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7 Seals - Moribund


Hotel666 Redaktion

13. November 2008

Symphonischer Power Metal mit Ambitionen, na da frohlockt der garstige Musikkritiker mit seiner Vorliebe für ranzigen Crustpunk, ebenso ranzigen Death Metal und alles was musikalisch nach tonnenweise illegaler Rauchware duftet! Der Verriss sollte sich also quasi von selber schreiben, überhaupt kein Thema!

So oder ähnlich könnten vielleicht meine ersten Gedanken zu 7 SEALS und ihrem Debüt „Moribund“ ausgesehen haben, zumal die Band ihr Konzeptalbum über die Nibelungen mit einem auf Mittelhochdeutsch vorgetragenen Zitat beginnen lässt, einer Sprache die ob ihrer Ausgestorbenheit einfach ungewohnt und auch unfreiwillig komisch klingt. 7 SEALS jedoch lassen sich nicht beirren und galoppieren ohne Zaudern in die Geschichte hinein. Die folgende Stunde steht ganz in der Tradition heroischen Power Metals. Viel Melodie, klarer Männer- und Frauengesang, majestätische Streicher und Chöre und jede Menge Pathos, wie es sich für eine Heldensaga geziemt. Vereinzelt werden auch Anklänge an mittelalterliche Musik deutlich, vor allem in den ruhigeren, atmosphärischen Passagen. Diese bleiben jedoch vergleichsweise rar gesät, über weiter Strecken wird „Moribund“ von galoppierender Heldenhaftigkeit dominiert, irgendwo zwischen BLIND GUARDIAN mit mehr Orchester und BAL SAGOTH minus Black Metal.

Nun könnte ich aufgrund meiner musikalischen Vorlieben natürlich Schreikrämpfe bekommen und hier wüst herumpöbeln. Tatsache ist jedoch, dass 7 SEALS einfach verdammt gut sind bei dem was sie tun. Die Kompositionen sind sehr durchdacht und ausgefeilt, die Fähigkeiten an den Instrumenten stimmen, der männliche sowie weibliche Gesang sind abwechslungsreich und ausdrucksstark. So bleibt mir letztlich nur eine gewisse Schmierigkeit, die ich auf „Moribund“ ernsthaft kritisieren könnte. Andererseits gehört ein gewisses Maß Pathos einfach auch dazu, wenn alte Heldenepen vertont werden. Ob man nun symphonischen Power Metal mag oder nicht, die hohe Klasse muss man jedenfalls anerkennen. Der geneigte Freund derartiger Klänge sollte daher ruhig noch etwas auf die Punktzahl aufschlagen und mich nicht anmotzen: Das ich dem ungehobelten Bierproll in mir diese Punktzahl aus den Rippen leihern konnte spricht nur für 7 SEALS.
Symphonischer Power Metal mit Ambitionen, na da frohlockt der garstige Musikkritiker mit seiner Vorliebe für ranzigen Crustpunk, ebenso ranzigen Death Metal und alles was musikalisch nach tonnenweise illegaler Rauchware duftet! Der Verriss sollte sich also quasi von selber schreiben, überhaupt kein Thema!

So oder ähnlich könnten vielleicht meine ersten Gedanken zu 7 SEALS und ihrem Debüt „Moribund“ ausgesehen haben, zumal die Band ihr Konzeptalbum über die Nibelungen mit einem auf Mittelhochdeutsch vorgetragenen Zitat beginnen lässt, einer Sprache die ob ihrer Ausgestorbenheit einfach ungewohnt und auch unfreiwillig komisch klingt. 7 SEALS jedoch lassen sich nicht beirren und galoppieren ohne Zaudern in die Geschichte hinein. Die folgende Stunde steht ganz in der Tradition heroischen Power Metals. Viel Melodie, klarer Männer- und Frauengesang, majestätische Streicher und Chöre und jede Menge Pathos, wie es sich für eine Heldensaga geziemt. Vereinzelt werden auch Anklänge an mittelalterliche Musik deutlich, vor allem in den ruhigeren, atmosphärischen Passagen. Diese bleiben jedoch vergleichsweise rar gesät, über weiter Strecken wird „Moribund“ von galoppierender Heldenhaftigkeit dominiert, irgendwo zwischen BLIND GUARDIAN mit mehr Orchester und BAL SAGOTH minus Black Metal.

Nun könnte ich aufgrund meiner musikalischen Vorlieben natürlich Schreikrämpfe bekommen und hier wüst herumpöbeln. Tatsache ist jedoch, dass 7 SEALS einfach verdammt gut sind bei dem was sie tun. Die Kompositionen sind sehr durchdacht und ausgefeilt, die Fähigkeiten an den Instrumenten stimmen, der männliche sowie weibliche Gesang sind abwechslungsreich und ausdrucksstark. So bleibt mir letztlich nur eine gewisse Schmierigkeit, die ich auf „Moribund“ ernsthaft kritisieren könnte. Andererseits gehört ein gewisses Maß Pathos einfach auch dazu, wenn alte Heldenepen vertont werden. Ob man nun symphonischen Power Metal mag oder nicht, die hohe Klasse muss man jedenfalls anerkennen. Der geneigte Freund derartiger Klänge sollte daher ruhig noch etwas auf die Punktzahl aufschlagen und mich nicht anmotzen: Das ich dem ungehobelten Bierproll in mir diese Punktzahl aus den Rippen leihern konnte spricht nur für 7 SEALS.

Label
V.Ö.
21. Juni 2008
Laufzeit
60:40

7
10

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