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A Thousand Years Slavery - A Fury Named Spartan


Hotel666 Redaktion

12. Februar 2009

Tausend Jahre Sklaverei, wie unschön. Da braucht man sich wohl kaum die Frage zu stellen, ob das womöglich sauer macht. Klar tut es das. Wundern braucht man sich also nicht, dass die 2004 formierten A THOUSAND YEARS SLAVERY ihre Ep „A Fury Named Spartan“ ganz im Zeichen des Zorns stehen lassen.

Ebenso wenig erstaunt angesichts des Bandnamens sowie des Gründungsjahres der gewählte Stilmix, in dem sich die Schweizer austoben. Moderner Metal, der ausnahmsweise weit weniger mit irgendwelchem „Core“ als mit den allseits bekannten und viel zitierten skandinavischen Melo-Deathern der späten 90er zu tun hat. Im Gegensatz zu jenen setzen A THOUSAND YEARS SLAVERY jedoch vermehrt auf ein Stakkato-Fundament, über welchem sie ihre zackigen Neo-Thrash-Riffs und ebenso schwelgerischen wie vertraut anmutenden Melodien durcheinanderhopsen lassen. Dazu wird gegrunzt und gebrüllt was die Lunge hergibt. Mit technischen Fähigkeiten und Produktion gibt man sich ebenfalls zeitgemäß – spartanisches Rumpeln und Dröhnen sowie offensichtliche Spielfehler einfach auf Platte zu belassen weil man lieber ein Bier mehr trinken wollte, das gönnen sich A THOUSAND YEARS SLAVERY nicht. Wie, ihr kennt das alles schon irgendwoher? Womöglich aus nahezu allem, was in den letzten fünf Jahren veröffentlicht wurde? Na gut, ertappt!Neues gibt es wirklich so gut wie nicht auf dieser kurzen Scheibe. Zudem hapert es an der Fähigkeit zur Mäßigung, denn es vergeht eigentlich keine Sekunde, welche nicht mit irgend einer Melodie zugeknallt wird. Das wirkt etwas erzwungen, ebenso wie der selbstredend auftretende Klargesang, der zwar nicht unbedingt gut ins Bild passt, durch seine klangliche Nähe zu SOLEFALDs Cornelius Jakheln aber wenigstens interessiert aufhorchen lässt – wobei bezweifelt werden darf, ob aus der angesprochenen Zielgruppe diese norwegischen Avantgardisten auch nur dem Namen nach kennen.

Alles in allem ein Ep-Debüt mit ein paar Schwächen, zu denen auch das eher alberne „Une Etoile Incandescente“ gehört, in welchem über ein paar akustischen Zupfern sowie synthetischen Streichern bewiesen wird, wie wenig die französische Sprache zu bedrohlichem Flüstern geeignet ist. Euphorie lässt bei mir bestenfalls das Titelstück der Ep aufkommen. Ansonsten warten wir mal ab, was aus „ALL SHALL PERISH AT THE GATES“ noch wird.
Tausend Jahre Sklaverei, wie unschön. Da braucht man sich wohl kaum die Frage zu stellen, ob das womöglich sauer macht. Klar tut es das. Wundern braucht man sich also nicht, dass die 2004 formierten A THOUSAND YEARS SLAVERY ihre Ep „A Fury Named Spartan“ ganz im Zeichen des Zorns stehen lassen.

Ebenso wenig erstaunt angesichts des Bandnamens sowie des Gründungsjahres der gewählte Stilmix, in dem sich die Schweizer austoben. Moderner Metal, der ausnahmsweise weit weniger mit irgendwelchem „Core“ als mit den allseits bekannten und viel zitierten skandinavischen Melo-Deathern der späten 90er zu tun hat. Im Gegensatz zu jenen setzen A THOUSAND YEARS SLAVERY jedoch vermehrt auf ein Stakkato-Fundament, über welchem sie ihre zackigen Neo-Thrash-Riffs und ebenso schwelgerischen wie vertraut anmutenden Melodien durcheinanderhopsen lassen. Dazu wird gegrunzt und gebrüllt was die Lunge hergibt. Mit technischen Fähigkeiten und Produktion gibt man sich ebenfalls zeitgemäß – spartanisches Rumpeln und Dröhnen sowie offensichtliche Spielfehler einfach auf Platte zu belassen weil man lieber ein Bier mehr trinken wollte, das gönnen sich A THOUSAND YEARS SLAVERY nicht. Wie, ihr kennt das alles schon irgendwoher? Womöglich aus nahezu allem, was in den letzten fünf Jahren veröffentlicht wurde? Na gut, ertappt!Neues gibt es wirklich so gut wie nicht auf dieser kurzen Scheibe. Zudem hapert es an der Fähigkeit zur Mäßigung, denn es vergeht eigentlich keine Sekunde, welche nicht mit irgend einer Melodie zugeknallt wird. Das wirkt etwas erzwungen, ebenso wie der selbstredend auftretende Klargesang, der zwar nicht unbedingt gut ins Bild passt, durch seine klangliche Nähe zu SOLEFALDs Cornelius Jakheln aber wenigstens interessiert aufhorchen lässt – wobei bezweifelt werden darf, ob aus der angesprochenen Zielgruppe diese norwegischen Avantgardisten auch nur dem Namen nach kennen.

Alles in allem ein Ep-Debüt mit ein paar Schwächen, zu denen auch das eher alberne „Une Etoile Incandescente“ gehört, in welchem über ein paar akustischen Zupfern sowie synthetischen Streichern bewiesen wird, wie wenig die französische Sprache zu bedrohlichem Flüstern geeignet ist. Euphorie lässt bei mir bestenfalls das Titelstück der Ep aufkommen. Ansonsten warten wir mal ab, was aus „ALL SHALL PERISH AT THE GATES“ noch wird.

Label
V.Ö.
28. November 2008
Laufzeit
23:20

6
10

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