibe echt Spaß und ich kann sie allen Old Skull-Maniacs empfehlen, die es straight, effektiv und heftig besorgt bekommen möchten. Und falls ihr euch beim letzten Song „United Horses“ wundern solltet, was da los ist, wisst ihr beim Anhören dann aber sofort was geht, denn das Trio hat mal wieder einen Coversongs am Start, nämlich „United Forces“ des Crossover-Kults S.O.D. und ich muss sagen, dass sich dieser Track vom Riffing her echt sehr gut in das eigene Songmaterial einfügt und eine sehr geile Scheibe famos abrundet.
Schorsch hat seine Atemwege und seine Stimmbänder vor dem Einsingen auch wieder massig mit Eiterschleim, prallen Maden und muffigem Leichenwasser gefüllt und das Ganze ein paar Tage vor sich hin gären lassen, bis der sich innerlich aufbauende Verwesungsdruck fast seinen Brustkorb aufplatzen lässt. Aber Profi wie er ist, wartet er genau den richtigen Moment ab, bis es ihn fast zerreißt, und genau dann öffnet er seinen Schlund und kotzt, grunzt und röhrt voller Hingabe und Wucht einen absolut widerlichen und schleimigen Strahl aus sich heraus, aus dem sich seine Texte formen, und fängt diese Ungeheuerlichkeit mit dem Mikro ein! Meine Fresse, was für eine tiefe, derbe und brutale Stimme er doch hat, absolut grandios. Es ist schon beachtlich wie bösartig, finster, intensiv, kellertief und heftig sein derbes Geröhre doch ist. Also genau das Richtige, um dieser famosen Old Skull Todesbleikeule noch zusätzlich mehr Schwung zu verleihen, auf dass es euch ordentlich zerlegt!
Never change a winning team... und so wurde „In The Long Run We Are All Dead“ wieder bei Schorsch aufgenommen und wie bei „Urn“ von Roman Schönsee im Found Sound Music gemixt, der beim ersten Song auch als Gastsänger agiert. Nur für das Mastering wurde dieses Mal wer anders nächtens in das Mausoleum gelockt und zwar niemand anderes als Dan Swanö persönlich, der aus dem muffigen Fleischklumpen auch noch die letzte Made zum Totentanz aus ihrem Fraßkanal hervorlocken konnte. Und das Endergebnis kann sich wahrlich hören lassen und setzt im Vergleich zur gelungenen Produktion von „Urn“ nochmal einen drauf. Im Gesamten ist der Sound etwas lauter ausgefallen, knallt noch etwas kerniger und wuchtiger durch eure Ohren, auf dass der Bregen ordentlich durchgeschüttelt wird, und das ist mit dieser sehr natürlichen, rohen, aber gleichzeitig differenzierten Produktion absolut gelungen. Die alles zermalmende, brutale, primitive und derbe Kraft von Caskets muSICK wurde aber auch wieder top eingefangen, ohne dass gleichzeitig die teils technischen Feinheiten ihres Songwritings untergehen. Auf alle Fälle hat Schorschs Gitarre auf diesem Release mehr Raum und Volumen zur Entfaltung seiner Killerriffs bekommen, ohne dass Susi oder Marinko benachteiligt wurden. Der Gitarrensound ist aber auch fett, düster und heavy geworden und kratzt derbe an euren Trommelfellen. An jenen trommelt auch Marinko mit einem sehr geilen, lebendigen und schön trockenem Sound. Geht mit echt gut rein, da auch die Dynamik seines Drummings gut zur Geltung kommt. Ich habe ja in einem Review gelesen, dass der Bass nicht rauszuhören sei, was ich aber absolut nicht nachvollziehen kann, denn Susis Tieftöner wummert so richtig schön kompakt und fett daher, ist jederzeit gut zu vernehmen und rundet somit dieses düstere Todeskraftpaket wunderbar ab, aus dessen Mitte heraus uns noch der Gesang wie ein Kotzstrahl heftig erwischt. Das ist ehrliche, unverfälschte und lebendige Death Metal Power!
Für das Artwork konnte abermals Roberto Toderico gewonnen werden, was ich sehr begrüße, da seine Kunst ja wirklich cool ist, was er bei „In The Long Run We Are All Dead“ auch wieder bestens unter Beweis stellt. Auf pechschwarzem Untergrund, und blutrot in Form eines Grabsteins umrahmt, eröffnet sich eine herrliche und wie immer toll und schön detailreich gezeichnete Szenerie in bester Death Metal-Tradition. Zu sehen ist etwas, das an ein steinernes Ehrendenkmal erinnert, und von einer lodernden Flamme, welche hinter dem coolen Bandlogo etwas versteckt die nächtliche Nekropole erleuchtet. Gut beleuchtet können wir dann auch Zeugen des dort stattfindenden Ereignisses werden. Ein barbarisch anmutendes Wesen mit Krallenfüßen und Rattenschwanz zeigt uns stolz in seinen Pranken die aktuellen Jagdtrophäen, nämlich abgerissene Köpfe, aus denen das Blut wie ein Wasserfall schießt und in einem Hohlraum im Erdboden verschwindet. Aber damit nicht genug, denn dieses Monstrum ist nicht von dieser Welt... warum? Statt eines Kopfes zeigt sich ein in den Rumpf gerammter Sarg, der eine Symbiose mit dem restlichen Körper eingegangen ist. Dieses Vieh ist aber nicht alleine, was schon schlimm genug wäre, denn es hocken auf den Steinblöcken noch ein weiteres rattiges Wesen und tatsächlich ein lebendiger Grabhügel mit allem Drum und Dran, der gierig nach den Köpfen greift. Wirklich ein sehr geiles Todesbleimotiv. Dass sie erfolgreich sind, zeigt nicht nur der im Vordergrund zu sehende, abgerissene Kopf, sondern auch die überall verstreuten Knochen und Skelette. Auf der Hüllenrückseite gibt es von dann noch als Untermalung des Albumtitels und der Songliste sehr geile Zeichnungen von verwesenden Köpfen und den teils zu sehenden Oberkörpern. Auf sowas stehe ich ja voll und dieser Anblick ist mal wieder so richtig schön Death Metal! Ausschnitte davon dienen dann als Hintergrund im Booklet für die Texte, die Credits und das Bandphoto von Randy. Was mir am Booklet echt gefällt ist, dass die Texte nicht so blockartig auf den Seiten erscheinen, sondern etwas lockerer angeordnet sind und es dadurch dynamischer aussieht. Songtitel und zugehörige Texte und die Credits orientieren sich farblich am Artwork, so dass eine optisch ansprechende Kontinuität vorliegt. Gefällt mir, genauso wie die Bearbeitung des Bandphotos und des coolen Livebildes von Dagmenka auf der Bookletrückseite. Layouttechnisch (Maxim Maier/FB IG mxm rock-art) ist hier also alles bestens. Lecker schmecker Vinyl gibt es natürlich auch und zwar 100 Stück in Schwarz und 300 mal in einer sehr schönen rot-schwarzen Marmorierung. Die Hülle kommt coolerweise als Gatefold mit den Innenseiten quasi als Booklet und so könnt ihr neben dem Cover auch den Rest im Großformat bestaunen. Via Slime Inhaler Records gibt es auch ein auf 50 Stück limitiertes durchsichtiges Tape mit schön durchsichtig-blutroter Hülle und aufklappbarem Insert, so dass auch hier das Booklet komplett vorhanden ist. Aber hier müsst ihr euch beeilen, falls es schon nicht zu spät ist, ein Exemplar zu ergattern.
Herr Quast wäre natürlich nicht Herr Quast, wenn es nicht auch geiles Merch zum Release geben würde und so gibt es das geile Cover inklusive kultigem Rückendruck als sehr coolen, etwas schrofferen Druck als Shirt in Schwarz oder Grün und als schwarzes Longsleeve bei dem der Ärmeldruck natürlich nicht fehlen darf. Also auch was Aufmachung und Textilien angeht, alles top. Da zeigt sich auch mal wieder generell, dass Neckbreaker Records von einem echten Maniac betrieben wird, der selber durch und durch Fan seiner Releases ist und diese auch entsprechend im besten Obduktionslicht präsentieren will.
Mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer namens „In The Long Run We Are All Dead“ zeigen uns Casket, dass auch nach über dreißig Jahren das Todesbleiherzblut weiterhin mächtig in ihnen kocht, was sich in sehr überzeugenden, düsteren, auf den Punkt gebrachten, straighten und unkomplizierten Brutalo-Songs mit dem gewissen technischen Pfiff zeigt, die vom ersten Hören an gleich zu überzeugen wissen. Wenn ihr auf der Suche nach dem Gefühl seid, als würde euch ein Grabstein gegen euren Kopf knallen, solltet ihr hier definitiv zugreifen.
Label
V.Ö.
31. Dezember 2025
Laufzeit
44:27
Tracklist
1. The Will To Comply 04:49
2. Highest Thrones 04:16
3. Mirrors 00:53
4. Seeds Of Desolation 05:11
5. Hammer, Knife, Spade 04:52
6. Skull Bunker 03:52
7. Necrowaves 00:43
8. Mainstream Mutilation 04:05
9. Fundamental Rot 04:48
10. Strangulation Culture 04:52
11. Graveyard Stomper 03:59
12. United Horses (S.O.D.-Cover) 02:07
2. Highest Thrones 04:16
3. Mirrors 00:53
4. Seeds Of Desolation 05:11
5. Hammer, Knife, Spade 04:52
6. Skull Bunker 03:52
7. Necrowaves 00:43
8. Mainstream Mutilation 04:05
9. Fundamental Rot 04:48
10. Strangulation Culture 04:52
11. Graveyard Stomper 03:59
12. United Horses (S.O.D.-Cover) 02:07
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